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Mittwoch, 12. April 2017

Bartra bei Explosionen verletzt: Anschlag auf Teambus schockt BVB und Fans

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Es sollte ein Fußballfest werden zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco. (Foto: imago/Eibner)

Es sollte ein Fußballfest werden zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco.

Es sollte ein Fußballfest werden zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco.

Es endet mit Angst, Schrecken ...

... und Fassungslosigkeit.

Nach einem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ...

... muss das Champions-League-Viertelfinale gegen den französischen Tabellenführer abgesagt werden.

Die genauen Hintergründe der Attacke sind zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt "wegen des Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt".

Trotz der schockierenden Ereignisse soll das Viertelfinal-Hinspiel bereits am Mittwoch um 18.45 Uhr nachgeholt werden – unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen.

Die Verlegung der Partie wurde offiziell erst 15 Minuten vor dem geplanten Anpfiff vom BVB und der Europäischen Fußball-Union (Uefa) verkündet, als sich bereits tausende Fans im Stadion befanden.

Stadionsprecher Norbert Dickel hielt die Zuschauer im Stadion zuvor ständig über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Mit Durchsagen, über soziale Medien und ...

... mit Einblendungen auf der Videoleinwand informierte und beruhigte der Verein die Fans.

Die bleiben weitgehend ruhig. Nur vereinzelt gibt es Pfiffe, als die Neuansetzung der Begegnung bekanntgegeben wird.

Die Abreise aus dem Stadion verläuft laut Polizei problemlos.

Die Fans des AS Monaco reagieren mit solidarischen "Dortmund, Dortmund"-Sprechchören auf die Spielabsage.

Auch die Anteilnahme aus Sport, Politik und Bevölkerung für den geschockten BVB ist groß. "Ich kann es nicht fassen! Ich hoffe, es geht euch allen gut", twittert der ehemalige BVB-Profi Ilkay Gündogan.

Ereignet hat sich der Anschlag gegen 19.15 Uhr auf der Wittbräucker Straße knapp zehn Kilometer vom Stadion entfernt.

Drei Sprengsätze explodieren, als der Bus vom Gelände des Teamhotels im Dortmunder Süden rollt.

Im Bus erleidet BVB-Profi Bartra durch die Heftigkeit der Explosion einen Knochenbruch im Handgelenk und Verletzungen durch Glassplitter. Er wird noch am Abend operiert.

Als um 20.45 Uhr eigentlich die Champions-League-Hymne im Dortmunder Fußball-Tempel erklingen soll, ...

... verlassen dort die letzten Fans das Stadion.

Ordner räumen die Champions-League-Plane vom Rasen, sie soll erst am Mittwoch wieder ausgelegt werden.

"Wir sind alle geschockt", sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf dem Rasen der Arena.

Neun Kilometer entfernt bietet sich vor dem Teamhotel "L'Arrivée" eine gespenstische Szenerie.

Sichtlich geschockt stehen die BVB-Profis vor ihrem Teambus.

Immer wieder greifen sie zum Handy, ...

... diskutieren miteinander.

Mitgenommen: BVB-Trainer Thomas Tuchel, der die Heftigkeit der Explosionen im Bus direkt mitbekommt.

Splitter liegen auf der Straße an der rechten Seite des Busses.

Zwei Scheiben sind eingedrückt - von der Wucht einer Explosion.

Die Polizei spricht inzwischen von einem "gezielten Anschlag" auf den BVB und ernstzunehmenden Sprengsätzen.

Am Tatort sichern die Ermittler die ganze Nacht Spuren.

Gefunden wird auch ein Bekennerschreiben, dessen Echtheit "intensiv geprüft" wird.

Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es zunächst nicht, teilen die Ermittler mit. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden aber kaum Informationen herausgegeben.

Was als großer Champions-League-Abend mit dem Viertelfinal-Hinspiel gegen den AS Monaco geplant war, ...

... endet für Spieler, ...

... Team ...

... und Fans ...

... beider Teams in Entsetzen und Fassungslosigkeit.

Als erster Spieler äußert sich kurz nach dem Anschlag BVB-Torhüter Roman Bürki. "Ich saß in der hintersten Reihe neben Marc Bartra, der von Splittern der zerborstenen Rückscheibe getroffen wurde", sagt der Schweizer der Website Blick.ch.

"Nach dem Knall haben wir uns alle im Bus geduckt und wer konnte, auf den Boden gelegt. Wir wussten nicht, ob noch mehr passiert."

Die Nacht verbringen die BVB-Profis daheim.

Nicht nur Bürki tut sich schwer, den Schreckmoment zu verarbeiten, auch die Mitspieler und die BVB-Verantwortlichen.

"Die ganze Mannschaft ist in einer Schockstarre. Solche Bilder bekommst du nicht aus dem Kopf heraus", hatte zuvor BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Bezahlsender Sky gesagt: "Ich hoffe, dass die Mannschaft einigermaßen in der Lage ist, morgen wettbewerbsfähig auf dem Feld zu stehen."

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