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Mittwoch, 22. Juni 2016

EM-Tag 12 in Bildern: DFB-Elf dominiert, Kroatien düpiert Spanien

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Nordirland - das ist der abschließende Vorrundengegner der deutschen Mannschaft bei der Fußball-EM. Es sollen noch vier Partien folgen. (Foto: REUTERS)

Nordirland - das ist der abschließende Vorrundengegner der deutschen Mannschaft bei der Fußball-EM. Es sollen noch vier Partien folgen.

Nordirland - das ist der abschließende Vorrundengegner der deutschen Mannschaft bei der Fußball-EM. Es sollen noch vier Partien folgen.

Aber über die Jubelkleidung nach dem Finale am 10. Juli reden wir nochmal, ja?

Das ist auch ein guter Rat. Die Offensivleistung der DFB-Elf war bislang sehr durchwachsen.

Und die Nordiren sind bekannt für ihre Defensivstärke. In den letzten 15 Partien haben die Briten nie mehr als ein Gegentor hinnehmen müssen.

Bundestrainer Joachim Löw hat die Startaufstellung doppelt verändert - Mario Gomez (3.v.r. oben) und Joshua Kimmich (2.v.r. unten) fangen an, Julian Draxler und Benedikt Höwedes bleiben dafür draußen.

Manuel Neuer ist logischerweise wieder im Tor - oder sagen wir: sollte im Tor sein, unternimmt aber zu Beginn direkt einen Zweikampfausflug an die Eckfahne. Er gewinnt das Duell.

Joshua Kommich spielt hinten rechts.

Jonas Hector wie immer links.

Die beiden haben offenbar die Anweisung erhalten, offensiver zu agieren. Konsequent sind sie auf den vorderen Außenbahnen zu finden.

Draxlers Freundin (M.) sieht ohne ihren Liebling insgesamt eine wesentlich aktivere deutsche Mannschaft.

Thomas Müller taucht alleine vor dem Tor auf, scheitert aber am Gemächt des nordirischen Towarts.

Apropos Thomas Müller: ...

... der hat mehr als eine weitere große Chance zur Führung. Auf dieses erneute Scheitern an Michael McGovern (l.) folgt eines am Pfosten ...

... und eines am Querbalken.

Auch Mesut Özil (r.) kommt nicht am gegnerischen Keeper vorbei.

Dann stürmt Müller (2.v.l.) erneut in den Strafraum, überlässt den Ball mit dem Rücken zum Tor jedoch diesmal Mario Gomez (l.)

Und der Stürmer ...

... schießt zur längst verdienten Führung ...

... für die DFB-Elf ein.

Es ist das 1:0, die deutsche Mannschaft übernimmt nicht nur die Führung gegen Nordirland, sondern auch in der Gruppe C, ...

... weil Hauptkonkurrent Polen im Fernduell bislang keinen Treffer gegen die Ukraine erzielt hat. Mit diesem Zwischenstand geht es in die Halbzeit.

Es ist ein guter Auftritt der deutschen Mannschaft, sicher der beste im bisherigen Turnier. Aber: Es fehlen weitere Tore. Gewinnt Polen hoch gegen die Ukraine, ziehen sie in der Gruppe an Deutschland vorbei.

Joshua Kimmich (l.) agiert nach der Halbzeitpause noch mutiger als in Hälfte eins.

Ein exzellenter Diagonalball von ihm landet bei Mario Götze, der es aber ebenfalls nicht schafft, McGovern zu überwinden.

Joachim Löw wechselt Götze danach aus.

André Schürrle kommt für den Stürmer des FC Bayern, ...

... danach auch Bastian Schweinsteiger (2.v.l.) für Sami Khedira.

Danach bringt Jonas Hector einen Ball scharf und flach vors nordirische Tor, ...

... wo Gomez in der Mitte ...

... artistisch heranfliegt, aber knapp verpasst.

Die Angriffsbemühungen der Nordiren bleiben übrigens die ganze Zeit genau dies: Bemühungen. Auch der eingewechselte Kyle Lafferty (unten) ändert daran nichts.

Dann geht auch Jerome Boateng aus dem Spiel, für ihn kommt Benedikt Höwedes.

Trotz der Auswechslungen ändert sich nichts: Die DFB-Elf ist drückend überlegen, hat immer wieder Möglichkeiten, ...

