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Freitag, 24. Juni 2016

Zwischen Feiern und Trauern: "We're out": So erlebten die Briten das Referendum

Von Sonja Gurris

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"Leave" oder "remain" waren die einfachen Formeln des britischen Referendums. Bis zum Ergebnis im Morgengrauen war es für die Briten ein langer Wahltag und natürlich auch eine nervenaufreibende Nacht. (Foto: picture alliance / dpa)

"Leave" oder "remain" waren die einfachen Formeln des britischen Referendums. Bis zum Ergebnis im Morgengrauen war es für die Briten ein langer Wahltag und natürlich auch eine nervenaufreibende Nacht.

"Leave" oder "remain" waren die einfachen Formeln des britischen Referendums. Bis zum Ergebnis im Morgengrauen war es für die Briten ein langer Wahltag und natürlich auch eine nervenaufreibende Nacht.

Der "Decision Day" - erstmalig in der Geschichte der Europäischen Union stimmen Bürger eines EU-Landes über den Verbleib in der Staatengemeinschaft ab.

Bis zum 23. Juni gibt es ein Kopf-an- Kopf-Rennen der beiden Lager.

Das Lager der Brexit-Befürworter macht unmissverständlich klar: "Wählt den Austritt!"

Bis zuletzt sind die Brexit-Anhänger auf der Straße unterwegs.

Die pro-europäischen Wähler werben mit Buttons.

Ob die Kleidung hilft, das Land in der EU zu halten? Dieser Pullover ist ein Tribut an Margaret Thatcher - diese hatte beim EU Beitritt in den 70ern ebenfalls die EU als schmückendes Kleidungsstück getragen.

Der Andrang bei der Wahl ist dann auch groß. Die Wahlbeteiligung ist höher als 72 Prozent.

Alt ...

... und jung machen sich auf den Weg ins Wahllokal.

In der Heimat der ermordeten Abgeordneten Jo Cox werden Blumen niedergelegt.

Wie werden sich die Briten entscheiden? Es ist das alles bestimmende Thema.

Premierminister David Cameron wirbt für den Verbleib in der Europäischen Union.

Der ehemalige Bürgermeister Boris Johnson ist dagegen im Brexit-Lager.

Ebenso dieser Herr - Nigel Farage. Er ist der Kopf der Unabhängigkeitsbewegung, der UK Independence Party Ukip, und grinst am Wahltag siegessicher ...

... - oder kommt da doch etwas Nervosität durch?

Nichtsdestotrotz wirbt die Pro-EU Bewerbung weiter um die Gunst der Wähler.

Dann der Showdown: Die Briten haben gewählt. Das Auszählen beginnt.

Tausende Wahlhelfer sortieren und rechnen ...

... an einem historischen Tag.

Mit großer Spannung werden die Ergebnisse erwartet. Wer wird die Abstimmung für sich entscheiden?

Es sind die Brexit-Bewürworter.

Das Lager um Farage, Johnson und Co. hat das Referendum gewonnen.

Doch der Sieg ist denkbar knapp. Glück für Farage und seine Mitstreiter.

51,3 Prozent stimmen für "out".

Die einen können eine ausgelassene Party feiern.

Sie träumen von einem Großbritannien, das sich nicht mehr an die EU halten muss ...

... die anderen sind fassungslos, geschockt ...

... finden keine Worte ...

... und fragen sich, wie es in Zukunft mit Großbritannien weitergehen wird.

Als London am frühen Morgen erwacht, wird allen klar: Der Brexit ist da.

"Stell dir vor, du wachst morgens auf und Großbritannien ist raus aus der EU" - am heutigen Tag ist dieses Szenario Realität geworden.

Aus Downing Street Number 10 kommt zunächst niemand heraus - aber Dienstkatze "Larry the Cat" lässt sich an diesem historischen Tag blicken. Doch dann geht die Tür auf.

Auch für ihn ist das Ergebnis der Abstimmung schicksalshaft - Premierminister Cameron zieht Konsequenzen.

Er konnte das Volk nicht überzeugen, für den Verbleib in der EU zu stimmen.

Er werde tun, was nötig ist, "um das Schiff ruhig zu halten". Aber er glaube nicht, jetzt noch der richtige Kapitän zu sein.

Am Morgen nach dem Referendum kündigt Cameron seinen Rücktritt im Oktober an.

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