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Für BMW schalten die Ampeln in der Formel 1 am Saisonende auf Rot.
Der Münchner Automobilhersteller BMW steigt Ende 2009 überraschend aus der Königsklasse aus.
Für viele Motorsportfans sind das düstere Aussichten.
"Natürlich ist uns dieser Entschluss schwergefallen. Aber es ist ein konsequenter Schritt vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung unseres Unternehmens", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer.
Den Entschluss hatte der BMW-Vorstand erst am Dienstagabend in der Konzernzentrale gefasst.
Grund für den Ausstieg ist ein Strategiewechsel innerhalb des Unternehmens, das künftig das Hauptaugenmerk auf neue Antriebstechnologien und - hört, hört - Nachhaltigkeit legen will.
Die schwachen sportlichen Leistungen in diesem Jahr und die Kosten waren wohl nicht allein ausschlaggebender Grund.
Nach zehn von 17 Rennen ist BMW-Sauber Achter in der Konstrukteurswertung, …
... die Piloten Nick Heidfeld und …
... Robert Kubica liegen im Fahrer-Klassement auf den Rängen 13 und 15.
Sie müssen sich jetzt einen neuen Arbeitsplatz suchen.
Bitter ist der Ausstieg von BMW auch für den Mann in der Mitte: Mario Theissen.
Sein Name stand wie kein anderer für das ehrgeizige Formel-1-Projekt von BMW.
Er plante den Aufstieg des Teams. Nun muss er mitten in der schwächsten Saison des Rennstalls die Bekanntgabe des Ausstiegs zum Jahresende verkraften.
Aber sein Chef, Norbert Reithofer, sagt: "Premium wird immer stärker auch über Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit definiert. Wir wollen hier eine Vorbildrolle einnehmen."
Und die Bezinschleudern in der Formel 1 und der ...
... Umweltschutz passen jetzt nicht so gut zusammen.
Auch wenn bisweilen Gras neben der Strecke wächst.
In welchem Umfang es zu einem Stellenabbau in München ...
... oder in der ehemaligen Sauber-Fabrik in Hinwil/Schweiz kommt, ...
... steht noch nicht fest. "Da wir diese Entscheidung erst gestern getroffen haben, können wir noch nichts Genaueres mitteilen", heißt es.
Dabei ist BMW seit den 80er Jahren in der Königsklasse vertreten. In der Turbo-Ära waren die Münchner von 1982 bis 1987 als Motorenlieferant von Brabham, Arrows und Benetton tätig.
Neben insgesamt neun Siegen feierten die Münchner 1983 auch den ersten WM-Titel eines Turbo-Autos durch den Brasilianer Nelson Piquet.
2000 kehrte BMW als Motorenlieferant von Williams in die Formel 1 zurück und feierte mit den Briten insgesamt zehn Siege.
Mit dabei: Ralf Schumacher. Erinnern Sie sich?
Das große Ziel, den WM-Titel zu holen, blieb aber unerfüllt.
Das schaffte auch der Kolumbianer Juan Pablo Montoya nicht.
Nicht zuletzt wegen der Probleme bei der Zusammenarbeit zwischen München und England entschied man sich, dieses Ziel in eigener Regie anzugehen.
2005 kaufte BMW für rund 80 Millionen Euro das Schweizer Sauber-Team ...
... und war ab 2006 als eigenständiges Team BMW-Sauber in der Königsklasse unterwegs.
Nach ständigen Verbesserungen gelang im vorigen Jahr durch Kubica in Kanada der erste, bislang aber einzige Sieg.
Nun müssen Nick Heidfeld aus Mönchengladbach …
... und der Pole Robert Kubica hoffen, …
… irgendwo anders unterzukommen. Kleiner Scherz.
Aber vielleicht kommt sowas in Frage.
Oder Mercedes hat noch ein Auto übrig.
Obwohl: Kubica und Heidfeld sind gut genug, um auch in der nächsten Saison einen Platz in der Formel 1 zu bekommen.
Nur eben nicht bei BMW.
Sie wissen schon, die Sache mit der roten Ampel.
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