... erzielt aber kein zweites Tor.

Weil aber die Nordiren keine einzige Chance haben, bleibt der knappe Vorsprung bestehen - und Deutschland zieht ohne Gegentreffer ins EM-Achtelfinale ein.

Die nordirischen Fans feiern ihr Team, ...

... denn trotz der Niederlage steht auch der EM-Debütant in der K.o.-Runde. Grund ist der türkische Sieg gegen die Tschechien in Gruppe D, wodurch die Nordiren als einer der vier besten Gruppendritten feststehen.

Weil zeitgleich Polen im anderen Spiel der Gruppe C gegen die Ukraine ebenfalls nicht mit Toren glänzt, kommt die DFB-Elf als Erster weiter. Robert Lewandowski vergibt seine beste Chance in der Anfangsphase, ...

... die Ukraine macht es trotz zahlreicher Möglichkeiten - hier Andrej Jarmolenko - ...

... nicht ...

... besser.

Zur Halbzeit kommt Jakub Blaszczykowski ins Spiel, ...

... nimmt sich nach ein paar Minuten ein Herz ...

... und knallt den Ball mit links ...

... ins ukrainische Tor.

Das war's, viel mehr kommt von den Polen nicht.

Warum auch - der Treffer reicht dafür, dass Polen erstmals überhaupt in eine EM-K.o.-Runde einzieht. Im Achtelfinale wartet am Samstag um 15 Uhr die Schweiz.

Beim Gruppenfinale der Gruppe D muss Spanien gegen Kroatien ran - alles dreht sich um eine Frage: ...

... Wer ist nur für diese Trikots verantwortlich?

Nein, im Ernst: Vom modischen abgesehen geht Spanien als klarer Favorit in die Partie.

Doch die Kroaten packen ihr bestes Spiel aus - und düpieren den Titelverteidiger.

Zunächst läuft für die Iberer alles nach Plan: Alvaro Morata schießt die Spanien bereits in der 7. Minute in Führung.

Das reicht jedoch nicht: Kurz vor der Pause ...

... schiebt Kalinic den Ball hinter die gegnerische Torlinie zum Ausgleich.

Fans und Spieler sind gleichermaßen aus dem Häuschen.

Der Treffer lässt Kroatien die Sensation schnuppern - im zweiten Durchgang legten die Vatreni den Vorwärtsgang ein.

Die größeren Chancen hatte aber der dreimalige Europameister, speziell in Person ...

... von Sergio Ramos. Erst scheiterte sein Kopfball (68.), dann trat er in der 72. Minute zum Elfmeterpunkt - nach einem zweifelhaften Pfiff.

Schlussmann Danijel Subasic wird zum Held des Abends. Denn er pariert den (zugegeben: schwach geschossen) Strafstoß.

Ein weiterer Motivationsschub für die Kroaten, die sich nicht aufgeben.

Und tatsächlich: In Minute 87. verfallen kroatische Fans und Spieler in Ekstase.

Ivan Perisic macht mit dem 2:1 die Sensation perfekt und entzaubert die Spanier.

Eine Sensation. Die Kroaten beenden die Vorrunde als Gruppensieger.

"La Furia roja" rutschen auf Rang zwei - und treffen damit im Achtelfinale auf Italien. Kein schöner Ausblick.

Auch das Parallelmatch in Gruppe D, Türkei gegen Tschechien, birgt eine Überraschung - ...

... in Form einer starken türkischen Mannschaft.

Die Türken legen schnell vor, ...

... Burak Yilmaz versenkt schon in der 10. Minute das 1:0.

Ozan Tufan besiegelt schließlich mit dem 2:0 (65. Minute) den Sieg ...

... und damit das EM-Aus der Ex-Europameister aus Tschechien.

Die Türken können nach dem Sieg auf einen Einzug ins Achtelfinale als einer der vier besten Gruppendritten hoffen - sind jedoch auf Schützenhilfe angewiesen.

Getrübt wird die Freude über den Sieg von einem wahrscheinlichen Uefa-Verfahren: ...

... Nach dem 2:0 werfen türkische "Fans" Leuchtraketen auf das Feld.

Das Urteil der Uefa könnte härter ausfallen - bereits zuvor war gegen den Halbfinalisten von 2008 wegen Fanverhaltens im Spiel gegen Spanien ermittelt worden.

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