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Infantino ist erst die Nummer Zehn: Das sind die bisherigen Präsidenten der Fifa

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Und es ist wieder ein Schweizer: Mit 115 von 207 Stimmen kürt der Fifa-Kongress Gianni Infantino zum neuen Präsidenten des Fußball-Weltverbands - und somit zum Nachfolger Joseph S. Blatters. (Foto: dpa)

Und es ist wieder ein Schweizer: Mit 115 von 207 Stimmen kürt der Fifa-Kongress Gianni Infantino zum neuen Präsidenten des Fußball-Weltverbands - und somit zum Nachfolger Joseph S. Blatters.

Und es ist wieder ein Schweizer: Mit 115 von 207 Stimmen kürt der Fifa-Kongress Gianni Infantino zum neuen Präsidenten des Fußball-Weltverbands - und somit zum Nachfolger Joseph S. Blatters.

Nach der 17-jährigen Herrschaft Blatters könnte man meinen, dass Fifa-Präsidenten seit jeher eine Garantie auf jahrelange Amtszeiten haben.

Doch ein Blick in die Geschichte des Weltverbandes offenbart, dass sich nicht alle bisherigen Amtsträger an ihren Chefsessel geklammert haben.

So ist Robert Guerin aus Frankreich nach der Gründung der Fifa im Jahr 1904 nur zwei Jahre im Amt.

1906 wird Gründungspräsident Guerin vom Engländer Daniel Burley Woolfall beerbt, der immerhin 14 Jahre lang der Fifa vorsteht.

Nach Woolfalls Tod im Jahr 1918 bleibt die Fifa bis 1920 führungslos - die erbitterten nationalen Feindschaften des Ersten Weltkrieges wirken auch im Fußball-Weltverband nach.

Erst 1920 beginnt auf dem Kongress in Antwerpen die Zeit der ewigen Präsidenten. Ab 1921 ist der Franzose Jules Rimet der Chef.

Seiner Verdienste zu Ehren wird nach dem Zweiten Weltkrieg der Pokal für den Weltmeister, auch weil er die Fifa am Leben erhalten hat, in Jules-Rimet-Pokal umgetauft.

Rimet überreicht 1954 noch Fritz Walter seine WM-Trophäe, ehe er, 80-Jährig, nach 33 Jahren an der Fifa-Spitze, zurücktritt.

Rimets Nachfolger wird 1954 der Belgier Rodolphe William Seeldrayers, der allerdings nach nur einem Jahr im Amt verstirbt.

Im Jahr 1955 bezieht Arthur Drewy aus England das Büro des Fifa-Chefs in Zürich und passt in seiner fünfjährigen Amtszeit vor allem die Statuten bezüglich Amateuren, Profis und Transfers an.

Drewys Nachfolger kommt ebenfalls aus England: Der Ex-Schiedsrichter Sir Stanley Rous herrscht stolze 24 Jahre über die Fifa.

1974 wird in Frankfurt am Main erstmals ein Nicht-Europäer an die Spitze der Fifa gewählt. Der Brasilianer Joao Havelange wird nicht nur dafür verantwortlich gemacht, dass das große (Fernseh-)Geld, sondern auch die Korruption Einzug in den zum Geschäft werdenden Fußball hält.

24 Jahre später wird Joseph S. Blatter 1998 in Paris, dem Gründungsort der Fifa, zum Verbandspräsidenten gekürt. Zuvor ist der Schweizer seit 1975 auf Betreiben des Sponsors Adidas Entwicklungssekretär und seit 1981 Generalsekretär bei der Fifa gewesen.

Im Jahr 2015 lässt sich Blatter, trotz zahlreicher Skandale in seiner bereits 17 Jahre dauernden Amtszeit, als 79-Jähriger für vier Jahre wieder wählen ...

... und kündigt dann nach wenigen Tagen überraschend seinen Abschied an.

Im Dezember 2015 wird er für acht Jahre von der Ethikkommission der Fifa, die er einst selbst installiert hatte, gesperrt.

Zuvor hatte bereits der Kameruner Issa Hayatou im Oktober 2015 die Fifa interimsweise übernommen und bis zum Fifa-Kongress in Zürich am 26. Februar den Verband geführt.

Auf dem außerordentlichen Kongress wird der Schweizer Gianni Infantino zum neuen Fifa-Präsidenten gewählt.

Der bisherige Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union Uefa ist somit erst der zehnte Fifa-Präsident in der 112-jährigen Geschichte des Fußball-Weltverbandes. (cri)

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