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Ratgeber

Ausgezeichnet: Die besten deutschen Unis

 
Sie sagt auch nichts darüber aus, an welchen Hochschulen die Lehre besonders gut ist, ob die Profs gern unterrichten und immer Zeit für ihre Studentinnen und Studenten haben.

Sie sagt auch nichts darüber aus, an welchen Hochschulen die Lehre besonders gut ist, ob die Profs gern unterrichten und immer Zeit für ihre Studentinnen und Studenten haben.

Das malerische Freiburg im Breisgau ist nicht nur etwas für Forscher, die es gern altmodisch lieben.

Dies hier sei, so sagt man, ein typisches Statement für eine weiter im Süden gelegene Stadt: Auch in Freiburg bildet eine ausgezeichnete Graduiertenschule den wissenschaftlichen Nachwuchs aus.

Zum Beispiel für die "Bonn Graduate School of Economics", an der man wirtschaftliche Zusammenhänge erforscht.

Damit kann man sich vollstopfen, während man sich auf der Hofgartenwiese durch die Studienlektüre wälzt.

Die folgende Stadt ist bei Studenten und Studentinnen vor allem als Heimat der Gummibärchen bekannt und geschätzt.

Die "Berlin School of Mind and Brain" bietet die Möglichkeit, interdisziplinär Geist und Gehirn zu erforschen.

An der Humboldt-Universität zu Berlin wurde eine weitere Graduiertenschule im Rahmen der Exzellenzinitiative ausgezeichnet.

Der Großteil der Graduiertenschulen ist naturwissenschaftlich geprägt. Aber an der Freien Universität gibt es die geisteswissenschaftliche "Graduate School of North America".

Zum Beispiel an der Freien Universität.

Arm, aber sexy. Die Bundeshauptstadt hat wissenschaftlich einiges zu bieten, befand die Exzellenzinitiative.

Neben den Spitzenunis wurden auch rund 20 Graduiertenschulen ausgezeichnet. Hier arbeiten Doktoranden in einem besonderen Programm im interdiziplinären Austausch an ihrer Promotion.

Modernste Wissenschaft erleben Promotionsstudentinnen und -studenten an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in der Molekularen Zellforschung für Biologie und Medizin.

Immer schön lächeln, heißt es in Heidelberg. Japanischen (und anderen) Touristen begegnet der Student hier auf Schritt und Tritt.

Aber das ist bei der Kulisse auch nicht verwunderlich. Mittendrin liegt die älteste Universität Deutschlands: Die Ruprecht-Karls-Universität.

Auch nicht über den Zustand der Bibliotheken - ihre Öffnungszeiten für Studenten, Ausleihmöglichkeiten und die Frage, wieviel Neuanschaffungen sich die Uni dafür leistet.

Über die Studienbedingungen für die normalen Erstsemester verrät sie nicht viel.

Man sollte betonen: Die Exzellenzinitiative konzentriert sich auf hervorragende Forschung.

Aber einen Grund für den Umzug hierhin bietet die Justus-Liebig-Universität mit ihrem Exzellenzcluster "Cardio-Pulmonary-System". Zu Deutsch: Hier studiert man das Herz-Lungen-System.

So viel Sightseeing gibt es in Gießen wohl eher nicht. In den 50er Jahren hat man sich hier so manche Bausünde geleistet. Das "Elefantenklo" zum Beispiel. So nennen die Bewohner der Stadt eine den Architekten besonders gelungene Unterführung.

An der Christian-Albrechts-Universität in Kiel kann sich der Forscher ganz dem Meer widmen: Im Exzellenzcluster "The Future Ocean".

Ganz im Norden reizt den Wissenschaftler die See. Nicht nur wegen der tollen Windjammer bei der Kieler Woche.

Ihren wissenschaftlichen Horizont erweitern die Physiker an der TU München mit ihrem Exzellenzcluster "Origin and Structure of the Universe".

Und natürlich ist München auch unter den rund 20 Exzellenzclustern vertreten.

Excellenzcluster wurden ebenfalls ausgezeichnet. Das sind Forschungseinrichtungen der Universitäten, die auch mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen und der Wirtschaft zusammen arbeiten.

An der Heidelberger Universität gibt es die "Graduate School of Fundamental Physics". Das hier ist Norbert Herrmann von der Uni Hannover. Er berechnet das physikalische "Bierdosenproblem": Wie standhaft ist eine Bierdose im Gras? Wichtiges Wissen für Studenten.

Jedenfalls zählt auch die Universität Karlsruhe (Technische Hochschule) zu den besten Universitäten des Landes.

In Baden-Württemberg findet sich der dritte "Leuchtturm" - und zwar in der Stadt, in der die Verfassungsrichter entschieden haben, dass die Einführung von Studiengebühren durch die Länder rechtens ist.

