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Sonntag, 29. Oktober 2017

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Das kotzt einen extrem an"

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"Der Oktober war goldig für uns." Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac (r.) ist nach dem Remis in Mainz mit seinem Team seit fünf Spielen in Bundesliga und Pokal unbesiegt. (Foto: dpa)

"Der Oktober war goldig für uns." Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac (r.) ist nach dem Remis in Mainz mit seinem Team seit fünf Spielen in Bundesliga und Pokal unbesiegt.

FSV Mainz - Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1)

"Der Oktober war goldig für uns." Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac (r.) ist nach dem Remis in Mainz mit seinem Team seit fünf Spielen in Bundesliga und Pokal unbesiegt.

"Ich mache jetzt keine Luftsprünge, bin aber auch nicht tieftraurig." Torwart Robin Zentner von Mainz 05 kommentiert sein Bundesliga-Debüt nüchtern.

"Er hat Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt. Robin bestätigt, was er im Training und im Pokalspiel gezeigt hat. Wir sind sehr glücklich mit seinem Einstand als Bundesliga-Torhüter." FSV-Coach Sandro Schwarz verteilte dezentes Torwartlob.

Bayer Leverkusen - 1. FC Köln 2:1 (0:1)

"Wie heißt das nochmal? Egal. Ich hasse es." Leverkusens jamaikanischer Stürmer Leon Bailey ist kein Freund des Videobeweises. Gegen Köln wurde ein Tor von Bayer aberkannt. Baileys Tor zum 1:1 zählte aber.

"Wenn die Sonne scheint, können alle Gas geben. Die richtig Guten zeigen sich, wenn die Wolken da sind und es regnet." Leverkusens Trainer Heiko Herrlich könnte auch als Fußballphilosoph bestehen.

"Zum letzten Mal habe ich so ein Tor in der F-Jugend geschossen. Damals war ich noch beweglich." Sven Bender über sein akrobatisches 2:1-Siegtor gegen Köln.

"Die Spekulationen zu kommentieren, die ihr Journalisten bringt, ist momentan mein allerletzter Job." Kölns Trainer Peter Stöger hat keine Lust auf die Frage, ob er nun eine Art Teammanager werde.

"Es fehlt immer ein bisschen. Und dadurch fehlt am Ende ziemlich viel." Nochmal Stöger, diesmal zur anhaltenden Sieglosserie des FC. Nach zehn Spieltagen ist Köln noch immer ohne Bundesligasieg.

Hertha BSC - Hamburger SV 2:1 (1:0)

"Ich bin ein Ungar, ich komme aus einem anderen Land. Ich bin ein Soldat, ein bezahlter, leidenschaftlicher Mitarbeiter. Es ist schwierig, wenn der ganze Verein so von außen beeinflusst wird, dass alle unsicher werden. Das ist nicht schön. Der Trainerstab, die Mannschaft muss Stärke zeigen, weil alle von außen manipuliert werden." Herthas Trainer Pal Dardai (M.) zur Stimmung vor Herthas Heimsieg gegen den Hamburger SV.

"Ich bin über 20 Jahre hier, ich kümmere mich nicht mehr so um Stimmungen." Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz gibt sich stimmungsresistent.

"Das kotzt einen extrem an, dass wir wieder ein paar Stunden nach Hause gurken und keine Punkte mitgenommen haben." Hamburgs Dennis Diekmeier hatte nach der Pleite in Berlin keine Lust auf die Heimfahrt.

"Deswegen wird keine Feier stattfinden. Es ist toll, und wir wissen, dass Fiete ein großes Talent ist und es wahnsinnig reif macht für sein Alter. Aber wir brauchen Punkte, keine Komplimente." HSV-Sportdirektor Jens Todt konnte das Rekordtor von Jann-Fiete Arp zum 1:2 bei Hertha BSC nur mäßig erfreuen, auch wenn der 17-Jährige nun der jüngste Torschütze der Vereinsgeschichte ist.

FC Schalke - VfL Wolfsburg 1:1 (1:0)

"Es war vielleicht die beste erste Halbzeit, seit ich Trainer auf Schalke sein darf. Wir haben den Sieg ein Stück weit schon gespürt, müssen den Punkt aber letztlich akzeptieren." Schalkes Trainer Domenico Tedesco schmeckte Wolfsburgs Last-Minute-Ausgleich in der Nachspielzeit bittersüß.

"Wenn man davon positiv betroffen ist, ist es ein bisschen wie Geschenke auspacken. Andersherum ist es natürlich negativ." Gleiches galt bei Tedesco für den Videobeweis, der auf Schalke zweimal zur Anwendung kam - und jedem Team je einen Elfmeter bescherte.

"Ich bin weggerutscht." Wolfsburgs Stürmer Mario Gomez erklärt seinen Uli-Hoeneß-Gedächtnis-Elferfehlschuss. Trotz spektakulären Gomez-Falls deuten die TV-Bilder auf einen Gomez-Fail hin, da der Rutschvorgang erst nach dem Schuss einzusetzen schien.

