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Bausachverständige nutzen die Thermografie zur Überprüfung der Qualität von Neubauten. Energielecks werden so sichtbar. An keinem Fassadenteil geht nennenswert Energie verloren, alle Bereiche zeigen sich in einheitlicher Farbe.
Im Vergleich dazu ein Altbau von 1954. Das Haus hat noch alte Fenster. Die tiefroten Fensterflächen lassen Wärme ungebremst verpuffen. Auch über die Fassaden, Fensterbrüstungen, Rollladenkästen und Fensteranschlüsse geht viel Energie verloren.
Ein Dachfenster von innen. Die warmen, gut gedämmten Flächen zeichnen sich bei der Innenthermografie rot ab, die kühlen, mangelhaft gedämmten Bereiche blau und schwarz.
Fenster müssen innen luft- und dampfdiffusionsdicht eingebaut sein, sonst geht wertvolle Energie verloren. Dieser Anschluss wurde extrem nachlässig ausgeführt. Die erforderliche Dichtschnur fehlt, die elastische Dichtungsmasse haftet nicht am Leibungsmauerwerk.
Schlechte Anschlüsse: Die Dampfbremse verhindert das Eindringen von Kondenswasser und Feuchtigkeit aus der Raumluft in die Wärmedämmschicht. Das ist wichtig, denn Feuchtigkeit mindert die Dämmwirkung deutlich und verursacht Schimmel.
Bauschaden "Schimmel": Um dem Schimmel auf die Spur zu kommen, klärt der Bausachverständige zunächst die Ursachen für die Schimmelbildung. In diesem Fall hatte der Keller des Hauses einige Wochen unter Wasser gestanden.
Schimmel ist gesundheitsschädlich und muss entfernt werden. Die Sanierung ist zeitraubend und teuer. Das übernehmen Spezialfirmen.
Wer baut, der übernimmt grundsätzlich auch Haftung und muss für die Sicherheit auf der Baustelle sorgen. Dabei ist die Haftung unterschiedlich verteilt: Baut eine Familie beispielsweise mit einem Bauträger, dann ist sie in der Regel gar nicht selbst Bauherr.
Die Steckdose hinter der Heizung ist so nicht zu gebrauchen. Sie wurde vor der Montage des Heizkörpers gesetzt. Das sind Zeichen schlechter Planung und mangelnder Koordination auf der Baustelle.
"Diese Seite beim Einbau nach außen" - so steht es deutlich auf dem Fenster. Grund der Vorgabe: Die Gläser moderner Fenster sind gegen aufheizende Sonnenstrahlen von außen beschichtet.
An dieser Traufe wurde gepfuscht: Die Unterspannbahn wurde nicht sauber montiert. Schlagregen und Flugschnee können nun an der Wetterseite unter der Folie an die Dachkonstruktion gelangen.
Mit bloßem Auge erkennbar: Der Dachziegel sitzt schief, weil die Unterkonstruktion am äußern Dachrand nur schwach dimensioniert ist und der schwere Betondachstein die Lattung nach unten drückt.
Flach geneigte Dächer benötigen sorgsame Planung: Weil sie nicht genug Gefälle haben, um Regen- und Schmelzwasser zuverlässig abzuleiten, und weil sie gegen Wind gesichert sein müssen, ist der Einbau eines Unterdach oft notwendig.
Seit 2007 beträgt die Mehrwertsteuer 19 statt bislang 16 Prozent. Damit steigen auch die Baukosten. Die Grafik zeigt, welche Einsparung beim Bau wieviel bringen kann. (Alle Fotos: VPB, Verband Privater Bauherren.)
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