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Freitag, 20. Oktober 2017

Mehr als Moor: Emsland: Unterwegs in der deutsch-niederländischen Grenzregion

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Das Emsland bezaubert durch mysteriöse Moorlandschaften, Pflanzenvielfalt, scheinbar endlose Radwege und viele Wandermöglichkeiten. Reisefotograf Holger Leue nimmt Sie mit auf eine Reise in diese Region. (Foto: Holger Leue)

Das Emsland bezaubert durch mysteriöse Moorlandschaften, Pflanzenvielfalt, scheinbar endlose Radwege und viele Wandermöglichkeiten. Reisefotograf Holger Leue nimmt Sie mit auf eine Reise in diese Region.

Das Emsland bezaubert durch mysteriöse Moorlandschaften, Pflanzenvielfalt, scheinbar endlose Radwege und viele Wandermöglichkeiten. Reisefotograf Holger Leue nimmt Sie mit auf eine Reise in diese Region.

Das Moor ist ein ganz besonderer Lebensraum: eine ökologische, geheimnisvolle Übergangszone zwischen festem Land und Wasser. Sie ist stark gefährdet. Seltene Pflanzen - beispielsweise Schnabelried, Pfeifengras und Glockenheide - haben im Moor ihr Zuhause.

Im deutsch-niederländischen Naturpark Moor erhalten Urlauber das ganze Jahr über Einblicke in diesen exotischen Lebensraum.

Auf den Wasserflächen des Bargerveen finden Wildgänse und Schwäne Rückzugsbereiche, die umliegenden Flächen eignen sich zur Nahrungssuche. Auch Blaukehlchen, Neuntöter und Rotmilan haben hier ihr Zuhause. Vor allem im Frühjahr und Herbst rasten zigtausend Durchzügler im Bargerveen.

Die Pflanzen im Moor, vor allem die Torfmoose, sind ein riesiger Wasserspeicher.

Von 500.000 auf 30.000 Hektar schrumpfte nach WWF-Angaben die Moorfläche in Deutschland. Heute werden die letzten Moorbereiche als natürliche Wasserspeicher und Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten bewahrt und renaturiert.

Naturpark-Ranger Erik erklärt Gästen, wie sich das Moor langsam wieder entwickelt.

Eine ideale Ausgangsbasis für Ausflüge ins Moor bietet der familiengeführte Gasthof Robben in Twist-Hebelermeer.

Ganz schön pfiffig und auch selten: Die Hüvener Mühle kann - je nach Bedarf - mit Wind- und Wasserkraft betrieben werden.

Nicht zu Unrecht gilt diese außergewöhnliche Mühle als ein Wahrzeichen der Region.

Kurios: Haren an der Ems liegt nicht am Meer und ist doch Deutschlands drittgrößter Reedereistandort.

Vom Wohnmobil aus sind es im Emsland oft nur ein paar Schritte bis zum Ufer von Ems und Hase oder dem Dortmund-Ems-Kanal.

Im Restaurant Zur Ems in Haren sind stets 50 Flaschen mit Cognac-Raritäten offen. Für ein Glas 100-jährigen Cognac zahlt der Gast hier (nur) 20 Euro.

Wenn Gastgeber und Connoisseur Hermann Held Zeit hat, dürfen Gäste manchmal einen Blick auf die Cognac-Sammlung werfen.

Die Weinkarte - besser gesagt das Weinbuch - im Restaurant Zur Ems umfasst 1000 verschiedene Weine.

Auch das Radfahren ist im Emsland ein Genuss. Mehr als 3600 Kilometer Radwege führen entlang an Flüssen, kleine Ortschaften und durchs Moor.

Die Radwege verlaufen auch grenzüberschreitend, so wie hier im Naturschutzgebiet Bargerveen an der deutsch-niederländischen Grenze.

Dank der kleinen Fähre im niederländischen Klazienaveen ziehen sich Radfahrer von einem Ufer ans andere, ohne nasse Füße zu bekommen.

Die Touristiker locken augenzwinkernd Radfahrer mit dem Slogan "Urlaub mit Flachland-Garantie" ins Emsland.

Das Koffer-Taxi transportiert das Gepäck der Radtouristen von einer Unterkunft zur nächsten. Die Urlauber können so völlig unbeschwert radeln.

Auch Vierbeiner sind in vielen Gasthöfen willkommen.

An vielen Orten locken Cafes zur Rast, wie hier im ehemaligen Pfarrhaus am Bargerveen.

Die Weite und Stille der Landschaft, die Nähe zur Natur, die kleinen Entdeckungen am Wegesrand - das begeistert vor allem Wanderer im Naturpark Moor.

Wanderungen durch die Moorlandschaft sind meditativ: Außer dem Säuseln des Winds und den Geräuschen der Tiere - Frösche und Vögel - ist nichts zu hören.

"Dallas von Deutschland" wird die Ortschaft Twist im Emsland genannt. Hier wird das meiste Öl auf dem deutschen Festland gefördert.

Jährlich werden im Emsland rund 230.000 Tonnen Öl gefördert. Der Schmierstoff für Wirtschaft und Autos wird mit 100 Bar Druck aus dem Boden gepumpt.

Im Emsland sprudelt nicht nur Öl, es wird auch noch Torf abgebaut. Links und rechts davon wird schon wieder renaturiert.

Der Substrathersteller Klasmann-Deilmann forscht, wie die Renaturierung des Moors beschleunigt werden kann.

Der weltweit größte Dampfpflug "Mammut" grub die Moorlandschaft zwei Meter tief auf und vermischte so das Moor mit dem darunterliegenden Sand. Hier konnte dann Buchweizen angepflanzt werden. Im "Emsland Moormuseum" in Geeste ist die Maschine zu bestaunen.

Im Museums-Café werden Buchweizen-Pfannkuchen sowie Bratwürste vom Bunten Bentheimer Schwein serviert.

Zum Moormuseum gehört auch der Siedlerhof. Schulklassen können hier im Rahmen von "Siedlertagen" erleben, wie Bauern vor 100 Jahren gelebt haben.

Hier werden auch Bentheimer Landschafe gezüchtet, die kurz vor dem Aussterben waren.

Die Bentheimer Landschafe gelten auch als regionale Spezialität und landen auf den Tellern der Gäste im Landgasthof Backers in Twist. "Bewahren durch essen" lautet das Motto.

Auch Golffans kommen im Emsland auf ihre Kosten und können im Golfpark Gut Düneburg eine Runde spielen.

Der Wasserlauf nahe dem Alten Versener Wehr bei Meppen lädt zum Entspannen ein.

Ganz in der Nähe liegt das Naturschutzgebiet "Borkener Paradies" mit prachtvollem Eichenbestand.

Viele Hünengräber in Europa, die übrigens älter sind als die Pyramiden in Ägypten, liegen im Emsland.

Am Versener Heidesee sorgen umweltfreundliche Mähmaschinen dafür, dass in der Moor- und Heidelandschaft keine Birken wachsen.

Ein Traum: Reiten in endloser Weite. Im Emsland, einem der größten Landkreise Deutschlands, ist das kein Problem.

Grenzenlose Weite ist ein Markenzeichen der Urlaubsregion Emsland.

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