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Reise

Da bleibt niemand sauber: Inder feiern "Fest der Farben"

 
Da bleibt niemand sauber: Inder feiern "Fest der Farben"

Wer zu Frühlingsbeginn durch indische Städte geht, ...

... kann ganz plötzlich in Farbwolken hineingeraten, ...

... denn dort wird das Fest Holi begangen.

Holi ist eines von vielen indischen Frühlingsfesten.

Es wird von Hindus, Buddhisten und Sikhs gefeiert.

Es ist aber das populärste und farbenprächtigste Frühlingsfest, ...

... weswegen es auch "Fest der Farben" genannt wird.

Die Regeln sind einfach: Jeder darf jeden mit buntem Pulver bewerfen.

Das heißt: Auch ausländische Touristen bleiben nicht verschont.

Man sollte also wissen, was einen dort erwartet, nicht unbedingt sein bestes Hemd tragen ...

... und möglichst Spaß daran haben.

Das Fest bietet schließlich auch die Möglichkeit, ...

... das Kind in sich rauszulassen.

Holi beginnt am Vollmondtag des Monats "Phalguna". Im Jahr 2010 war das der 1. März.

Das "Fest der Farben" dauert mindestens zwei, ...

... in einigen Gegenden aber auch bis zu zehn oder sogar sechzehn Tage.

Es wird hauptsächlich im Norden Indiens begangen, ...

... aber auch in Teilen Nepals, Sri Lankas und Pakistans und in anderen Ländern mit großem indischem Bevölkerungsanteil (wie etwa Südafrika).

Für kurze Zeit verwischen dann Unterschiede zwischen Kasten, Geschlechtern und Altersgruppen, ...

... denn es erwischt jeden, der sich in die Öffentlichkeit begibt.

Die Stimmung ist sehr ausgelassen ...

... und man besprengt und bestreut sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser und gefärbtem Puder, dem "Gulal", ...

... welches man hinterher irgendwie wieder herunterbekommen muss.

Daher ziehen sich die Menschen während des Festes eher alte Kleidung an, um die es nicht schade ist.

Hinter all dem Spaß hat das Fest aber ...

... eine religiöse Bedeutung.

Die Farben werden vor dem Verteilen auf dem Altar geweiht.

Am ersten Festtag wird in der Nacht ein Feuer entzündet und darin eine Figur aus Stroh, die so genannte Holika, verbrannt. Danach feiern die Menschen als Erinnerung an die Vernichtung der Dämonin das Fest Holi.

Das Festival feiert also auch den Sieg des Guten über das Böse.

Es markiert zudem den Frühlingsbeginn, also den Sieg des Frühlings über den Winter.

Das Fest wird auch zum Anlass genommen, alte Streitigkeiten zu begraben ...

... und sich zu versöhnen.

Nicht die schlechteste Art, in den Frühling zu gehen. (Andrea Beu)

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