Bilderserie
Dienstag, 30. November 2010

Epische Schmach für Real Mourinho: Barcelona zaubert im "Clasico"

Bild 1 von 52
"Das wird ein geiles Spiel", hatte Real Madrids Mesut Özil vor seinem ersten "Clasico" gegen den FC Barcelona frohlockt. (Foto: dpa)

"Das wird ein geiles Spiel", hatte Real Madrids Mesut Özil vor seinem ersten "Clasico" gegen den FC Barcelona frohlockt.

"Das wird ein geiles Spiel", hatte Real Madrids Mesut Özil vor seinem ersten "Clasico" gegen den FC Barcelona frohlockt.

Und es wurde ein geiles Spiel - für den FC Barcelona.

Vor 99.000 Zuschauern im Camp Nou spielte der spanische Meister die "Königlichen" ...

... in der 240. Auflage des ewigen Duells an die Wand.

Durch das unglaubliche, aber hochverdiente 5:0 löste Barca das unter Neu-Coach Jose Mourinho zuvor in 20 Spielen ungeschlagene Real an der Spitze der Primera Division ab.

Spielmacher Xavi (10.) …

… und Flügelstürmer Pedro (18.) brachten ihr Team schon früh auf die Siegerstraße.

In der 7. Minute hatte Weltfußballer Lionel Messi mit einem genialen Schlenzer aus dem Stand bereits einen Pfostentreffer für ein Barcelona verbucht, …

… das sich von Anpfiff weg in einen Spielrausch steigerte.

Nach der Pause besiegelte ein Doppelschlag von Weltmeister David Villa (55./58.) …

… den bitteren Real-Abend.

Als Villa traf, ..

.. war der zuletzt zum "Messi von Madrid" hochgelobte Özil schon nicht mehr auf dem Platz. Der Ex-Bremer blieb blass und ...

... wurde in der Pause durch Lassa Diarra ersetzt, Reals drittem defensiven Mittelfeldspieler auf dem Platz.

Jeffren machte in der Nachspielzeit den höchsten Barcelona-Sieg im "Clasico" seit 1994 perfekt.

Damals hatte Barcelona ebenfalls mit 5:0 triumphiert.

Für Jose Mourinho war es die schlimmste Liga-Niederlage in seiner Trainerkarriere.

Wenige Sekunden nach Barcelonas fünftem Tor sah Sergio Ramos wegen eines brutalen Fouls gegen Messi und anschließender Tätlichkeit Rot gegen Carles Puyol …

… die Rote Karte.

Es war der unwürdige Schlusspunkt unter eine Partie, die allein vom Personal her ein Spektakel der Fußball-Superlative war.

Über ein Dutzend Weltmeister und zehn Kandidaten für den Titel des Weltfußballer des Jahres standen beim Spiel der Spiele in Spanien auf dem Platz, Andres Iniesta gehört in beide Kategorien.

Glänzen konnten aber nur die Stars im Barca-Trikot.

Lionel Messi wirbelte, …

… Andres Iniesta …

… und Xavi dirigierten das Spiel der Katalanen.

David Villa traf.

Vor allem Messi brillierte immer wieder.

Auch wenn ihm wieder einmal kein Tor gegen eine von Mourinho trainierte Mannschaft gelang, war er der entscheidende Mann.

Das 1:0 durch Xavi leitete er mit seinem Anspiel auf Iniesta ein, …

… dessen präzisen Pass in den Strafraum …

… der Spielmacher durchaus anspruchsvoll …

… zur wichtigen frühen Führung verwandelte.

Die beiden Villa-Tore ...

... bereitete der Argentinier direkt vor.

Auch diese gloriose Chance verdankte Xavi einem Pass von Messi, ...

... doch der Ball landete diesmal nur am Außennetz.

Auf Real-Seite fiel der zuletzt starke Superstar Cristiano Ronaldo weniger durch spielerische Brillanz ...

... als vielmehr durch Meckern auf.

Und eine Rüpelei gegen Barca-Coach Pep Guardiola, für die er Gelb sah.

Ein Freistoß in der ersten Halbzeit aus 25 Metern, der knapp das Tor verfehlte. Ein Freistoß in der zweiten Halbzeit, der knapp das Tor verfehlte.

Das war's spielerisch vom Portugiesen.

Auf sein erstes Tor gegen Barcelona muss er weiter warten, ...

Real ist seit der Verpflichtung des 94-Millionen-Mannes in drei Klassikern tor- und punktlos gegen den Erzrivalen geblieben, weil auch Ronaldos Offensivkollegen einen gebrauchten Tag erwischten.

Mesut Özil sollte Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel der Madrilenen sein, doch er war ein Totalausfall. Kaum Ballbesitz, keine Einfälle - er schien dem Druck vor rund 400 Millionen TV-Zuschauern in aller Welt nicht gewachsen zu sein.

Auch Khedira konnte im defensiven Mittelfeld das Barcelona-Spektakel nicht stoppen ...

... und ging mit Real unter.

Für Jose Mourinho war es eine bittere Rückkehr ins Camp Nou, nachdem er dort im Frühjahr 2010 im Halbfinale der Champions League mit Inter noch den Finaleinzug perfekt gemacht hatte.

Für Barcelona war es der fünfte "Clasico"-Erfolg in Serie ...

... bei einer Torbilanz von 16:2.

Pep Guardiola hat damit als Barcelona-Trainer weiterhin eine perfekte Bilanz gegen den Erzrivalen.

Das größte Ligaspiel der Welt - es war wieder einmal ein großer Abend für das beste Fußballteam unserer Zeit.

Und die größtmögliche Schmach für jene Mannschaft, die Barca so gern vom Thron stoßen würde.

weitere Bilderserien