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Ratgeber

Energiespar-Tipps: Die Glühlampe ist erst der Anfang

 
Energiespar-Tipps: Die Glühlampe ist erst der Anfang

Die Energiekosten steigen rasant, ...

.... nur Ihr Gehalt bleibt wie es ist? Wir haben für Sie die besten Energiespar-Tipps zusammengestellt.

Allein in privaten Haushalten lassen sich rund 20 bis 30 Prozent der Energiekosten einsparen, ohne dass wir auf viele unserer liebgewonnenen Gewohnheiten verzichten müssen.

Was in diesem Falle allerdings vielen Menschen schwer fällt. Die gute alte Glühlampe verschwindet.

Bis August 2012 sollen alle Glühbirnen vom Markt weg sein.

Doch der Umstieg lohnt sich für die Umwelt - und für Sie:

Denn an trüben Tagen können Sie durch die richtige Beleuchtung richtig sparen. Beleuchtung macht durchschnittlich rund acht Prozent der Stromkosten eines Haushalts aus.

Wenn Sie zu Weihnachten Ihren Nachbarn imponieren wollen, kann es schnell noch sehr viel mehr werden.

Denn besonders die alten Glühbirnen sind äußerst ineffizient.

Gerade einmal fünf Prozent der verbrauchten Energie verwandelt eine klassische Glühbirne in Licht, die übrigen 95 Prozent sind eher eine Art Elektro-Heizung.

Energiesparlampen verbrauchen bei gleicher Helligkeit dagegen nur etwa 1/5 des Stroms einer Glühlampe. Sie können eine 100-Watt-Birne durch eine 20-Watt-Sparlampe ersetzen, eine 60-Watt-Birne durch eine 11-Watt-Sparlampe und eine 40-Watt-Birne durch eine ...

... 5- bis 7-Watt-Sparlampe. Energiesparlampen gibt es mittlerweile auch in allen Formen und Farben. Zwar kosten sie mehr als normale Glühlampen, dafür überleben sie auch leicht zehn Glühbirnen.

Und ihre Bilanz kann sich sehen lassen:

So verursachen Energiesparlampen um 80 Prozent geringere Stromkosten und Kohlendioxid-Emissionen.

Zu den größten Stromfressern im Haushalt gehören auch Kühl- und Gefriergeräte. Bis zu einem Drittel der Stromkosten geht auf ihre Rechnung.

Hier kann es sich durchaus lohnen, ältere Modelle zu entsorgen und auf ein energiesparendes Gerät umzusteigen.

Stellen Sie die Temperatur nicht zu niedrig. Je ein Grad Celsius, das der Kühlschrank weniger erzielen muss, spart sechs Prozent Energie. Halten Sie die Temperatur des Kühlschranks am besten bei 7 bis 8 Grad Celsius, ...

... und stellen Sie ihn nach Möglichkeit an einen kühlen Platz, keinesfalls neben Herd oder Heizung. Schützen Sie den Schrank notfalls mit Styroporplatten.

Öffnen Sie Kühl- und Gefrierschränke nur kurz. Wie so oft im Leben verkürzt auch hier Ordnung die Suchzeit.

Geben Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank, Gefrorenes zum Auftauen aber immer.

Gefriertruhen (es gibt auch kleine) kommen mit 15 Prozent weniger Strom aus als Gefrierschränke. Die beste Temperatur ist minus 18 Grad Celsius.

Tauen Sie regelmäßig ab, aber erst ab einer Eisdicke von über einem Zentimeter.

Auch sonst können Sie in der Küche viel Geld sparen. Mit rund 17 Prozent des gesamten Strombedarfs eines Durchschnittshaushalts gehören Herd und Ofen immer noch zu den Großverbrauchern.

Der altbekannte Elektro-Herd mit Gussplatten ist am weitesten verbreitet, aber auch am teuersten im Verbrauch. Glaskeramikfelder sind schon 10 Prozent günstiger, ....

... und der Gasherd senkt die Kosten fürs Kochen um 60 Prozent. Im Vergleich zu einem E-Herd können Sie beim Kochen mit Gas im Jahr gut 40 bis 60 Euro sparen.

Manche Stadtwerke fördern sogar das Umsatteln auf einen Gasherd, weil er bei gleicher Leistung wie ein E-Herd jährlich etwa 250 Kilogramm Kohlendioxid weniger produziert. Außerdem halten Gasherde ein Leben lang.

Relativ neu sind Induktionsherde: Sie erzeugen die Hitze im Topfboden selbst. Sie drücken den Verbrauch um ein Fünftel, sind aber teuerer in der Anschaffung. Außerdem braucht man spezielles Kochgeschirr (auf Sonderangebote achten!).

