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Die Bundesliga in Wort und Witz: "Besaufen wird sich heute keiner, das kann ich Ihnen sagen"

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Nach dem Coup gegen den FC Bayern sind sie bei der TSG Hoffenheim allerbester Dinge. (Foto: imago/Eibner)

Nach dem Coup gegen den FC Bayern sind sie bei der TSG Hoffenheim allerbester Dinge.

Nach dem Coup gegen den FC Bayern sind sie bei der TSG Hoffenheim allerbester Dinge.

Schließlich haben sie an diesem 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga die Münchner zum allerersten Mal besiegt.

Und Trainer Julian Nagelsmann konstatiert: "Es ist schon eine kleine Droge zu gewinnen."

Derweil weiß Dortmunds Übungsleiter Thomas Tuchel nicht erst nach dem Sieg gegen den Hamburger SV, dass er sich auf Shinji Kagawa verlassen kann.

Und in Köln ist niemand mehr böse, wenn irgendjemand über den Europapokal spricht.

Die Liga in Wort und Witz:

Borussia Dortmund - Hamburger SV 3:0 (1:0)

"Shinji kann wahnsinnig gut mir Druck umgehen. Den kannst du nachts um drei wecken, in die Allianz-Arena stellen und er schießt den ersten Elfmeter rein. 100 Prozent, alles kein Problem."

BVB-Trainer Thomas Tuchel über den zuletzt starken Mittelfeldspieler Shinji Kagawa.

Ansonsten sei es so gewesen:

"Ich bin in der Bewertung hin- und hergerissen. Wir haben viele Chancen herausgespielt. Es war aber fahrlässig, wie wir spielen. Es war eine Achterbahnfahrt."

Weniger begeistert war Hamburgs Trainer Markus Gisdol.

Wir müssen das Spiel erst einmal sacken lassen. Bis zur 80. Minute haben wir ein richtig gutes Auswärtsspiel gezeigt. Wir waren dran, einen Punkt mitzunehmen."

1. FC Köln - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)

"Ich bin überhaupt nicht böse."

Kölns Trainer Peter Stöger auf die Frage, von wann an er denn nicht mehr böse sei, nach den Europapokalchancen seiner Fußballer gefragt zu werden.

"Ich bin bald 51 - da kommt man in Bereiche, wo man nicht mehr alles verstehen muss."

Stöger zum Unterstützungs-Boykott der eingefleischten FC-Fans während der ersten Spielhälfte beim 1:0 gegen Frankfurt.

"Ich habe ganz klar den Blick eher nach unten als nach oben. Die da oben interessieren mich nicht."

Frankfurts Trainer Niko Kovac nach der Niederlage in Köln und nun schon acht Erstligapartien ohne Sieg.

"Da wird keiner die Trompete blasen und das Glas heben."

Matthias Lehmann, Kapitän des 1. FC Köln, nach dem Erreichen der 40-Punkte-Marke.

SV Werder Bremen - FC Schalke 04 3:0 (1:0)

"Wir wissen, dass diese Brücke zwischen Realität und Traum harte Arbeit ist."

Werders Coach Alexander Nouri über den Höhenflug seines Teams.

"Wir waren in einer der größten Sackgassen, die es im sportlichen Bereich gibt."

Bremens Zlatko Junuzovic zur Situation in Bremen Anfang des Jahres.

TSG Hoffenheim - Bayern München 1:0 (1:0)

"Danke dem lieben Gott, dass ich mit meinen Worten recht behalten habe: Mut wird nicht bestraft."

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann nach dem Coup gegen den FC Bayern.

"Es ist schon eine kleine Droge zu gewinnen. Vielleicht auch eine große. Ich habe noch keine Droge genommen, aber so stelle ich es mir vor."

Nagelsmann über den Erfolgshunger seiner Spieler.

"Besaufen wird sich heute keiner, das kann ich Ihnen sagen", so Nagelsmann.

"In der ersten Hälfte hat uns Hoffenheim ein bisschen überrascht. Wir waren nicht so kompakt. In der zweiten Halbzeit wurde es deutlich besser, aber manchmal muss man im Fußball dafür bezahlen, was man nicht so gut gemacht hat."

