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Putin, Kohl, Obama und der Kampf mit den Tränen: Wenn Politiker weinen

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Peer Steinbrück gilt eigentlich als harter Hund. Doch bei einer SPD-Parteiveranstaltung kämpfte er plötzlich mit den Tränen. (Foto: picture alliance / dpa)

Peer Steinbrück gilt eigentlich als harter Hund. Doch bei einer SPD-Parteiveranstaltung kämpfte er plötzlich mit den Tränen.

Peer Steinbrück gilt eigentlich als harter Hund. Doch bei einer SPD-Parteiveranstaltung kämpfte er plötzlich mit den Tränen.

Die Moderatorin hatte ihn zuvor zu den Strapazen des Wahlkampfs befragt und warum er sich das alles antue. Steinbrück ist nicht der erste Politiker, der öffentlich Gefühle zeigt.

Doch auffällig ist: Häufig taten die Mächtigen das dann, ...

... als sie gehen mussten. So wie Gerhard Schröder 2005 während seiner Verabschiedung aus dem Amt des Bundeskanzlers durch den Großen Zapfenstreich.

Auch Kurt Beck hatte im Januar 2013 feuchte Augen, nachdem er im rheinland-pfälzischen Landtag seine letzte Rede als Ministerpräsident gehalten hatte.

Wie schwer es fällt, die Macht abzugeben, zeigte auch der frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen nach seiner Abschlussrede im April 2012.

Die CDU-Abgeordnete Rita Pawelski hielt Anfang Juni 2013 ihre letzte Rede im Bundestag. Bei der nächsten Wahl wird sie, die seit 2002 im Bundestag saß, nicht wieder kandidieren.

Christian von Boetticher gab im August 2011 seinen Rücktritt als schleswig-holsteinischer CDU-Parteichef und -Spitzenkandidat bekannt. Der Grund war die Beziehung zu einer 16-Jährigen. Doch Politiker zeigen nicht nur dann Emotionen, ...

... wenn sie aus der ersten Reihe verschwinden. NRW-Ministerpräsident Hannelore Kraft war im Juli 2011 bei der Gedenkfeier für die Loveparade-Opfer zu Tränen gerührt.

Besonders nah am Wasser gebaut war auch Helmut Kohl.

Der frühere Bundeskanzler vergoss häufig dann Tränen, wenn er von seiner eigenen Partei gefeiert wurde oder ...

... wenn er, wie 2002 um seinen Parteifreund Alfred Dregger trauerte. Weinende Politiker sind ...

... übrigens kein deutsches Phänomen. Nach seiner Wiederwahl im März 2012 liefen sogar Russlands Präsident Wladimir Putin Tränen über die Wangen.

Auch wenn er hinterher beteuerte, es sei nur der kalte Wind gewesen.

Sogar die härtesten Hunde überkommt es offenbar einmal - das gilt auch für den früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Bei der Ankunft von Särgen mit getöteten Soldaten im Jahr 2006 rieb er sich ein Taschentuch durch die feuchten Augen.

Als Meister der Emotionen gilt jedoch Barack Obama. Ob am Vorabend der US-Präsidenschaftswahl 2012, ...

... Tage später nach seiner Wiederwahl in der Wahlkampfzentrale ...

... oder nach der Schießerei an einer Grundschule in Newtown im Dezember 2012: Dass der US-Präsident seine Reden wegen plötzlicher Gefühlsaufwallungen unterbrechen muss, passiert nicht gerade selten.

Auch Hillary und Bill Clinton zeigten schon öffentlich ihre Trauer, wie hier bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Bombenanschläge auf die US-Botschaften 1998 in Nairobi und Dar es Salaam.

Auch politische Entscheidungen können so hart sein, dass die Tränen kullern. So geschehen im November 2011 bei Elsa Fornero.

Bei der Vorstellung der drastischen Sparpläne durch den damaligen italienischen Premier Mario Monti musste die Arbeitsministerin plötzlich weinen.

Zumindest in der Politik nehmen sich Frauen und Männer bei den Emotionen offenbar nicht mehr so viel.

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