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Demütigung für Barcelona: Bayern, BVB, Traumfinale!

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Das deutsche Traumfinale ist perfekt (Foto: dpa)

Das deutsche Traumfinale ist perfekt

Das deutsche Traumfinale ist perfekt

... zum zweiten Mal innerhalb von neun Tagen gedemütigt …

… und ist Borussia Dortmund ins erste rein deutsche Champions-League-Endspiel gefolgt.

Wer von den beiden besten Mannschaften Europas den großen Henkelpott mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich am 25. Mai im Londoner Wembleystadion.

Während der BVB im Rückspiel bei Real Madrid ein Herzschlagfinale erlebte, gaben sich die Bayern keine Blöße.

Der Rekordmeister feierte im Halbfinal-Rückspiel bei den ohne Weltfußballer Lionel Messi angetretenen Katalanen ...

... einen erstaunlich verdienten 3:0 (0:0)-Sieg.

Nach der 4:0-Gala im Hinspiel ließen die Münchner auch im Camp Nou zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Endspiel-Einzug aufkommen.

Auf dem Platz spielten sich anschließend Jubelszenen ab, als ob die Münchner den Titel schon sicher hätten.

"Wir versuchen jetzt, das alles zu genießen. Das ist Wahnsinn, was wir geleistet haben", sagte Bayerns Linksverteidiger David Alaba im ZDF.

Arjen Robben, der den Sieg per Traumtor in der 48. Minute eingeleitet hatte, meinte: "Das ist Geschichte. 4:0 Zuhause, 3:0 hier - da darf man stolz und es genießen. Jetzt müssen wir das Ding gewinnen."

In ihrem zehnten Endspiel im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb, davon dem dritten in vier Jahren, treffen die Bayern ...

... in dreieinhalb Wochen im Londoner Wembleystadion auf Dortmund.

Der BVB hatte sich in zwei begeisternden Spielen gegen Barcelonas Erzrivalen Real Madrid durchgesetzt.

Bereits am Samstag absolvieren der alte und der neue deutsche Meister in der Liga in Dortmund einen "Testlauf" für den großen Showdown.

Die Bayern, die den Meistertitel schon sicher haben und im Endspiel des DFB-Pokals gegen den VfB Stuttgart stehen, zeigten sich wieder einmal unbeirrt von der Steuer-Affäre um ihren Präsidenten Uli Hoeneß ...

... und schafften es angesichts des nie auf der Kippe stehenden Spiels sogar, dass alle sechs von einer Gelbsperre bedrohten Spieler im Finale spielen dürfen - in Barcelona kamen allerdings nur vier von ihnen zum Einsatz.

So hatte Bayern-Coach Jupp Heynckes Abwehrchef Dante auf die Bank gesetzt, allerdings nicht aus Angst vor einer Sperre. Der Brasilianer hatte wegen einer Erkältung am Montag mit dem Training aussetzen müssen.

"Er hat mir gesagt, er fühlt sich nicht 100-prozentig fit. Und dann bin ich rigoros, denn die Spieler, die hier auflaufen, müssen voll da sein", sagte Heynckes bei Sky.

Barca-Trainer Trainer Tito Vilanova hatte gegenüber dem Hinspiel insgesamt vier Änderungen vorgenommen.

Neben dem verletzten Messi rutschten der gesperrte Jordi Alba, der verletzte Sergio Busquets und Alexis Sánchez aus dem Team.

Dafür spielten David Villa, Cesc Fàbregas (im Bild), Adriano und Alex Song.

Dem befürchteten Sturmlauf sahen sich die Bayern trotz der Umstellungen bei den Katalanen zunächst nicht ausgesetzt.

Ganz im Gegenteil.

Der deutsche Meister diktierte auch diesmal das Spiel, ...

... agierte in der Defensive sehr aufmerksam ...

... und konterte mehrfach schnell und kombinationssicher.

In der 13. Minute hatte Arjen Robben schon das Tor auf dem Fuß, das wohl die letzten Restzweifel beseitigt hätte.

Doch nach einem sensationellen Pass von Schweinsteiger, der als klarer Chef im Ring die Barca-Stars Xavi oder Andres Iniesta wieder ausstach, …

… ließ sich der Niederländer bei seinem 50-Meter-Sprint aufs Tor im letzten Moment noch von Piqué abfangen.

Barcas Abwehrchef war auch sechs Minuten später Retter in höchster Not, als er sich nach einer Hackenablage von Schweinsteiger dem einschussbereiten Lahm in den Weg warf.

Manuel Neuer musste erst in der 24. Minute das erste Mal eingreifen.

Bezeichnenderweise war es ein Distanzschuss Pedros, den der Bayern-Torhüter über das Tor lenkte.

Diese Chance diente Barca offenbar als Weckruf. Xavi setzte eine Direktabnahme aber deutlich zu hoch an (27.).

Nach dem Wechsel war auch der letzte Barca-Schwung weg. Kein Katalane schien mehr so recht an das Weiterkommen zu glauben.

Endgültig erledigt hatte sich die Hoffnung drei Minuten nach der Pause mit dem 1:0 für die Münchner.

Robben hatte mit seinem eigentlich altbekannten Trick Erfolg: Nach innen ziehen ...

... und den Ball mit links ins lange Eck zirkeln.

Beim Zwischenstand von 5:0 für die Bayern brauchte Barcelona nun schon sechs Tore für ein Wunder.

Nun kapitulierte Vilanova endgültig: Statt Messi zu bringen, der sich nicht einmal warmlaufen durfte, nahm er sogar nacheinander Xavi und Iniesta vom Platz.

Beide Offensivstars waren gegen die Bayern nahezu wirkungslos geblieben.

Heynckes dagegen konnte es sich erlauben, dem überragenden Schweinsteiger ab der 67. Minute eine Verschnaufpause und damit angesichts der drohenden Gelbsperre die sichere Finalteilnahme zu gönnen.

Barca kam durch einen Kopfball von Villa an den Außenpfosten zumindest noch zu einer Chance, ...

... wurde defensiv aber eiskalt erwischt.

Zunächst verlängerte Piqué eine Hereingabe von Franck Ribéry mit dem Schienbein ins eigene Tor, ...

... es blieb der einzige Treffer der Katalanen gegen die Münchner.

Dann köpfte Müller erneut auf Flanke von Ribéry sein achtes Saisontor in der Königsklasse.

Nach seinem Doppelpack im Hinspiel war es bereits sein drittes Tor im Halbfinale gegen die Katalanen, eine herausragende Bilanz.

Nach Müllers 3:0 durfte auch Kapitän Philipp Lahm in der 77. Minute vorzeitig vom Platz, um keine Gelbsperre mehr fürs große Finale in Wembley zu riskieren.

Dort wartet dann Schwarzgelb auf Lahm und Co.

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