Dann gibt es mittlerweile sogar schon Solarkocher, die sich allerdings noch nicht recht durchgesetzt haben.

Auch günstig beim Kochen: Edelstahltöpfe. Sie strahlen viel weniger Wärme ab als Emailletöpfe. Manche modernen Töpfe sind sogar wärmeisoliert und sparen so 15 Prozent Energie.

Ab einer Kochzeit von rund 20 Minuten (im normalen Topf) lohnt ein Schnellkochtopf. Der ist ein Drittel schneller, und das bei einem 50 bis 70 Prozent niedrigeren Energiebedarf.

Der gute alte Wasserkessel ist dagegen nicht zu empfehlen. Selbst bei vorbildlichem Kochverhalten kostet Sie heißes Wasser vom Herd doppelt so viel Energie wie aus dem Wasserkocher.

Doch man muss nicht gleich alles neu kaufen, um beim Kochen zu sparen.

Einfacher Trick: Schließen Sie die Töpfe stets mit einem gut sitzenden Deckel. Ohne den benötigen Sie leicht die vierfache Strommenge, und selbst ein fingerbreit geöffneter Deckel bringt kaum mehr als gar keiner.

Das Vorheizen des Backofens ist nur für wenige Gerichte (z. B. Hefeteig) wirklich nötig. Für Backöfen wie Kochplatten gilt: Restwärme nutzen!

Und: Bezähmen Sie Ihre Neugier und gucken Sie nicht ständig in die Töpfe oder den Backofen. Auch hierbei geht Energie verloren. Mit Deckeln aus Glas lassen sich die Gerichte ebenfalls überwachen.

Sogar beim Kaffeetrinken können Sie Energie einsparen: Halten Sie den Kaffee nicht in der Kaffeemaschine warm, sondern füllen Sie ihn lieber in eine Thermoskanne. Schmeckt auch besser.

Auch bei der Wäsche lässt sich in einem normalen Haushalt viel sparen, ohne dass es gleich schmutzig zugehen muss.

Über drei Viertel des Stroms braucht die Waschmaschine allein zum Aufheizen des Wassers.

Die wichtigste Regel lautet daher: Waschen Sie nicht zu heiß! Vielerorts herrscht zwar noch der Glaube, höhere Temperaturen machten Wäsche sauberer.

Tatsächlich jedoch haben die Wirkstoffe moderner Waschmittel ihr Temperaturoptimum bei 30 bis 40 Grad. Eine 90-Grad-Wäsche frisst nicht dreimal, sondern siebenmal so viel Energie wie eine 30-Grad-Wäsche.

Um den Strombedarf noch weiter zu senken, verfügen einige Maschinen über einen Warmwasseranschluss.

Sie mischen sich aus heißem und kaltem Wasser der Hausleitungen die jeweils benötigte Temperatur.

Füllen Sie die Trommel immer voll. Viele Spartasten vermitteln mit der Aufschrift 1/2 einen falschen Eindruck: Sie sparen höchstens 20 Prozent Strom.

Vielfach lohnt es sich auch, die alte Maschine gegen ein neues Gerät einzutauschen.

Allein die Einsparungen durch eine sparsame neue Waschmaschine betragen gegenüber einer 10 Jahre alten Maschine für eine vierköpfige Familie 40 Euro im Jahr. Bei einer 20 Jahre alten Maschine sind es sogar bis zu 105 Euro.

Dabei sollten Sie vor der Anschaffung auf den Verbrauch der neuen Maschine achten. Die Effizienzklasse A sagt heute nicht mehr viel aus. Informationen über den Energieverbrauch von Elektrogeräten finden Sie unter www.ecotopten.de.

Auf Wäschetrockner sollte man möglichst verzichten. Sie gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Für die gleiche Wäschemenge brauchen Trockner doppelt so viel Strom wie eine Waschmaschine.

In einem Haushalt verursachen Trockner gut 10 Prozent der Stromkosten. Durchschnittlich wendet ein Vierpersonenhaushalt 75 Euro pro Jahr fürs Wäschetrocknen auf.

Besser: Trocknen Sie die Wäsche einfach an der Luft.

Energiefresser im Haushalt sind auch die vielen Stand-by-Schaltungen.

Während man beim guten alten Fernseher nur den Aus-Knopf drehen musste, um ihn auszuschalten, ist es heute komplizierter. Aus ist oft nicht mehr gleich Aus.

Viele Geräte laufen vielmehr auf Stand-by, wobei weiter Strom fließt.

