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Dienstag, 23. Mai 2017

"Alle rannten und weinten": Viele Tote nach Anschlag in Manchester

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Entsetzen in Großbritannien: ... (Foto: AP)

Entsetzen in Großbritannien: ...

Entsetzen in Großbritannien: ...

... In der nordenglischen Stadt Manchester werden bei einem Anschlag mindestens 22 Menschen getötet. Unter ihnen sind auch Kinder.

59 weitere Menschen werden verletzt, viele von ihnen haben Beinverletzungen.

Der Anschlag ereignet sich in der Manchester Arena bei einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande.

Noch in der Nacht erklärt die Polizei, dass sie von einem "terroristischen Akt" ausgeht. Inzwischen ist klar: Bei der Explosion stirbt ein männlicher Attentäter. Er hatte einen selbstgebauten Sprengsatz zur Explosion gebracht.

Ob er allein gehandelt hat und was hinter der Tat steckt, ist noch unklar. Die Regierung ist alarmiert und kündigte eine Krisensitzung an. Der Wahlkampf für die Parlamentswahlen am 8. Juni ist unterbrochen.

Mehrere Zeugen sprechen von einer heftigen Explosion kurz vor Mitternacht im Eingangsbereich der Arena.

Wie der Polizeichef für den Großraum Manchester, Ian Hopkins, erklärt, arbeitet die Polizei eng mit den Stellen der nationalen Terrorabwehr und den Geheimdienstpartnern Großbritanniens zusammen.

Seit August 2014 herrscht in Großbritannien die zweithöchste Terrorwarnstufe 4.

Auch Premierministerin Theresa May spricht von einem Anschlag.

"Wir arbeiten daran, alle Einzelheiten dessen zu ermitteln, was von der Polizei als ein schrecklicher terroristischer Anschlag behandelt wird", so May.

Sie drückt den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus.

Konzertbesucher beschreiben schreckliche Szenen.

"Jeder war in Panik, sie drängten die Treppen hinauf", sagt eine Zeugin dem Sender Sky News.

"Der Flur war voll, es roch nach einem Brand." Überall sei Rauch gewesen.

Ein anderer Zeuge berichtet der Nachrichtenagentur Press Association: "Wir verließen nach dem Konzert von Ariana Grande gegen 23.30 Uhr gerade die Halle, ...

... als wir einen Knall wie von einer Explosion hörten, der alle in Panik versetzte und alle versuchten aus dem Saal zu flüchten. Das war Panik."

Ein Mann aus Leeds, der mit seiner Frau im Foyer auf seine beiden Töchter wartete, sagte, es habe plötzlich einen "riesigen Blitz, einen Knall und Rauch" gegeben.

Er habe Schmerzen in Fuß und Bein gespürt, seine Frau habe sich hinlegen müssen, sagt er der BBC. Sie hat eine Wunde am Bauch, vielleicht ein gebrochenes Bein. Zeitgleich in der Arena hatte Tochter Abigail ihre Schwester Sophie an die Hand genommen. "Alle rannten und weinten. Es was total furchtbar."

Die Polizei ruft die Bevölkerung auf, den Bereich um die Arena in der nordwestenglischen Stadt zu meiden.

Der Veranstaltungsort wird abgeriegelt. Viele Polizeifahrzeuge und Krankenwagen sind im Einsatz.

Kurze Zeit nach der Explosion in der Arena führt die Polizei eine kontrollierte Sprengung in einem nahegelegenen Park aus.

Später gibt sie aber Entwarnung, weil es sich bei dem verdächtigen Gegenstand lediglich um herrenlose Kleidungsstücke gehandelt habe.

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, zeigt sich bestürzt. "Schreckliche Nachrichten aus Manchester", schreibt Seibert bei Twitter. "In Gedanken bei den Toten, dem Leid der Verletzten + denen, die ihre Liebsten noch suchen."

Auch die Bürgermeister der Städte Paris und Nizza, die in den vergangenen Jahren Tatort schwerer Terroranschläge waren, drücken ihr Mitgefühl aus.

"Heute steht Paris an der Seite Manchesters", schreibt die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, auf Twitter.

Die Popsängerin Ariana Grande zeigt sich ebenfalls erschüttert. Ihr fehlten die Worte, schreibt sie.

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