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Erst totgesagt, jetzt im CL-Halbfinale: BVB feiert episches Comeback

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In einem unglaublichen Fußball-Thriller mit Happy End hat Borussia Dortmund … (Foto: dapd)

In einem unglaublichen Fußball-Thriller mit Happy End hat Borussia Dortmund …

In einem unglaublichen Fußball-Thriller mit Happy End hat Borussia Dortmund …

… erstmals seit 15 Jahren den Sprung in den erlauchten Kreis der vier besten Mannschaften Europas geschafft.

Der entthronte deutsche Meister erkämpfte sich im dramatischen Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Malaga ...

... durch zwei Tore in der Nachspielzeit ein 3:2 (1:1) und schaffte nach dem 0:0 im Hinspiel den Einzug ins Halbfinale.

Der BVB blieb ungeschlagen und lässt die euphorischen Fans weiter vom ganz großen Coup auf der europäischen Bühne träumen - den die Fans auf der Südtribüne schon vor dem Anpfiff mit einer beeindruckenden Choreographie in den Blick genommen hatten.

Marco Reus (90.+1) ...

... und Felipe Santana (90.+2) ...

... verwandelten das Dortmunder Stadion in ein Tollhaus und ...

... beendeten vor 65.829 Zuschauern die Premiere der Andalusier um Ex-Bayer Martin Demichelis in der Königsklasse äußerst unglücklich.

Malaga war durch Joaquin (25.) …

… und einen aus Abseitsstellung erzielten Treffer des acht Minuten zuvor eingewechselten Eliseu (82.) zweimal in Führung gegangen.

Doch der BVB kämpfte sich spektakulär zurück.

Den ersten Ausgleich hatte Robert Lewandowski (40.) erzielt.

"Es ist schwer, dafür Worte zu finden. Wir haben nie aufgegeben, das war sicher nicht unser bestes Spiel. Doch über beide Spiele sind wir verdient weitergekommen", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke fügte völlig fertig hinzu: "So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir waren ja tot."

Die Borussen sehen nun gespannt der Halbfinal-Auslosung am Freitag im schweizerischen Nyon entgegen, wo sogar ein Duell mit Bayern München droht – sofern der der neue Meister nicht seinerseits für ein mittleres Fußballwunder sorgt und seinen 2:0-Vorsprung gegen Juventus Turin noch verspielt.

Im ausverkauften Stadion konnte Trainer Jürgen Klopp ...

... bis auf Nationalspieler Mats Hummels, der erstmals nach vierwöchiger Verletzungspause zumindest wieder auf der Bank saß und erst in der Schlussphase eingewechselt wurde, seine stärkste Formation aufbieten.

Folglich stand auch der zuletzt angeschlagene Jakub Blaszczykowski in der Startelf.

Vorsicht war in den Anfangsminuten oberstes Gebot bei beiden Mannschaften.

Malaga hatte vor dem Strafraum ein dichtes Abwehrnetz installiert.

Schon früh zeichnete sich ab, was Klopp schon vor dem Anpfiff prophezeit hatte: "Es wird ein Geduldsspiel."

Folglich musste sich der BVB unter den ohrenbetäubenden Anfeuerungsrufen seiner Fans jede erfolgversprechende Offensiv-Aktion hart erarbeiten.

Die erste Chance hatte Lewandowski (16.), ...

... dessen Heber das Tor des derzeitigen Tabellensechsten der spanischen Primera Division knapp verfehlte.

Zumindest schien dieser gelungene Angriff kurzfristig Eindruck hinterlassen zu haben, denn Dortmund drängte auf den Führungstreffer, ohne dass sich aber hochkarätige Möglichkeiten ergaben.

Doch der Schuss ging prompt nach hinten los und die Taktik der Gäste auf.

Als die BVB-Defensive nicht energisch genug attackierte, ...

... überwand Joaquin Torhüter Roman Weidenfeller mit einem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze.

Dortmund war konsterniert, ...

... das zweite Tor für die Spanier war wahrscheinlicher als der Ausgleich.

Dann schloss Lewandowski fünf Minuten vor der Pause die erste gelungene Kombination der Borussia aus kurzer Distanz zum 1:1 ab ...

... und die Arena verwandelte sich in einen Hexenkessel.

Nach einem Hackenpass von Marco Reus genau in seinen Lauf ...

... umspielte der polnische Torjäger Malagas Torhüter ...

... und schob ein.

"Malaga macht uns das Leben schwer. Wir müssen ruhig bleiben, aber schnell nach vorne spielen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Das 1:1 war super kombiniert", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc in der Halbzeitpause.

Recht sollte er behalten, denn auch die Gäste versuchten nach dem Wechsel, das Spiel offener zu gestalten.

Folglich ergaben sich für den BVB mehr Räume.

Lewandowski hatte die nächste Möglichkeit, ...

... doch Caballero parierte den Schuss des Polen.

Auf der Gegenseite hielt BVB-Keeper Roman Weidenfeller mit einer Weltklasse-Parade nach einem Joaquin-Kopfball (48.) das 1:1 fest.

Nach einer Stunde warteten die BVB-Anhänger zunächst vergebens auf die Schlussoffensive, ...

... denn Malaga versuchte, das Ergebnis mit Cleverness und Routine über die Runden zu retten.

Dann vergab Mario Götze seine Großchancen Nr. 4 und 5 gegen Malaga.

Zwischendurch traf Malagas Joker Eliseu (82.) aus Abseitsposition zum 2:1.

Der BVB brauchte wieder zwei Tore und schien geschlagen, denn Dortmund fehlte es zumeist an der Präzision und dem letzten überraschenden Pass.

Die Schlussphase entwickelte sich dann zum Krimi – mit einem spektakulären Happy End für den BVB ...

... durch ein fünffaches Abseitstor. Bevor Julian Schieber den Ball zum im Abseits stehenden Siegtorschützen Santana weiterspitzelte, hatten schon vier BVBler bei der Lewandowski-Flanke in den Strafraum im Abseits gestanden.

Das unglaubliche Champions-League-Märchen von Borussia Dortmund ist noch nicht vorbei.

Es geht weiter.

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