Sie ist eine der wenigen Stiftungsuniversitäten in Deutschland und verfügt sogar noch über einen Karzer. Der ist allerdings nicht mehr in Gebrauch.

Während in der letzten Runde der Exzellenzinitiative nur Unis im Süden der Republik zum Zuge kamen, wurde diesmal auch der Norden bedacht. Die altehrwürde Georg-August-Universität im niedersächsischen Göttingen wird auch Georgia Augusta genannt.

Freiburg ist nicht nur wegen des milden Klimas ein beliebter Studienort. Besonders in den Bereichen Medizin, Jura, Pädagogik, Geschichte und Germanistik genießt die Uni hohes Renommee.

Freiburg ist schon wesentlich länger Universitätsstadt als Berlin. Die Albert-Ludwigs-Universität wurde 1457 gegründet und zählt damit zu den ältesten Universitäten Deutschlands.

1948 wurde die FU auf Initiative von Studenten gegründet, die der kommunistischen Einflussnahme in der Berliner Universität (heutige Humboldt-Uni) im sowjetischen Sektor entgehen wollten. Später war die FU ein Zentrum der 68er Bewegung.

Doch wenigstens schaffte es diesmal die andere Kandidatin aus der Hauptstadt: Die Freie Universität Berlin. Die größte Berliner Uni ist noch keine 60 Jahre alt, kann aber auf eine bewegte Geschichte zurückblicken.

2007 gingen acht Universitäten ins Rennen, sechs davon kamen erfolgreich ins Ziel. Die Uni Bochum und die Berliner Humboldt Uni blieben auf der Strecke.

Im Herbst 2006 haben drei Universitäten die Jury der Exzellenzinitiative überzeugt.

Über die Gewinner des Wettbewerbs entscheidet eine Jury aus Mitgliedern der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates. Insgesamt 1,9 Milliarden Euro gibt es zu verteilen.

Bis 2011 werden durch die Exzellenzinitiative ausgewählte deutsche Hochschulen und Forschungsprojekte gefördert, die in ihrer Forschung weltweit Maßstäbe setzen. Sie sollen "Leuchttürme der Wissenschaft" sein.

Die Idee, deutsche Eliteuniversitäten zu fördern, hatte die letzte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD, rechts). Mittlerweile kümmert sich Annette Schavan (CDU, links) gemeinsam mit ihren Kollegen der Bundesländer um diese Aufgabe.

Mit über 4,5 Millionen Bänden ist die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen eine der größten Bibliotheken Deutschlands. Bedeutend ist auch die Geburtshilfesammlung der medizinischen Fakultät.

Aachen ist nicht nur mit seinen Printen in aller Munde. Die Technischen Hochschule ist eine der größten in Europa und als solche ein beliebter Anlaufpunkt für angehende Ingenieure.

Schnelle Umsetzung des technischen Know Hows verspricht das Gründerkolleg, das junge Selbständige unterstützt. Davon profitiert auch die Region. Seit 1984 sind aus dem Hochschulbereich rund 450 technologieorientierte Unternehmen hervorgegangen.

Die TU München hat die Jury ebenfalls nachhaltig beeindruckt.

Nach einer weiteren Spitzenuni muss man in München nicht lange suchen - sie liegt quasi nebenan.

Hier lehren international renommierte Wissenschaftler: Theodor Hänsch erhielt 2005 den Nobelpreis für Physik.

Einer davon ist die Ludwig-Maximilians-Universität.

Zwei Leuchttürme gibt es nämlich in München.

Da haben sich einige Herren in Bayern natürlich doll drüber gefreut.

In der ersten Runde 2006 konnten nur Universitäten aus dem Süden des Landes überzeugen.

In den letzten Jahren glänzt die Ruprecht-Karls-Universität vor allem auf dem Gebiet der Medizin. Das gute Image der Heidelberger Universität soll auch im Ausland wirken, wo sie als erste deutsche Uni Filialen gründete.

Mit der Uni Heidelberg ist nun auch die älteste deutsche Universität in den Kreis der offiziellen Spitzenunis aufgenommen. Seit 1386 wurde hier Theologie, Recht, Medizin und Philosophie gelehrt. Naturwissenschaften kamen Ende des 19. Jahrhunderts hinzu.

So lehren oder lehrten dort Koryphäen wie der Altphilologe Manfred Fuhrmann, der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz und der Soziologe und Publizist Ralf Dahrendorf.

Eine der kleinsten Eliteunis steht in Konstanz. Hier studieren rund 10.000 Nachwuchs-Akademiker. Möglicherweise ist es die schöne Lage oberhalb der Insel Mainau, die zahlreiche bekannte Professoren an den Bodensee lockt.

Studieren, ja. Aber wo? Wer nicht viel falsch machen will, sieht zu, dass er an einer Eliteuni unterkommt.

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