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Erinnern Sie sich an die guten alten Zeiten, wo 100 Gramm noch 100 Gramm waren?
Während bei der Milch der Standard noch gehalten wird, sieht es bei immer mehr Produkten inzwischen ganz anders aus, wie die Verbraucherzentrale Hamburg dokumentiert. Um Preiserhöhungen zu verschleiern, kommt einfach weniger in die Verpackung. Wir haben einige Beispiele für Sie zusammengestellt.
So sah die Philadelphia-Packung früher mal aus. Drin waren 200 Gramm.
In der neuen ovalen Packung passt logischerweise nichts mehr in die Ecken. 25 Gramm Frischkäse sind auf der Strecke geblieben. Preiserhöhung: 14,3 Prozent.
Dessertsoße gefällig? Für Naschkatzen eine feine Sache. Mal abgesehen davon, dass im früher verkauften Produkt echte Bourbon-Vanille enthalten war ...
... gibt es jetzt nur noch "Vanille-Geschmack" und statt 340 nur noch 300 Milliliter zum gleichen Preis. Preiserhöhung: 13,3 Prozent.
Der Alldays-Vorteilspack enthielt früher 54 Binden.
Beim neuen Vorteilspack freut sich nur Hersteller Procter & Gamble, denn der Inhalt ist um vier Binden geschrumpft. Preiserhöhung: 7,4 Prozent.
Der Hersteller des Schokoriegels Balisto nutzt die Kundentäuschung sogar noch mit einer weiteren Dreistigkeit: Er wirbt jetzt mit der Kalorienangabe auf der Verpackung. Balisto hat jetzt nur noch 92 kcal.
Früher waren es 103 kcal. Die Kalorien wurden allerdings durch weniger Inhalt reduziert. 37 statt 41 Gramm bedeuten ein versteckte Preiserhöhung von 10,8 Prozent.
Anderer Riegel, gleiche Vorgehensweise.
Aus 10 Riegeln á 25 Gramm ...
... wurden schlappe 6 Riegel á 20 Gramm. Der Preis wurde zwar angepasst, unterm Strich aber um 34,3 Prozent erhöht.
Einen etwas anderen Weg geht Iglo. Fisch soll ja gesund sein.
Vielleicht ist weniger Fisch gesünder? Das Gewicht ist mit 380 Gramm zwar gleich geblieben, der Fischanteil dank der neuen Rezeptur von 70 auf 52 Prozent gesunken - der Preis blieb gleich.
Beim Aachener Pflümli hat Zentis die Verpackung geändert. Aus 225 Gramm ...
... wurden so 200 Gramm. Preiserhöhung: 12,5 Prozent.
Was sich Maggie wohl gedacht hat: Deutschlands Kinder sind sowieso zu dick? Weniger ist mehr? Die Hühnersuppe mit Tierfiguren reichte früher für vier Teller.
Bei gleichem Preis sind jetzt nur noch drei Teller drin. Preiserhöhung: 33 Prozent.
Auch beim Schokoriegel MilkyWay hat der Hersteller Nachsehen gezeigt. 26 Gramm waren einfach eine zu große Kalorienbombe.
21,9 Gramm reichen völlig aus. Da kann man glatt mit unter 100 kcal pro Riegel noch Werbung machen. Der Preis bleibt bei einer so vernünftigen Kalorienreduzierung natürlich unverändert. Versteckte Preiserhöhung: 18,7 Prozent.
Knäckebrot und Diät gehören ja irgendwie zusammen - glauben viele. Das roggen dünn von Wasa hat jedenfalls abgespeckt.
Das müssen Sie erst mal schaffen: 25 Prozent Gewichtsverlust innerhalb von wenigen Tagen. Das wird natürlich mit dem gleichbleibenden Preis belohnt.
Auch wenn man den Drogerien einen harten Preiskampf nachsagt: Versteckte Preiserhöhungen sind auch hier zu finden.
Aus 250 Millilitern machte Schlecker bei optisch gleicher Verpackungsgröße 225 Milliliter. Preiserhöhung beim Glaskeramik-Reiniger: 11,1 Prozent.
Den Preis für Dreistigkeit erhält allerdings die Clearasil Akut Pickel-Creme. Die neue Tube hat bei gleichem Preis gerade mal halb so viel Inhalt wie die alte. Gratulation! (Fotos: Verbraucherzentrale Hamburg, Text: Alexander Klement)
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