Vor allem Fernseher, Satellitenempfänger, Antennenverstärker und Videorecorder fressen Unmengen an Strom beim Nichtstun.

Bei Privathaushalten macht dies oft ein Zehntel der Stromrechnung aus, einen Durchschnittshaushalt kostet dies jedes Jahr 75 bis 150 Euro. Allein ein Videorecorder kann so leicht 20 Euro im Jahr kosten.

Bei den meisten Geräten ist Stand-by inzwischen der Normalzustand, schlimmer noch: Viele haben gar keinen Netzschalter mehr, der Stand-by Modus ist nicht zu erkennen.

Wenn Sie Klarheit über ihren eigenen "Leerlauf" gewinnen wollen, messen Sie alle Endgeräte mit einem Strommessgerät. Diese Geräte verleihen u.a. Stadtwerke und Verbraucherzentralen.

Schalten Sie Ihre Geräte daher immer am Netzschalter aus. Geht das nicht, installieren Sie Steckdosen mit Schalter, schließen Sie mehrere Geräte an eine schaltbare Steckerleiste oder ziehen Sie einfach die Strippe.

Und wenn Sie ihren alten Schrott entsorgt haben: ...

Wählen Sie beim Neukauf Geräte mit gut erreichbarem Netzschalter und erkundigen Sie sich nach den sparsamsten Ausführungen (Stand-by um ein Watt). Moderne Videorecorder verlieren ihre Programmierung nicht mehr, wenn sie vom Netz getrennt werden.

Am allermeisten Energie sparen Sie jedoch durch richtiges Einheizen.

Denn entgegen einer weitverbreiteten Annahme sind im Haushalt nicht Elektrogeräte die größten Energiefresser, vielmehr werden rund drei Viertel der eingesetzten Energie verheizt.

Wenn man nicht gerade glücklicher Bewohner eines Niedrigenergie- oder gar Passivhauses ist, ist Heizen nämlich eine überaus teure Angelegenheit. So zahlt ein Haushalt durchschnittlich mindestens neun Euro pro Quadratmeter im Jahr für Heizung und Warmwasser.

An einem kalten Tag können allein die Heizkosten schnell auf mindestens fünf bis zehn Euro klettern.

Einfachstes Mittel gegen die Kälte: Ziehen Sie sich warm an oder greifen Sie auf eine Wärmflasche zurück.

Ein anderer Trick: Heizen Sie nur die Räume, die Sie wirklich nutzen. Halten Sie die Temperatur in Wohnräumen bei 18 bis 20 Grad, im Schlafzimmer genügen oft schon 16 Grad. Jedes Grad mehr Raumtemperatur steigert den Energieverbrauch um 6 Prozent.

Wenn Sie mehrere Tage verreisen, stellen Sie die Heizung auf etwa 12 Grad Celsius ein. Drehen Sie die Heizung nie völlig ab. Es kostet unverhältnismäßig viel Energie, ein ausgekühltes Zimmer wieder aufzuheizen.

In einem Raum mit mehreren Heizkörpern ist es günstiger, alle etwas aufzudrehen als einen die Arbeit alleine machen zu lassen. Sofas, Vorhänge oder Verkleidungen vor dem Heizkörper verhindern eine optimale Abstrahlung und kosten fünf Prozent zusätzliche Energie.

Während der Nacht sollte die Raumtemperatur um fünf Grad gesenkt werden. Um möglichst wenig Wärme über die Fenster zu verlieren, schließen Sie die Vorhänge und lassen Sie Rollos herunter. So senken Sie den Wärmeverlust um 10 bis 20 Prozent.

Dichten Sie zugige Fenster und Türen ab. Gehen Sie mit Schaumstoffstreifen oder Dichtungsprofilen gegen die Ritzen vor. Kleben Sie immer den ganzen Rahmen ab, damit nicht neue Lücken entstehen.

Auch beim Lüften lässt sich viel sparen: Heizung ganz runter und Fenster weit auf. So wird im Winter in vier bis sechs Minuten die komplette Raumluft einer 75 Quadratmeter-Wohnung ausgetauscht und die Wände verlieren nur wenig Wärme.

Zu Beginn der Heizperiode sollten Sie zudem die Heizkörper entlüften, damit sie effizient arbeiten.

Eine Dämmschicht mit hitzereflektierender Oberfläche lohnt sich in jedem Fall hinter den Heizkörpern, damit nicht Wärme nach außen entweicht. In Baumärkten finden Sie eigene Heizkörperdämmplatten in unterschiedlichen Stärken.

Und dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, und der Winter mag kommen.

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