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Sonntag, 24. Juli 2016

Bilder von der Front: Wie Libyens Truppen gegen den IS kämpfen

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Seit der Militärintervention im Jahr 2011 und dem Sturz des ehemaligen Diktators Al-Gaddafi versinkt Libyen im Chaos. (Foto: REUTERS)

Seit der Militärintervention im Jahr 2011 und dem Sturz des ehemaligen Diktators Al-Gaddafi versinkt Libyen im Chaos.

Seit der Militärintervention im Jahr 2011 und dem Sturz des ehemaligen Diktators Al-Gaddafi versinkt Libyen im Chaos.

Nach einem zunächst vielversprechenden Demokratisierungsprozess bekämpften sich rivalisierende Milizen zunehmend.

Inzwischen ist das Land eine Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat geworden. Es gibt zwei Regierungen, die sich gegenseitig bekämpfen. Der IS kämpft gegen beide Regierungen.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass rund eine Million Menschen aus dem Land geflohen sind.

Derzeit versuchen Truppen der Regierung in Tobruk, den IS aus Sirte zu vertreiben. Nach Angaben des Bündnisses werden die Soldaten die Stadt in Kürze eingenommen haben.

Der IS setzt jedoch massiv auf Scharfschützen und Selbstmordattentäter, um die regierungstreuen Truppen zu schwächen.

Ob die Rückeroberung Sirtes jedoch ein wirklicher Erfolg im Kampf gegen den IS ist, wird sich zeigen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fürchtet, dass sich die Miliz nach einer Zurückeroberung "in kleineren und geografisch verstreuteren Zellen in Libyen und den angrenzenden Ländern umgruppieren".

Eine derartige Ausbreitung und Neuaufstellung des IS in Nordafrika "könnte Grund zur Sorge werden", so Ban.

So seien Dutzende tunesische IS-Kämpfer bereits aus Libyen in ihr Heimatland zurückgekehrt "mit der Absicht, dort Anschläge auszuführen".

In dem Bericht schätzte er die Zahl der IS-Kämpfer in Sirte derzeit auf 2000 bis 5000. Sie stammten aus Libyen, Tunesien, Algerien, Marokko, Mali und Mauretanien.

Frieden ist in Libyen nicht in Sicht. Die Maghreb-Staaten, die UN, die Afrikanische Union und die EU bemühen sich um Friedensgespräche zwischen den Konfliktparteien.

Doch keine der verschiedenen Ansätze konnte die Waffen bisher zum Schweigen bringen.

Der Krieg in Libyen dauert an, Millionen von Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, Hunderttausende versuchen es um jeden Preis zu verlassen - auch in Richtung Europa.

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