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Die Bundesliga in Wort und Witz: Alaba an Ribéry: "Schau ned so bleed"

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Es ging nicht nur um Fußball am 11. Spieltag der Bundesliga. (Foto: dapd)

Es ging nicht nur um Fußball am 11. Spieltag der Bundesliga.

Es ging nicht nur um Fußball am 11. Spieltag der Bundesliga.

Es ging auch um den Austausch von Eitelkeiten. Beispiel? "Dass Theo Zwanziger kein guter Präsident war, wusste ich schon lange. Dieses Buch wird ihn nach seinem mehr als peinlichen Rücktritt in die Isolation treiben."

So kommentierte Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß die Tatsache, dass der Autor Zwanziger ihn einen Macho nennt.

Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer, einst unter Zwanziger segensreich für den DFB tätig, stellte klar: "Ich habe es noch nicht gelesen. Und seien sie sich sicher: Ich werde ich es auch nicht lesen." Im Zweifel reicht auch die Lektüre der "Bild"-Zeitung, um die am wenigstens irrelevanten Passagen des offenbar komplett irrelevanten Buches zur Kenntnis zu nehmen.

Einen Scherz auf Kosten von Hoeneß erlaubte sich Arjen Robben, der einen anderen Erzfeind seines Präsidenten ins Spiel brachte.

Auf die Frage, ob er Bayern-Präsident Uli Hoeneß für das Länderspiel der DFB-Auswahl gegen Oranje am Mittwoch in Amsterdam schon ein Ticket besorgt habe, augenzwinkerte er: "Wenn er ein Ticket braucht, muss er Louis van Gaal anrufen."

Womit wir bei den Bayern-Torschützen beim 2:0-Sieg über Frankfurt wären, David Alaba und Franck Ribery. "Schau ned so bleed", blaffte Alaba den Franzosen an, nachdem er diesen in einem TV-Doppel-Interview gelobt und damit für Verwunderung gesorgt hatte.

Auch Armin Veh lobte in München jemanden, Bayern-Coach Jupp Heynckes - unter dem er als Spieler von Mönchengladbach mal selbst gekickt hatte: "Jupp Heynckes war der einzige gute Trainer, den ich hatte."

Heynckes ist sogar so ein guter Trainer, dass seine Bayern die Liga weiter mit sieben Punkten Vorsprung anführen. Kein Grund, schon Glückwünsche entgegenzunehmen, findet Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge: "Wir tun gut daran, dass wir ruhig und geerdet bleiben. Gefeiert wird nicht. Gefeiert wird frühestens im Mai."

Auf Schalke sorgte am 11. Spieltag nicht nur die Hosenmode von Bremens Aaron Hunt für Aufregung.

Mediale Schnappatmung verursachte auch die Frage, ob Werders Sportdirektor Klaus Allofs Werders Sportdirektor bleibt. Allofs fiel dazu schnippisch ein: "Das Dumme an Prognosen ist immer, dass sie sich auf die Zukunft beziehen."

Bremens Österreicher Marko Arnautovic wunderte sich derweil, dass Schalkes Jermaine Jones spektakulär abgehoben war, obwohl ihn sein Bremer Gegenspieler gar nicht berührt hatte. Erklärungsversuch: "Vielleicht hab ich Cortison in meinem Körper und spüre nix."

Auch Schalkes Nationalverteidiger Benedikt Höwedes spürt nach der x-ten englischen Woche in Serie nicht mehr so viel und bekannte: "Wir sind heute über ganz viele tote Punkte gegangen."

Teamkollege Roman Neustädter steht wie Höwedes im DFB-Kader für das Testspiel gegen die Niederlande, das aber anders als Höwedes zum ersten Mal - weshalb er "Schweißausbrüchen bekommen" habe, er davon erfuhr.

Beim 2:1-Sieg gegen Bremen glückte ihm derart beflügelt prompt das Tor zum 1:1, bereits sein dritter Saisontreffer - was Schalke-Manager Horst Heldt befremdlich wird: "Wenn er jetzt noch anfängt Tore zu schießen, wird es langsam unheimlich."

In Düsseldorf nahm Fortuna-Coach Norbert Meier aus dem 1:1 gegen 1899 Hoffenheim einen Punkt mit und eine Erkenntnis: "Das Auftreten der Mannschaft macht Hoffnung, dass wir uns nicht nur als Schlachtvieh der Bundesliga sehen müssen."

Hoffenheim-Keeper Tim Wiese trug mit seinem folgenschweren Patzer vor Düsseldorfs 1:0 zum Ende der Negativ-Serie bei und bekannte dann auch: "Das nehme ich auf meine Kappe." Womit er sicher seinen Helm als Gel und Haar meinte.

Trotz seines neuerlichen Fehlers sah Wiese auch das Positive, nämlich: "Wir haben lange nicht verloren - zwei Spiele."

In Freiburg war HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart nicht als Künstler, sondern als Kämpfer gefragt, weil die Hamburger fast 50 Minuten mit einem Spieler weniger agieren mussten.

Das bescherte ihm eine Premiere: "Ich habe noch nie in meinem Leben soviel gegrätscht wie hier. Aber es war auch schönes Wetter dafür." War es. Es regnete.

Und der HSV verlor nicht, weil nicht nur van der Vaart engagiert grätschte und am Ende ein 0:0 heraussprang.

In Wolfsburg leitete Spielmacher Diego mit seinem Doppelpack den 3:1-Sieg über Bayer Leverkusen ein, den ersten VfL-Heimerfolg in dieser Saison.

Das führte zu einem großen Geherze auf dem Platz, was Trainer Lorenz-Günther Köstner so erklärte: "Wenn man bis zum 11. November auf den ersten Bundesliga-Heimsieg warten muss, kann man sich vorstellen, was jetzt bei uns los ist."

Verteidiger Marcel Schäfer verteilte anschließend die Bestnote an Teamkollege Diego: "Wenn ich Lehrer wäre, würde ich ihm heute eine 1 mit Sternchen geben."

Apropos Eitelkeiten ...

... und Intimfeinde von Uli Hoeneß: Auch Jürgen Klinsmann wurde am Wochenende gebeten, ein paar warme Worte zu seinem Verhältnis zum Bayern-Präsidenten zu finden. Er fand diese: "Wir haben keines."

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