Hannover 96 - Borussia Dortmund 4:2 (2:1)

"Der Trainer hat schon häufig einen Sahnetag gehabt - und heute auch." 96-Manager Horst Heldt war hörbar beglückt von seinem Trainer Andre Breitenreiter.

"Salif hat zu mir gesagt: Nimm ihn und hau ihn rein." Hannovers Felix Klaus erklärt, wie es zu seinem Freistoßtor zum zwischenzeitlichen 3:2 gegen den BVB kam.

"Was bringt es, wenn wir jetzt den Teufel an die Wand malen - das wird von außen eh gemacht." BVB-Kapitän Marcel Schmelzer (M.), Realist.

"Da war keine Krise, und da ist keine Krise." BVB-Coach Peter Bosz (l.) nach dem Sturz von der Tabellenspitze.

FC Bayern - RB Leipzig 2:0 (2:0)

"Ich würde gegen Bayern auch mal gerne ein Spiel Elf gegen Elf sehen." RB-Profi Marcel Sabitzer kommentierte die dritte Unterzahl seiner Leipziger im vierten Pflichtspiel gegen den Rekordmeister aus München durchaus bedauernd.

"Nach der Pause war es für die neutralen Zuschauer eher langweilig." Bayern-Profi Joshua Kimmich (2.v.r.) gab zu, dass die zweite Halbzeit im Topspiel angesichts RB-Unterzahl und FCB-Führung kein Augenschmaus war.

"In der Halbzeit hätten wir eigentlich nach Hause fahren können." Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl stimmte Kimmich angesichts des 0:2-Rückstandes und der Unterzahl ab der 13. Minute beim Topspiel in München zu.

"Dass Bayern auf Platz eins steht, erwartet man in Deutschland eh." Nochmal Leipzigs Sabitzer, diesmal zur erstmaligen Tabellenführung des Münchner Serienmeisters in dieser Saison.

1899 Hoffenheim - Borussia M'gladbach 1:3 (1:0)

"Das war eine dumme Aktion, die mir nicht passieren darf - und auch nicht mehr passieren wird." Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann zeigt sich reuig, nachdem er im Spiel aus Wut über Gladbachs Ausgleich einem Zuschauer versehentlich eine Plastikflasche an den Kopf geworfen hatte.

"Das war eine tolle Energieleistung. Wir wollten Leverkusen noch ein Stück weiter vergessen lassen." Gladbachs Chefcoach Dieter Hecking, hochzufrieden mit der Wiedergutmachung nach dem 1:5 daheim gegen Leverkusen.

"Am Ende haben die Gladbacher aufgrund der Chancen, ihrer Chancenverwertung und der Power, die sie auf das Feld bekommen haben, verdient gewonnen." Nagelsmann nahm das Ende der Hoffenheimer Heimserie von 22 Spielen ohne Niederlage und den siebten verspielten 1:0-Vorsprung in dieser Saison sportlich fair hin.

Werder Bremen - FC Augsburg 0:3 (0:2)

"Es ist niederschmetternd. Wir sind in einer Situation, die ganz, ganz schwierig ist. Es ist seit Wochen immer wieder das gleiche. Es ist schwer zu erklären. Das ist nicht das, wie wir auftreten wollen." Bremens Kapitän Zlatko Junuzovic, konsterniert.

"Uns ist der Auftritt peinlich." Werder-Abwehrspieler Niklas Moisander.

Noch mal Junuzovic: "Was jetzt passieren wird, weiß ich nicht. Das Trainerteam macht eine sehr gute Arbeit und stellt uns gut auf die Begegnungen ein. Letztlich sind wir Spieler verantwortlich."

VfB Stuttgart - SC Freiburg 3:0 (2:0)

"Ich habe keine Ahnung, warum sie das mit uns machen, aber die Bundesliga ist ein großes Geschäft - und wir gehören nicht zu den Großen." Trainer Christian Streich ließ die umstrittene Rote Karte für seinen Abwehrchef Caglar Söyüncü fassungslos zurück.

Die Entscheidung von Referee Tobias Stieler fiel nach Videobeweis, an den Streich nicht mehr wirklich glauben mag: "Langsam wird es ein bisschen absurd, was so passiert. Ich habe gehofft, dass der Videobeweis für mehr Gerechtigkeit sorgt. Aber was ich in der letzten Wochen erlebt habe, ist kaum zu glauben."

"Ich habe sofort gesehen, dass er den Ball mit der Hand wischt. Wenn es ein Handspiel ist, ist es die Vereitelung einer Torchance. Das ist natürlich bitter für Freiburg, aber so sind die Regeln, und daran müssen sich die Schiedsrichter halten." VfB-Coach Hannes Wolf hatte völliges Verständnis für den Freiburger Platzverweis nach zwölf Minuten.

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