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Ratgeber

Tasman gegen Tasman: Pedelec greift Fahrrad an

 
Tasman gegen Tasman: Pedelec greift Fahrrad an

Haben Sie auch die Kälte satt? Der Radhersteller Kalkhoff schon. Ganz besondere Räder präsentierte der nämlich lieber im angenehmen Radler-Klima auf Mallorca.

Bei 17 bis 18 Grad fühlten sich auch die Schönwetter-Radler wohl. Um das Wohlbefinden noch zu steigern, hatten alle Räder einen Elektromotor mit an Bord.

Wind? Berge? Egal. Mit einem Pedelec (Pedal Electric Cycle) geht's auch die Serpentinen hinauf, ohne dass einem die Zunge auf dem Boden hängt.

Ganz ohne Treten funktionieren Pedelecs allerdings nicht. Sie unterstützen nur die Tretleistung. Die Kalkhoff-Räder liefern auf Wunsch 50, 100 oder 130 Prozent Kraftverstärkung.

Bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h ist Schluss. Dann regelt der Motor ab. Wer schneller fahren will, kann dies nur mit eigener Muskelkraft tun.

Eine Ausnahme gibt es: Speed-Pedelecs, wie dieses Pro Connect S, regeln den Elektromotor erst bei 40 km/h ab.

Kleiner Wermutstropfen: Während die normalen Pedelecs vom Gesetz wie Fahrräder behandelt werden, wird das Speed-Pedelec wie ein Mofa eingestuft und braucht ein Versicherungskennzeichen. Eine Helmpflicht besteht allerdings nicht.

Innerstädtisch ist das auf nicht besonders gekennzeichneten Radwegen ein Problem. Eigentlich müsste man dort die Straße benutzen.

Leichter ans Ziel kommt man mit beiden - Pedelec und Speed-Pedelec.

Die Ausflugsziele dürfen ruhig etwas weiter weg sein. Der Elektromotor sorgt für eine Vergrößerung des Aktionsradius' ...

... und gleicht Konditionsunterschiede bei einer Radtour aus. So haben alle etwas davon, wenn sie am Ziel ankommen. Soweit die Theorie. Zurück in Deutschland, wollten wir natürlich ein bisschen mehr wissen.

Tasman gegen Tasman - Pedelec gegen Fahrrad. Schon beim Blick in den Katalog fällt der deutliche Preisunterschied ins Auge. 1200 Euro Mehrkosten berechnet Kalkhoff für Motor und Akku.

Dafür gibt es eine etwas klobig wirkende Steuerung für den Motor samt Akkustandsanzeige, ...

... wo beim Tasman-Fahrrad nur die Klingel untergebracht ist.

Da Platz für den Akku benötigt wird, haben die beiden Tasman-Räder auch nicht den gleichen Rahmen.

Der Akku ist beim Pedelec gut durchdacht und nicht störend zwischen Rahmen und Hinterrad untergebracht.

Gemeinsamkeiten findet man bei der Schaltung: Hier ist eine Shimano-Nexus-8-Gang-Schaltung am Wirken.

Kleine Unterschiede gibt es auch beim Sattel, ...

... die gefederte Sattelstütze ist hingegen baugleich.

Obwohl das Pedelec über einen Akku verfügt, wird die Beleuchtung über einen klassischen Nabendynamo versorgt.

Beide Räder verfügen über ein Standlicht hinten.

Mit einem Standlicht vorn kann komischerweise nur das Fahrrad (links) aufwarten.

Praktisch für den kurzen Zwischenstopp ist das Speichenschloss. Nur damit verschlossen sollte man das Rad aber nicht längere Zeit alleine lassen.

Unterschiedlich gestaltet ist auch der Gepäckträger. Wer viel mit Satteltasche unterwegs ist, wird an der schwarzen Ausführung nicht viel Freunde haben. Die Beschichtung nutzt sich mit der Zeit ab.

Bei beiden Rädern ist ein gebogener Citybügel verbaut, der eine aufrechte, bequeme Sitzposition ermöglicht.

Das macht die Federgabel eigentlich fast überflüssig.

Fazit: Das Pedelec macht nicht nur im Urlaub Spaß. Der hohe Mehrpreis lohnt nur, wenn man das Pedelec regelmäßig nutzt.

Wer ausschließlich auf Kurzstrecken unterwegs ist, sollte sich die Anschaffung gut überlegen. Da reicht ein Fahrrad auch in Zukunft völlig aus. (Text und Fotos: Alexander Klement)

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