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Rückblick auf die Endspiele seit 1993: 20 Jahre Champions League

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Zum 20. Mal spielen zwei Teams im Finale der Champions League um diesen Pokal. 19 Sieger stehen schon in den Annalen, der 20. Titelträger kommt aus Deutschland. Doch wer hat den Pokal in all den Jahren noch gleich nach Hause geholt? Und wann? (Foto: picture-alliance/ dpa)

Zum 20. Mal spielen zwei Teams im Finale der Champions League um diesen Pokal. 19 Sieger stehen schon in den Annalen, der 20. Titelträger kommt aus Deutschland. Doch wer hat den Pokal in all den Jahren noch gleich nach Hause geholt? Und wann?

Zum 20. Mal spielen zwei Teams im Finale der Champions League um diesen Pokal. 19 Sieger stehen schon in den Annalen, der 20. Titelträger kommt aus Deutschland. Doch wer hat den Pokal in all den Jahren noch gleich nach Hause geholt? Und wann?

Didi Hamann (l.) ist der letzte Deutsche vor dem Finale 2013, der den Pokal gewinnt - 2005 mit dem FC Liverpool. Zur ersten Siegermannschaft gehört ebenfalls ein Profi aus Deutschland:

Rudi Völler gewinnt die erstmals ausgetragene Champions League 1993.

Dank eines 1:0-Sieges über den AC Mailand gewinnt "Ruuuuudi" mit Olympique Marseille die Trophäe. Hier jubelt er mit Teamkollege Basile Boli, der das Tor geschossen hatte. Zwei Jahre spielt der deutsche Stürmer für die Südfranzosen. 1994 wechselt er zurück in die Bundesliga, zu Bayer Leverkusen.

Der Franzose in den Reihen des Finalgegners AC Mailand kann es nicht glauben: Jean-Pierre Papin am Boden.

Der Jubel ist grenzenlos. Die am oberen Rand erkennbare Tartanbahn befindet sich übrigens im Münchener Olympiastadion, dem Austragungsort des ersten Champions-League-Finales.

Ein Jahr später kämpft sich der AC Mailand erneut ins Finale vor. Gegner ist der FC Barcelona. Hier kämpfen Dejan Savicevic (l.) und Barcelonas Alberto Ferrer um den Ball.

Diesmal siegt der AC Mailand - mit einem beeindruckendem 4:0, bis heute der höchste Sieg in einem Champions-League-Finale. Zweimal Massaro, Savicevic und Desailly sind die Torschützen.

Diese Balletteinlage des Torhüters Edwin van der Saar (l.) spielt sich im Finale von 1995 ab.

Der AC Mailand steht schon wieder im Endspiel - diesmal heißt der Gegner Ajax Amsterdam. Hier jubeln schon Edgar Davids, Frank Rijkaard und Clarence Seedorf für die Niederländer.

Denn die junge, mit zig Supertalenten bestückte Truppe aus Amsterdam gewinnt gegen die Norditaliener mit 1:0. Das Tor schießt Patrick Kluivert in der 84. Minute. Mailands Stern sinkt, der von Ajax steigt auf - und wie.

1996 freuen sich die Ajax-Fans über den erneuten Finaleinzug ihres Teams.

Gegner ist Juventus Turin, dessen französischer Star und späterer Weltmeister Didier Deschamps hier an Frank de Boer vorbeizieht.

Ravanelli und Litmanen treffen, 1:1 steht es nach 90 Minuten. Die Italiener gewinnen im Elfmeterschießen mit 4:2. Gianluca Vialli reckt den Pokal in den Himmel.

Ein Jahr später erfreut dieser Mann Fußballdeutschland.

Karl-Heinz Riedle macht für Borussia Dortmund im Finale gegen Juventus Turin zwei Tore. Das dritte steuert Lars Ricken bei. Del Piero trifft für Juve, Endstand: 3:1 für die Westfalen.

Der Sieg verschafft auch einem gewissen Andreas Möller die Möglichkeit, den Pokal in den Nachthimmel von München zu stemmen.

Auch Jürgen Kohler, der von Juve zu den Westfalen gewechselt war, jubelt ekstatisch.

Und Trainer Ottmar Hitzfeld wird auf Händen getragen. Später wechselt er zu Bayern München und zieht wieder ins Finale ein, aber dazu später mehr.

Nach dem ersten Champions-League-Sieg der Borussen gewinnt eine Mannschaft, die zuvor den Pokal der Landesmeister schon sechs Mal gewonnen hatte. Hier jubelt der junge Raúl für Real, das sich im Finale gegen ...

