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Armes, reiches Land: Birma

 
Armes, reiches Land: Birma

Birma ist fast doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland: Es ist etwa 1920 km lang und 905 km breit.

Etwas mehr als ein Siebtel ist Ackerfläche.

Die Gesamtbevölkerung liegt bei rund 50 Millionen Menschen.

Etwa ein Viertel davon lebt in Städten.

1989 wurde Birma von dem nach einem Putsch regierenden Militär in Myanmar umbenannt.

Dies geschah jedoch ohne den erklärten Willen der Mehrheit der Birmanen.

Das Staatsziel Birmas ist eine sozialistische Gesellschaft ...

... mit einem dementsprechenden Wirtschaftssystem. (Im Bild: Zigarren-Produktion)

Das herrschende Regime will erst die Macht abgeben, wenn das Parlament des Landes eine neue Verfassung ausgearbeitet hat. Darauf jedoch wartet die Bevölkerung seit Jahren.

Mehrfach schon wurden Proteste der Opposition blutig niedergeschlagen, zuletzt im September 2007.

Der Westen hat bislang vergeblich versucht, durch Handelsbeschränkungen Einfluss auf die Demokratisierung zu nehmen.

Birma ist durch die lange Zeit der Isolation, ...

... die zentrale Planwirtschaft und ...

... die Vergangenheit als britische Kolonie wirtschaftlich stark zurückgeblieben.

Es gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. (Im Bild: Schüler in einem Kloster)

Wichtigster wirtschaftlicher Zweig ist die bäuerliche Landwirtschaft.

Produziert werden Hülsenfrüchte, Weizen, Sesam, ...

... Reis, Mais, ...

... Baumwolle, Jute und Tabak. (Im Bild: Herstellung von Zuckerrohr-Saft)

Nur im Ansatz entwickelt ist an den Küsten die Fischerei.

Jedoch sehen Experten auf dem Gebiet ein enormes Potenzial.

Touristisch ist Birma wenig erschlossen. Zu manchen Regionen haben ausländische Besucher generell keinen Zutritt.

Große Probleme gibt es beim Thema Umweltverschmutzung. Produktion hat Vorrang, alles andere ist nachgeordnet.

Das Gesundheitswesen ist in den städtischen Gebieten trotz der ärmlichen Verhältnisse recht gut entwickelt.

Es gibt mehr als 800 Krankenhäuser, 1600 Gesundheitszentren und 15.000 Mediziner.

Auf dem Land werden Patienten dagegen noch mit traditioneller Heilkunst behandelt.

Neben Tyhpus, Cholera und Malaria stellt auch ...

... AIDS eine zunehmende Gefahr dar.

Dafür hat Birma eine der niedrigsten Analphabeten-Quoten Asiens.

Grund dafür ist die Tradition buddhistischer Klosterschulen, von denen es viele gibt.

Neben der größten Volksgruppe der Birmanen gibt es sieben ethnische Minderheiten, die teilweise ...

... in eigenen Regionen unter sich leben.

Fast 90 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten. Jedoch ist der Buddhismus keine Staatsreligion.

Weitere Rollen spielen der Hinduismus, der Islam und das Christentum.

Birma ist ein kulturhistorisch bedeutendes, aber ...

... strukturell verarmtes und unterentwickeltes Land.

(Alle Bilder: Susanne Niedorf-Schipke für n-tv.de; Reuters / Text: Jochen Müter)

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