Bilderserie

Rekord bei Weihnachtssingen: 28.500 Union-Fans trällern Weihnachtslieder

Bild 1 von 12
Gänsehaut-Atmosphäre im Stadion: Das traditionelle Weihnachtssingen des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin hat am Vorweihnachtsabend mit 28.500 Fans eine Rekordbeteiligung. (Foto: REUTERS)

Gänsehaut-Atmosphäre im Stadion: Das traditionelle Weihnachtssingen des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin hat am Vorweihnachtsabend mit 28.500 Fans eine Rekordbeteiligung.

Gänsehaut-Atmosphäre im Stadion: Das traditionelle Weihnachtssingen des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin hat am Vorweihnachtsabend mit 28.500 Fans eine Rekordbeteiligung.

Bei der 13. Auflage der besinnlichen Stunden im Schein Tausender Kerzen wird zudem der 150.000. Sänger im Stadion an der Alten Försterei begrüßt.

Traditionell liest der frühere Köpenicker Pfarrer und Union-Mitglied Peter Müller aus der Weihnachtsgeschichte und Pressesprecher Christian Arbeit spielt auf der Trompete im Bläsertrio mit seinen Eltern. Und für den guten Ton sorgt bei milder Witterung der Chor des Emmy-Noether-Gymnasiums.

Der inzwischen berühmteste Weihnachtschor Deutschlands wurde 2003 durch 89 Anhänger vom Club "Alt-Unioner" begründet. Sie trafen sich an der Mittellinie des Stadions, um nach verkorkster Hinrunde zu nächtlicher Stunde Kraft im gemeinsamen Gesang zu finden.

Zum zweiten Mal mussten in diesem Jahr die Tickets verkauft werden, weil die Alte Försterei in den Jahren zuvor bei kostenfreiem Eintritt an die Kapazitätsgrenzen gestoßen war. Bereits seit acht Wochen ist die Veranstaltung ausverkauft.

Begrüßt werden im Köpenicker Stadion auch viele Flüchtlinge, unter anderem aus Syrien und dem Iran sowie Gäste aus Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Österreich, der Schweiz und Frankreich.

Zum emotionalen Jahresausklang sind auch Fans rivalisierender Vereine gern gesehen. So reihen sich mehrere Herthaner mit blau-weißen Schals in die rot-weiße Sänger-Runde ein.

Seit Jahren sorgen die Fans des 1. FC Union deutschlandweit mit spektakulären Aktionen für Aufsehen. In Krisenzeiten spendeten sie Blut zugunsten ihres Vereins. Tausende kauften Stadion-Aktien und sind Miteigentürmer der Traditionsstätte, die 2300 Unioner vor sieben Jahren unentgeltlich selbst sanierten.

Im WM-Sommer 2014 hatte die Aktion "WM-Wohnzimmer" Schlagzeilen produziert: Fans schauten dabei in der Alten Försterei auf eigenen mitgebrachten Sofas die WM-Spiele auf einer Riesenleinwand an.

Längst hat der auch über die Grenzen des Landes zur Kenntnis genommene Sängerchor bei anderen Vereinen Nachahmer gefunden.

Zur Premiere im Kölner RheinEnergie-Stadion kamen am Sonntag auf Anhieb 32.000 Weihnachtssänger, in Aachen (Foto) war die Resonanz mit 18.000 Teilnehmern beim dritten Stadion-Singen fast ebenso beeindruckend.

Am 21. Dezember sangen die Dresdner erstmals zur Weihnacht mit dem berühmten Kreuzchor, in München treffen sich die 1860-Fans seit 2013 am dritten Advent an der Grünwalder Straße und huldigen "Knecht Ruprecht".

weitere Bilderserien