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Kalte Pracht: Jedes Jahr im Winter, ab Anfang Januar, findet in Harbin ...
... im Nordosten Chinas in der Mandschurei, nahe der Grenze zu Russland, ...
... das internationale Eis- und Schnee-Festival statt.
In diesem Jahr wird das Festival schon zum 28. Mal veranstaltet. Offizieller Beginn war am 5. Januar.
Der Park mit den Eisskulpturen konnte aber schon einige Tage vorher besucht werden.
Die Veranstalter wollen durch die Verlängerung der Besuchszeit ihre Einnahmen erhöhen. Der Aufwand ...
... beim Bau der Skulpturen ist allerdings auch gigantisch: ...
... Eis-Bildhauer verwendeten in den vergangenen Wochen mehr als 200.000 Kubikmeter Eis ...
... und Schnee und fertigten daraus die über 2000 Kunstwerke.
Die zum Teil sehr filigranen, aber auch gigantisch großen Eis- ...
... und Schneeskulpturen werden an verschiedenen Orten in Harbin ausgestellt: ...
... auf 24 Marktplätzen, an 48 Straßen, an 78 anderen Orten in der Stadt sowie in verschiedenen Themenparks.
Das Rennen um die besten Schneeskulpturen findet im Landschaftspark Sun Island statt, ...
... die Eisskulpturen-Wettbewerbe m Zhaolin-Park.
Zu den größten Skulpturen in Harbin gehören die Nachbauten berühmter Baudenkmale.
Die kalten Kunstwerke sind zum Teil mehrere Meter hoch.
Die Eis-Bauten werden nachts von innen mehrfarbig beleuchtet.
Das kann man kitschig finden oder auch zauberhaft, je nach Geschmack.
Die Mehrheit findet es wohl zauberhaft, denn die meisten Besucher kommen, wenn es dunkel ist.
Tagsüber ist es dagegen eher leer.
Das "Internationale Eis- und Schneeskulpturenfestival" in Harbin, wie es offiziell heißt ...
... hat sich mittlerweile zu einer echten Touristenattraktion entwickelt.
Es gehört zu den vier größten Eis- und Schneefestivals der Welt …
… neben dem Schneefestival in Sapporo (Japan, im Bild), dem Skifestival in Oslo (Norwegen) und der Winter-Sonnenwendfeier in Québec (Kanada).
Viele Besucher aus China, vor allem aus dem warmen Süden des Landes, aber auch immer mehr ausländische Touristen reisen an ...
... und bewundern die Skulpturen von Künstlern aus der ganzen Welt.
In diesem Jahr werden insgesamt 1,3 Millionen Besucher erwartet.
Das Festival in Harbin wurde zum ersten Mal im Jahr 1963 veranstaltet, zur Zeit der Kulturrevolution für einige Jahre ausgesetzt und 1985 wieder begonnen.
Harbin ist die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang im Nordosten Chinas. Die Winter dort sind sehr kalt.
Nachts kann die Temperatur auf bis zu minus 40 Grad Celsius fallen.
Das Klima bringt also sehr gute Voraussetzungen für ein Schnee- und Eis-Festival mit.
Neben dem Skulpturen-Wettbewerb gibt es auch …
... eine internationale Schnee-Hochzeitszeremonie, ...
... bei der sich diesmal 18 Paare aus Nigeria, Russland und China ...
... gleichzeitig das Ja-Wort gaben.
Zudem werden ein Schnee-Karneval, ein Schneefilmfestival, …
… ein Winter-Schwimmwettbewerb im Fluß Songhua, …
… Eishockeywettbewerbe der Asian League und vieles andere mehr veranstaltet und geboten.
Es gibt sogar Eis-Bars, ...
... Eis-Cafes ...
... und Eis-Restaurants, ...
... in denen allerdings warme Speisen und Getränke gereicht werden.
Das Festival begann offiziell am 5. Januar ...
... natürlich mit einem großen Feuerwerk.
Es dauert in der Regel bis Ende Februar.
Wenn die Temperaturen tief genug sind, ...
... bleiben die kalten Kunstwerke aber auch noch länger stehen.
Wer das Harbiner Festival besuchen will, muss sich also sehr warm anziehen, ...
... bekommt dafür aber auch Spektakuläres geboten.
Beim diesjährigen Schneeskulpturen-Wettbewerb, an dem mehr als 50 Teams aus aller Welt teilnahmen, ...
... belegte übrigens das Team der Universität Marburg (das einzige Team aus Deutschland) den ersten Platz.
Die vier Zahnmedizinstudenten der Philipps-Universität Marburg gewannen mit der Skulptur "Baby am Mischpult". (Text: Andrea Beu)
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