... genau, Juventus Turin mitsamt Alessandro Del Piero durchsetzt.

Mit 1:0 siegen die Königlichen in Amsterdam. Torschütze: Pedrag Mijatovic. Im Jahr darauf steht erstmals seit sechs Jahren keine italienische Mannschaft im Finale. Bayern München trifft unter Trainer Ottmar Hitzfeld auf Manchester United...

... und aus deutscher Sicht beginnt das Spiel gut: Mario Basler trifft in der 6. Minute zum 1:0.

Dann kann man bis zur heißen Schlussphase packende Zweikämpfe wie diesen zwischen David Beckham (l.) und Stefan Effenberg bewundern.

Dass Manchester das Spiel in letzter Sekunde mit zwei Toren dreht, macht das Spiel zu einem Drama - mit traumatischer Wirkung für die Bayern.

Ein Jahr später gewinnt mal wieder Real Madrid.

Im Duell gegen den FC Valencia siegen die Madrilenen klar mit 3:0. Morientes, McManaman und Raúl treffen.

Erstmals kommen beide Finalisten aus dem gleichen Land. Die Valencianer haben damals eine starke Truppe, die im folgenden Jahr erneut das Finale erreicht. Dort treffen sie allerdings auf ...

... Bayern München, das nach dem Trauma von 1999 endlich den Titel will. Da gehen Bixente Lizarazu und Patrick Andersson auch schon mal gemeinsam in ein Kopfballduell, zum Beispiel gegen John Carew.

Doch nach 120 Minuten mit Toren von Mendieta und Effenberg steht es 1:1 - Elfmeterschießen.

Das der FC Bayern gewinnt und Olli Kahn zu einem Jubelsturm verleitet, ...

... dem sich die restliche Mannschaft selbstredend anschließt.

Und wieder Real Madrid. 2002 gewinnen die Weißen den dritten Champions-League-Titel in fünf Jahren.

Dank eines Traumtores von Zinedine Zidane siegt Real mit 2:1 gegen Bayer Leverkusen. Raúl hatte Real in Führung gebracht, Lúcio konnte ausgleichen.

Trainer Toppmöller, Torwart Butt und Spieler Ramelow machen zuvor auch nicht gerade den optimistischsten Eindruck. Für Bayer gibt es in jenem Jahr auch zweite Plätze in der Meisterschaft und dem DFB-Pokal.

Im Jahr darauf gibt es dann wieder ein rein nationales Finale. Der AC Mailand und Juventus Turin stehen sich in Old Trafford in Manchester gegenüber.

Die Abonnement-Finalisten der ersten sechs Champions-League-Jahre verzücken die Zuschauer mit einem typisch italienischen Ergebnis - nach der Verlängerung steht es noch immer 0:0. Im Elfmeterschießen ...

... setzen sich die Rot-Schwarzen aus Mailand durch - allzuviele Tore fallen auch da nicht. Am Ende steht es 3:2.

Dann betritt dieser sympathische junge Mann die Champions-League-Bühne. Der bis dahin unbekannte Trainer José Mourinho führt 2004 den FC Porto ins Finale.

Im umkämpften Spiel gegen den AS Monaco in der Arena auf Schalke ...

... siegen die Portugiesen mit 3:0 und führen anschließend den Pokal wieder seiner eigentlichen Bestimmung als Behälter für Flüssigkeiten zu - darunter der spätere Superstar Deco (r.), der zum 2:0 getroffen hatte.

Dann kommt es in Istanbul zum spektakulärsten Finale der letzten 20 Jahre. Der FC Liverpool spielt gegen eine Mannschaft, die bereits zum fünften Mal seit Einführung der Champions League im Endspiel steht - AC Mailand.

Und die bestreiten das Spiel mit all ihrer Final-Routine zunächst höchst überlegen und führen zur Pause 3:0 durch Tore von Maldini und zweimal Crespo. Für Liverpool scheint die Sache gelaufen zu sein. Wohlgemerkt: scheint.

Denn dank einer unfassbaren Aufholjagd, die auch dem zur Pause eingewechselten Deutschen Didi Hamann zu verdanken ist, gleichen die Liverpooler aus - nach 90 Minuten steht es 3:3. Gerrard, Smicer und Xabi Alonso treffen für die Reds.

Im anschließenden Elfmeterschießen setzt sich der Traditionsklub aus Nordengland durch. Den Pokal der Landesmeister hatte Liverpool zuletzt 1984 gewonnen.

