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Reise

Reise entlang des achten Längengrades: Das Klimahaus in Bremerhaven

 
Reise entlang des achten Längengrades: Das Klimahaus in Bremerhaven

Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, eröffnet im Juni 2009, sieht aus wie eine schwungvoll geformte große Schüssel ...

... oder ein großes Schlauchboot.

Es ist 125 Meter lang und fast 30 Meter hoch.

Der Innenraum des Klimahauses umfasst 160.400 Kubikmeter. Er ist von einer 10.000 Quadratmeter großen Glasfassadenkonstruktion umgeben.

Die vier Ausstellungsbereiche "Reise", "Elemente", "Perspektiven" und "Chancen" haben eine Gesamtfläche von 11.800 Quadratmetern.

In der Ausstellung begibt man sich auf eine Reise durch die Klimazonen entlang des achten Längengrades. Sie führt über mehrere Ebenen von einer Schweizer Alm über Kamerun, Samoa, die Antarktis nach Alaska ins Wattenmeer.

In der Schweiz geht es durch zerklüftete Felsformationen zu einem Gipfelkreuz ...

... sowie in eine vereiste Gletscherhöhle.

Auch Gerüche werden beigesteuert: Etwa Bergwiese, Kuh und Heu.

In der Reisestation Sardinien bewegt man sich zwischen überdimensionalen Insekten und Grashalmen. Eine scheinbar achtlos weggeworfene, verbeulte Getränkedose liegt in der Landschaft.

Weiter nach Afrika: Auch im Liegen können Besucher die Wärme der Sahelzone in Niger auf sich wirken lassen. Bei bis zu 38 Grad Celsius trockener Hitze ...

... erleben die Besucher die Weite der Wüste ...

... und den Alltag der Tuareg im Niger.

Auch warm, aber weniger trocken ist es im Regenwald Kameruns. Pflanzen an den Wänden, weicher Boden und fremdartige Geräusche im Dunkeln - so erleben die Besucher den inszenierten Regenwald bei Nacht. Man bahnt sich den Weg durchs feuchtwarme Dickicht und taucht in eine exotische Welt ein.

In einer Flusslandschaft Kameruns können die Besucher von einer Hängebrücke aus exotische Fische beobachten, die zum großen Teil in Kamerun gefangen wurden. Die nächste Generation wird dann von Tierpflegern des Klimahauses nachgezüchtet.

Weiter südlich und viel, viel kälter: Im tiefgekühlten Bereich der Antarktis bekommt der leichtbekleidete Besucher schon mal kalte Füße. Boden und Wände sind mit Eis bedeckt, die Temperatur liegt bei - 6°C. Aber man muss sich nicht extra warm anziehen: Schon bald geht es in die Wärme einer originalgetreu nachgebauten Polarstation.

Durch die "Atmosphäre" gelangen die Besucher von der Antarktis nach Samoa. Sphärische Klänge und funkelnde Sterne begleiten die Wanderung durch das Himmelsmodell.

Im Bereich der Südseeinsel Samoa trifft man u.a auf einen Urwald, ...

... eine landestypische Kirche und eine angedeutete Lagune an einer Riffkante. Dort herrschen Temperaturen von mehr als 30°C, warmer Sand und Palmen laden zum Pausieren ein. Über eine Treppe führt der Weg ...

... zu den Aquarien der exotischen Unterwasserwelt eines Saumriffs. Über 200 verschiedene Tierarten leben in den Aquarien und Terrarien.

Wieder zurück in unseren Breiten: Auf der Hallig Langeneß erleben Besucher die Gezeiten der Nordsee, das Zusammenrücken bei Sturmflut auf einer Hallig und was es bedeutet, mit "Land Unter" zu leben.

Der Bereich "Perspektiven" führt auf die Spur des Klimawandels von den natürlichen Schwankungen in der Erdgeschichte bis zum vom Menschen verursachten Klimawandel. Der "Quadroskop-Raum" bietet einen ungewöhnlichen Anblick: Über den Köpfen scheint sich die Projektion kugelförmig in einen endlosen Raum zu wölben. Daraus ergibt sich ein globaler Blick auf die Erde.

An "Forschertischen" kann man einen Einblick in den Alltag von Wissenschaftlern bekommen.

Der letzte Bereich der Ausstellung nennt sich "Chancen". Im Fahrsimulator etwa kann man eine benzinsparende und klimaschützende Fahrweise testen.

Einmal selber Wetterfee sein: Im Wetterstudio können Besucher einen eigenen Wetterbericht erstellen. Das Fernsehstudio ermöglicht eine wirklichkeitsnahe Moderation bestimmter Wettersituationen anhand aktueller Daten des Deutschen Wetterdienstes.

Am CO2-Terminal schließlich können Besucher ihre CO2-Bilanz errechnen und so sehen, wie Alltagsentscheidungen unser Klima beeinflussen. (Text: Andrea Beu/Klimahaus Bremerhaven)

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