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Politik

Deutschland ist größter Nutzer: Windkraft

 
Energie aus Windkraft gehört neben Solarenergie, Wasserkraft, Erdwärme und Energie aus Biomasse zu den ereuerbaren Energien.

Energie aus Windkraft gehört neben Solarenergie, Wasserkraft, Erdwärme und Energie aus Biomasse zu den ereuerbaren Energien.

Schon heute, im Jahr 2007, erzeugt die Kraft des Windes mit 43 Prozent den Löwenanteil des Stroms aus erneuerbaren Energien. Das sind rund fünf Prozent des gesamten deutschen Stroms.

Mit 20.622 erzeugten Megawatt Strom liegt Deutschland mit Abstand auf Platz eins der weltweit erzeugten Windenergie.

Windkraftanlagen sollen sowohl an Land als auch zu Wasser weiter ausgebaut werden. Geplant ist, den Anteil der Windkraft an der deutschen Stromerzeugung auf bis zu 35 Prozent zu steigern.

Wind ist als erneuerbare Energie praktisch unerschöpflich. Das Problem dieser Energieform ist, dass Windkraft abhängig von den Windverhältnissen ist.

Bei großen Windgeschwindigkeiten produzieren Windräder mehr Energie als verbraucht wird. Bei Windstille dagegen wird gar keine Energie erzeugt.

Abhilfe schaffen Pumpspeicherwerke, in denen die überflüssige Energie "gelagert" werden kann. Allerdings sind die Ausbaumöglichkeiten in Deutschland aus topografischen und Naturschutzgründen weitgehend erschöpft.

Wenn die Windräder stillstehen, müssen normale Kraftwerke für das Stromaufkommen einspringen.

Wegen der Unvorhersehbarkeit des Windes kann Windenergie "nur" eine Säule im Energiemix sein.

Mit dem Ausbau von Windenergieanlagen gibt es immer mehr Kritiker. Hauptargumente gegen die "Verspargelung der Landschaft" sind der Vogelschutz und die Belästigung durch Lärm, Schatten und Blinklichter.

Aber auch auf diese Stimmen reagieren Hersteller und Verantwortliche bereits. So werden bestehende Windkraftanlagen modernisiert und ausgebaut.

Zudem werden die Standorte für Windanlagen wesentlich sorgfältiger ausgewählt als bisher.

Beim so genannten "Repowering" werden alte Anlagen, Windräder aus den 90er Jahren, durch größere und leistungsfähigere ersetzt. Insgesamt sind dann weniger Anlagen notwendig.

Die größte Leistungssteigerung wird durch den Aufbau von Offshore-Windparks erwartet, denn Windanlagen auf See arbeiten - langfristig gesehen - effizienter als die auf dem Land.

Mit Hilfe moderner Anlagen und immer weiter entwickelter Technik sollen die Kosten für Strom aus Windkraft enorm gesenkt werden.

Zurzeit kostet Strom aus Windkraft zwischen 7 und 10 Cent pro Kilowattstunde und damit deutlich mehr als konventioneller Strom aus Kraftwerken.

Experten sind jedoch der Meinung, dass Strom aus Windenergie bis spätestens 2020 mit Strom aus Kraftwerken konkurrieren kann.

Dann müsste zumindest der Strom der an Land stehenden Anlagen nicht mehr staatlich gefördert werden.

Die deutsche Windindustrie profitiert von der weltweit wachsenden Nachfrage. Sie gehört zu den Technologie- und Weltmarktführern.

Mit wachsender Nachfrage wird auch die Zahl der Angestellten in der Windindustrie steigen. Aus 73.800 Beschäftigten 2006 sollen 112.000 im Jahr 2020 werden. (Alle Bilder: dpa)

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