Paris ist 2006 Austragungsort des Finales. Mit dabei ist wieder eine Mannschaft aus England. Der FC Arsenal, mit Jens Lehmann im Tor, trifft auf den FC Barcelona.

Lehmann ist der Mann des Spiels - leider nicht im positiven Sinne. Durch dieses Foul in der 17. Minute an Samuel Eto'o fliegt der Deutsche vom Platz.

Ronaldinho und Co sichern sich damit den Pokal. 2:1 gewinnen die Katalanen gegen die Londoner. Eto'o und Belletti treffen für Barcelona, nachdem Sol Campbell Arsenal trotz Unterzahl in Führung gebracht hatte.

Dann die Neuauflage des Wahnsinns-Finals von 2005. Liverpool trifft in Athen erneut auf den AC Mailand.

Diesmal machen die in Weiß auflaufenden Rosso-Neri ihre Sache besser.

Sie siegen mit 2:1 und gewinnen damit zum dritten Mal seit 1994 die begehrte Trophäe. Die Tore für die Italiener schießt beide Filippo Inzhagi, Kuyt trifft für Liverpool.

Michael Ballack will 2008 seine Karriere mit dem wichtigsten Titel des europäischen Vereinsfußballs krönen - in diesem Jahr steht er mit dem FC Chelsea im Finale gegen Manchester United. Das dritte rein nationale Endspiel.

Nach der Führung durch Cristiano Ronaldo gleicht Frank Lampard zum 1:1-Endstand aus. Elfmeterschießen.

Michael Ballack versenkt seinen Elfer, nicht aber der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft. John Terrys Ball trifft nur den Pfosten.

Sieg! Manchester Uniteds Wayne Rooney im Triumph.

2009 sieht es schon wieder ganz anders aus. Wieder erreicht ManU das Finale, doch diesmal gibt es nichts zu lachen.

Dem FC Barcelona haben die Engländer wenig entgegenzusetzen - auch wenn Altstar Edwin van der Saar hier einmal schneller als Torjäger Samuel Eto'o ist.

2:0 siegen die Katalanen durch Tore von Messi und Eto'o und holen ihren zweiten Titel in der Champions League.

Im Jahr darauf ist für die Katalanen im Halbfinale Schluss - dort scheiden sie gegen Inter Mailand aus, das im Finale gegen Bayern München siegt. Es war das erste Endspiel seit sechs Jahren ohne englische Beteiligung.

Verantwortlich ist wieder einmal dieser Herr: Mourinho lacht ausnahmsweise sogar mal.

Die Bayern sind weniger zufrieden. Miro Klose und Trainer Luis van Gaal nach der bitteren 0:2-Niederlage von Madrid.

Robben ist tief enttäuscht.

Er zerstörte die Münchener Träume. Dank der beiden Tore von Diego Milito steht Inter an die Spitze Fußball-Europas.

Doch der FC Barcelona bleibt das Maß aller Dinge. 2011 darf Trainer Guardiola den Pott wieder küssen.

Auch die Mannschaft freut sich über den 2:0-Sieg gegen die Engländer. Außerdem gibt's eine spanische Meisterschaft zu feiern. Ein gutes Jahr für die Katalanen.

Für Manchester ist es weniger erfreulich. Wayne Rooney darf den Pokal nicht anfassen.

Dieser Ball wird nur den Pfosten treffen und zertrümmert damit die Hoffnungen der Münchener Bayern auf einen Champions-League-Sieg im "Finale dahoam" - 2012 in München. Bastian Schweinsteiger verschießt gegen Chelsea-Keeper Petr Cech.

Und muss den heiß ersehnten Pokal rechts liegen lassen. Dass ihm Bundespräsident die Hand entgegenstreckt, übersieht er - und löst damit Diskussionen aus. Gauck beendet diese, indem er größtes Verstädnis für die Enttäuschung des Bayern-Spielmachers äußert.

Erstmals gewinnt der FC Chelsea nach eigentlich schwacher Leistung gegen überlegene Bayern die Trophäe. Drogba hatte in der 88. Minute Müllers Führung ausgeglichen.

David Cameron freut sich, Angela Merkel erstarrt. Ob Obama gähnt oder jubelt, ist nicht überliefert. Für das Finale Dortmund gegen Bayern verschrieb sich die Kanzlerin Neutralität. Bilder vom Finale 2013 gibt's . hier (vpe/rts)

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