Carlo Ancelotti, Trainer des FC Bayern.

"Wir haben für die erste Halbzeit bezahlt."

Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC 1:0 (1:0)

"Natürlich wollen wir nach oben schauen, aber wenn wir verloren hätten, hätten wir über Relegation und Abstiegskampf gesprochen."

Gladbachs Manager Max Eberl bleibt Realist.

"Ich hoffe, dass wir mit den Auswärtsniederlagen keinen Negativrekord aufstellen. So lange wir zu Hause vernünftig spielen, geht es."

Herthas Trainer Pal Dardai weiß, dass seine Mannschaft in der Auswärtstabelle den drittletzten Platz belegt.

FSV Mainz 05 - RB Leipzig 2:3 (0:0)

"Martin wird in Freiburg auf der Bank sitzen."

Der Mainzer Sportchef stellt Trainer Martin Schmidt nach der vierten Niederlage in Folge und vor der Partie gegen den SC Freiburg am Samstag so etwas wie eine Jobgarantie aus.

"Endspiel? Ich glaube, wir haben noch sieben Spiele. Diese Frage stellt sich, glaube ich, nicht."

Schmidt sieht für sich gegen Freiburg kein persönliches Finale.

"Ich bin sehr froh, dass wir dieses sehr hitzige und enge Spiel für uns entscheiden konnten. Es war sehr schwer gegen einen Gegner, der ums Überleben kämpft."

Ralph Hasenhüttl, Trainer der Leipziger, ist froh.

VfL Wolfsburg - SC Freiburg 0:1 (0:0)

"Ich glaube nicht, dass es einen Knacks gibt, weil wir in der Art und Weise einen großen Fortschritt gemacht haben."

Mario Gomez, Torjäger der Wolfsburger, sieht das Positive in der Heimniederlage.

"Wenn ich den Ball in der siebten Minute reinmache, gewinnen wir das Spiel." Gomez, selbstkritisch.

"Die ersten 20 Minuten haben wir nicht gut gespielt. Bis dahin hat uns der VfL die Grenzen aufgezeigt und hätte in Führung gehen können."

Freiburgs Trainer Christian Streich, kritisch.

Aber: "Wir haben dann leidenschaftlich gekämpft und in der zweiten Halbzeit dann auch gut Fußball gespielt. Am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft."

Streich sieht das Positive im Auswärtssieg.

FC Augsburg - FC Ingolstadt 04 2:3 (0:2)

"Diesen Druck, den wir in den letzten drei Monaten gespürt haben, der kommt jetzt nach Augsburg, Mainz, Wolfsburg, Hamburg. Die merken: Ingolstadt kommt. Und wir kommen!"

Almog Cohen, Doppeltorschütze des FC Ingolstadt.

"Ich liebe Druck, wir lieben Druck." Cohen kriegt nicht genug.

"Bei den Toren haben wir selbst extrem mitgeholfen, die müssen wir uns selber ans Revers heften."

Augsburgs Trainer Manuel Baum.

Wir denken nicht über die zweite Liga nach, ich will den Gedanken überhaupt nicht aufkommen lassen."

Augsburgs Manager Stefan Reuter bleibt auch im Abstiegskampf ruhig und sagt: "Ich werde …

… jetzt keine Forderungen an den Trainer aufstellen. Er analysiert die Spiele sehr gut und wird versuchen, mit der Mannschaft Lösungen zu erarbeiten. Dafür stehen wir, dass wir geschlossen an den Dingen arbeiten."

SV Darmstadt 98 - Bayer 04 Leverkusen 0:2 (0:1)

"Es war nicht unser bestes Spiel, aber natürlich werden wir jetzt weitermachen."

Torsten Frings, Trainer des Tabellenletzten aus Darmstadt, gibt nicht auf.

"Ich freue mich für die Mannschaft. Der Sieg war hochverdient. Wir haben zwei super Tore geschossen. Der einzige Kritikpunkt ist die Chancenverwertung."

Frings Leverkusener Kollege Tayfun Korkut.

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