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Die Bundesliga in Wort und Witz: "Arsch in der Abwehr"

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Zum Auftakt des 7. Spieltages in der Fußball-Bundesliga gab es eine Saisonpremiere: drei Punkte für den FC Augsburg. Die Führung erzielten die Hausherren gegen Bremen "nach 90 Sekunden [..], ohne dass jemals ein Gegner Körperkontakt mit uns hatte", motzte Werders Manager Klaus Allofs. (Foto: dpa)

Zum Auftakt des 7. Spieltages in der Fußball-Bundesliga gab es eine Saisonpremiere: drei Punkte für den FC Augsburg. Die Führung erzielten die Hausherren gegen Bremen "nach 90 Sekunden [..], ohne dass jemals ein Gegner Körperkontakt mit uns hatte", motzte Werders Manager Klaus Allofs.

Zum Auftakt des 7. Spieltages in der Fußball-Bundesliga gab es eine Saisonpremiere: drei Punkte für den FC Augsburg. Die Führung erzielten die Hausherren gegen Bremen "nach 90 Sekunden [..], ohne dass jemals ein Gegner Körperkontakt mit uns hatte", motzte Werders Manager Klaus Allofs.

Am Ende stand es 3:1 - ein souveräner Sieg, der noch höher hätte ausfallen können, wenn Augsburg seine vielen Chancen besser genutzt hätte. Nun reisen die Nationalspieler erstmal zu ihren Länderteams. "Am liebsten würde ich alle Spieler einpacken und auch erst einmal nicht mehr rauslassen", so Allofs.

Und: "Wir haben gedacht, wir könnten hier ein bisschen Fußballspielen am Freitagabend. So geht das nicht."

"Als Trainer muss man Konsequenzen und Entscheidungen auslegen", formulierte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl aufklärerisch die Aufgaben eines Trainers, der zuvor sechs Spieltage nach dem Schlüssel zu drei Punkten gesucht hatte.

Die Bayern fuhren mit dem 2:0 gegen Hoffenheim den siebten Sieg im siebten Saisonspiel ein. Präsident Uli Hoeneß motzte trotzdem: "Mich interessiert nur die Differenz zwischen Platz eins und zwei. Das ist für mich der Maßstab für meine Laune."

Am Tag danach gab es den Oktoberfestausflug der Mannschaft und Bastian Schweinsteiger glättete die Wogen: "Es gab auch mal Zeiten, wo wir nicht so glücklich zur Wiesn gegangen sind."

"Ich trinke nur Apfelschorle, das ist besser für mich", widersteht Franck Ribéry den bajuwarischen Lastern. Teamkollege Thomas Müller sorgt sich derweil ...

... um sein Aussehen: "Ich muss mir wohl eine Sonnenbrille zulegen", sagte der Nationalspieler, nachdem er beim Spiel eine blutende Wunde unter dem linken Auge erlitten hatte.

Ach ja, zu den Zwistigkeiten bei den Bayern zwischen Sportdirektor und Trainer Jupp Heynckes (re.) hat sich nun auch der "blonde Engel" Bernd Schuster geäußert. "Der Trainer, der mit Matthias Sammer super harmonieren könnte, wäre Matthias Sammer", sagte er. Treffsicher, und das im fortgeschrittenen Alter.

Felix Magath hatte mit seinem VfL Wolfsburg derweil keinen Spaß im Ruhrgebiet. "Wir haben mit der Mannschaft nicht den Erfolg, der gedacht war", so Magath. Bei Ex-Arbeitgeber Schalke gab es ...

... drei Gegentore. Und der S04-Ex-Trainer sagte nach der Demontage durch die Mannschaft des S04-Jetzt-Trainers Huub Stevens: "Natürlich mache ich mir Sorgen. Die habe ich mir vor dem Spiel gemacht und mache sie mir auch nach dem Spiel." Ein Journalist hatte gefragt, ob er sich nun Sorgen mache. Hoher Informationsgehalt.

Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio wurde da deutlicher und packte vorsichtshalber schon die Durchalteparolen aus: "Weitermachen. Man darf nie den Kopf runternehmen oder aufgeben", sagte er.

Die Fans auf Schalke freuten sich indes über den besten Saisonstart seit der Spielzeit als "Meister der Herzen". Voller Inbrunst sangen sie: "Nie mehr Felix Magath". Doch, vielleicht kommende Saison erneut als Gegner. Oder auch nicht. Der Abstiegskampf wird's zeigen.

Mit 0:3 verpasste Freiburg dem 1.FC Nürnberg die vierte Niederlage in Folge. "Es passt mir nicht, was da abläuft", übte "Club"-Coach Dieter Hecking scharfe Kritik an der Einstellung seiner Profis und kündigte an: "Wir müssen mal Tacheles reden."

Dabei hatte es bis zur Nachspielzeit "nur" 0:1 gestanden. Doch innerhalb von einer Minute rappelte es zweimal im Kasten der Franken. Nürnbergs Verteidiger Timm Klose (li.) war frustriert: "Du gibst alles auf dem Feld und bist der Arsch in der Abwehr."

Hecking war stinksauer. "Die können froh sein, dass sie nicht da sind", sagte er über die Spieler, die nun zu ihren Länderteams reisen.

Zwar verlor Fortuna Düsseldorf in Mainz - aber Trainer Norbert Meier war trotzdem gut gelaunt. "Einen Punkt hätten wir schon verdient gehabt", sagte er und fügte lächelnd hinzu, dass der Aufsteiger "vielleicht sogar nochmal irgendwann verlieren wird".

Am Abend gab es einen indirekten Erfolg bei "Wetten, dass ..?" Rund 500 nackte Düsseldorfer bildeten das Vereinslogo nach. Ob Meier das tröstet?

Moderator Markus Lanz verlor die Wette und muss nun zur Strafe im Fortuna-Trikot von Düsseldorf nach Köln laufen und den Dom umrunden. Der Zeitpunkt wird nicht verraten, sonst gibt es dort noch, äh, mehr als böse Blicke.

"Wenn ich genug Zeit hätte, würde ich eine Zeichnung machen und alles neu einteilen", ärgerte sich Düsseldorfs Verteidiger Jens Langeneke (re.) über das entscheidende Gegentor in der Schlussphase. Und über sein Wortgefecht mit Mainz' Torwart Christian Wetklo: "Auf dem Platz passiert so was. Da sagt man Sachen, die man seiner Schwiegermutter nicht sagen würde." Interessant.

Greuther Fürth wollte endlich das erste Bundesliga-Heimtor seiner Geschichte. Aber nur die Gäste erzielten einen Treffer.

Hamburgs Trainer Thorsten Fink warnte davor, "von Europa zu reden". Vorsichtshalber. Der Spielqualität nach wäre das auch vermessen, denn außer ...

... Heung-Min Son, der mit seinem Antritt zwei Spieler stehen ließ, eiskalt vollendete und nach dem Schlusspfiff mit Oberkörper frei den Fanblock dirigierte, hatte seine Mannschaft kaum etwas zu bieten.

Fürth war einfach noch schlechter. Und Trainer Mike Büskens machte neben Turnübungen am Spielfeldrand die filmreife Bemerkung: "Wir wollen in dieser Welt bestehen - definitiv." Ansonsten könnten die Franken ja auch ihre Lizenz zurückgeben. Oder so ähnlich.

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