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Freitag, 07. September 2007

Porträt: Top-Terrorist Osama bin Laden

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Osama bin Laden, der meistgesuchte Terrorist der Welt, ist tot.

Osama bin Laden, der meistgesuchte Terrorist der Welt, ist tot.

Osama bin Laden, der meistgesuchte Terrorist der Welt, ist tot.

Dies bestätigt US-Präsident Barack Obama in einer Rede.

Spätestens mit dem Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 wurde Bin Laden zum Staatsfeind Nummer 1 in den USA.

Schon lange aber gehörte er zu den zehn Meistgesuchten des FBI.

Denn Bin Laden soll nicht nur hinter den Terroranschlägen vom 11. September stecken.

Er wird auch für die verheerenden Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania mit über 200 Toten verantwortlich gemacht.

Bin Laden hat weltweit tausende Anhänger, die seinen Hass gegen die USA teilen.

1957 wird Osama bin Laden als 17. von 52 Kindern in Saudi-Arabien geboren.

Er ist ein islamischer Fundamentalist und Begründer des Terrornetzwerks El Kaida.

Mindestens 24 Kinder soll er mit fünf Ehefrauen gezeugt haben. Auf diesem Foto ist er mit einem seiner Söhne abgelichtet: Mohammed bin Laden (Mitte) heiratet.

Im Afghanistan-Krieg in den 80er-Jahren versucht er als Mudschahedin-Guerilla-Führer die Rote Armee aus dem Land zu vertreiben. (Foto: zwei junge Mudschahedin-Kämpfer 1989)

Ab 1986 und verstärkt ab 1996 baut er mehr als 50 militärische Camps in Afghanistan auf.

Anfang der 90er wird ihm die saudische Staatsbürgerschaft entzogen. In den folgenden Jahren lebt er im Sudan, in Sarajevo, Libyen und Afghanistan.

Im Februar 1998 unterzeichnet er gemeinsam mit Aiman al-Sarkawi (links) und anderen ein Manifest zur Gründung einer Internationalen Front für einen Dschihad gegen die Juden und Kreuzfahrer, ...

...in der der Kampf gegen die USA zur Pflicht eines jeden Muslim erklärt wird.

In der Folgezeit veröffentlichte er die erste Dschihad-Erklärung: Ziel seiner Organisation El-Kaida sei "die Vertreibung amerikanischer Truppen aus der Golfregion, der Sturz des saudischen Könighauses ...

... und damit die Befreiung der heiligen Stätten der Muslime (im Bild: die Kaaba) und die weltweite Unterstützung militanter islamistischer Gruppen".

Bin Laden beherrscht den Umgang mit den Medien.

Immer wieder taucht er medienwirksam in Videobotschaften auf, ausgestrahlt vom arabischen Sender "Al Dschasira".

Ohne das sonst übliche militärische Outfit wendet sich bin Laden Ende Oktober 2004, vier Tage vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen, direkt an die amerikanischen Wähler und gegen George W. Bush.

In einem offensichtlich westlichen Duktus spricht er nicht von Religion oder Ideologie, sondern von Freiheit und Sicherheit.

Bush nutzt das Video, um die Angst der Wähler zu schüren - und wird prompt wiedergewählt.

Dann hört man lange Zeit nichts mehr vom meistgesuchten Terroristen.

Nach längerer Zeit des Schweigens droht er im Januar 2006 mit neuen Anschlägen in den USA, bietet den USA aber gleichzeitig einen Waffenstillstand an. Ein von der CIA als echt eingestuftes Tonband wird von Al-Dschasira veröffentlicht.

Trotz ausgelobter 27 Millionen Dollar für seine Ergreifung gelingt es nicht, bin Laden zu fassen.

Im Sommer 2000 machte eine satellitengesteuerte Drohne dieses Foto, das nach Einschätzung von Geheimdienstanalytikern möglicherweise den Terroristenführer und seine Gefolgsleute zeigt.

Im Oktober 2001 bombardieren die USA Afghanistan. Bin Laden treffen sie nicht.

Nach der Bombardierung der Bergfestung Tora Bora im Dezember 2001 ist zunächst unklar, ob Bin Laden dabei umgekommen ist, oder überlebt hat.

Im Juli 2007 beschließt der US-Senat, das bisherige Kopfgeld zu verdoppeln. Für Hinweise, die zur Festnahme oder zum Tod Bin Ladens führen, werden 50 Millionen Dollar ausgesetzt. Nun ist Bin Laden tot.

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