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Reise

Schwindelgefühle für Touristen: Der "Skywalk" am Grand Canyon

 
Am Grand Canyon ist im März 2007 der so genannte "Skywalk" eröffnet worden.

Am Grand Canyon ist im März 2007 der so genannte "Skywalk" eröffnet worden.

Er soll eine neue Touristenattraktion im US-Staat Arizona werden.

Die hufeisenförmige Glasbrücke ist rund 1200 Meter über der Schlucht befestigt und ragt knapp 25 Meter weit über deren Rand hinaus.

Touristen aus aller Welt sollen durch die atemberaubende Aussicht angelockt werden.

Der "Skywalk" kostete 40 Millionen Dollar und wurde mit der Zustimmung des am Grand Canyon ansässigen Stammes der Hualapai-Indianer in Privatinitiative gebaut.

Die Konstruktion muss starken Winden, möglichen Erdbeben und natürlich dem Gewicht der Besucher standhalten.

Firmen aus Berlin und Köln lieferten das Spezialglas für den Boden und die gebogene Brüstung.

Mitglieder des Indianerstamms betreiben die Plattform zusammen mit einem Unternehmer aus Las Vegas.

Der "Skywalk" wurde in einer festlichen Zeremonie eingeweiht.

Erster auf der Plattform war der zweite Mann auf dem Mond, Buzz Aldrin. Die indianischen Betreiber hatten den früheren Astronauten eigens dafür eingeladen.

Der Grand Canyon ist eine steile, rund 450 Kilometer lange Schlucht.

Etwa 350 Kilometer davon liegen innerhalb des Grand-Canyon-Nationalpark.

Über Millionen von Jahren hat sich der Fluss Colorado ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben und dabei ältere Sedimente freigelegt.

Gleichzeitig hat sich der Rest der Ebene ungleichmäßig erhoben.

Der Grand Canyon ist zwischen sechs und 30 Kilometer breit und bis zu 1.800 Meter tief.

Bei einer Wanderung vom Rand des Tals bis an den Fluss durchschreitet man fünf Klimazonen.

1908 wurde das Gebiet um den Grand Canyon durch US-Präsident Theodore Roosevelt zum National Monument erklärt.

1919 wurde er als Nationalpark unter Schutz gestellt. Auf dem Foto sieht man einen Aussichtsturm aus dem Jahr 1932.

Die Einrichtung des Nationalparks gilt als früher Erfolg des Umweltschutzes.

Seit 1979 steht der Grand Canyon auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes.

Er wird jedes Jahr von rund fünf Millionen Menschen besucht.

Während man für Übernachtungen innerhalb des Grand Canyon eine Erlaubnis beantragen muss, sind Tagestouren ohne weiteres möglich.

Vom 28. März 2007 an wird der gläserne Balkon gegen eine Gebühr von 25 Dollar auch für die Öffentlichkeit begehbar sein.

Die Hualapai-Indianer rechnen mit 60.000 Besuchern noch in diesem Jahr.

Sie hoffen durch die neue Einnahmequelle im ansonsten kargen Land einen Weg aus der Armut zu finden. Das Foto aus dem Jahre 1943 zeigt einen Hualapai-Indianer.

Einige Stammesangehörige beklagen indes die Entweihung ihrer Erde.

Auch Umweltschützer kritisieren den Bau am Rande des Naturwunders, da er die Landschaft verschandele.

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