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"Suboptimal, mit so einem Drecksding": Die Bundesliga in Wort und Witz

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Die Bayern hatten Spaß: vor dem Spiel, durch die Patzer der Konkurrenz... (Foto: dpa)

Die Bayern hatten Spaß: vor dem Spiel, durch die Patzer der Konkurrenz...

Die Bayern hatten Spaß: vor dem Spiel, durch die Patzer der Konkurrenz...

...im Spiel, weil sich der Hamburger SV kaum wehrte.

Und auch danach: "Franck hatte kaum Impulse nach vorne, er war der schlechteste Mann auf dem Platz und hat noch viel Luft nach oben", befand etwa Thomas Müller über Franck Ribérys Leistung beim 3:0-Sieg an der Elbe, zu dem der Franzose nur zwei Vorlagen beigesteuert hatte.

Bei soviel Spaß fiel es Sportdirektor Matthias Sammer leicht, ein nüchternes Lob einzustreuen, für Coach Jupp Heynckes: "Er ist klar in der Planung, klar in der Ansprache, klar in der Analyse. Es ist eine Freude, mit ihm zusammenzuarbeiten". Schön, dass das geklärt wäre.

HSV-Keeper Rene Adler nahm die doppelte Niederlage gegen die Bayern und Nationaltorwart Manuel Neuer locker: "Das Duell habe ich heute grandios verloren."

Und was trieb Verfolger Schalke so? Dort fand man den 10. Spieltag weniger lustig und die Zusammenarbeit mit Gegner 1899 Hoffenheim wenig schön.

"Wir haben wieder einen Gegner, der auf dem Präsentierteller gelegen hat und eigentlich tot war, am Leben gelassen. Wir sind wohl zu gut für diese Welt", bilanzierte Manager Horst Heldt das 2:3 bei 1899 Hoffenheim.

Beim 0:0 in Dortmund sah Stuttgarts Manager Fredi Bobic die Notwendigkeit, Worte an BVB-Coach Jürgen Klopp zu richten: "Ich habe ihm gesagt, dass er sich mal etwas beruhigen und da nicht unbedingt 'Rot, Rot, Rot' rumschreien soll."

Klopp hatte das nach diesem rotwürdigen Ellbogenschlag von Raphael Holzhauser ins Gesicht von Sebastian Kehl getan.

Im Champions-League-Kracher bei Real Madrid kann Kehl nun bestenfalls mit einer Maske mitmachen, wenn überhaupt. Seinen Coach freut das gar nicht: "Das ist suboptimal, mit so einem Drecksding spielen zu müssen. Aber wenn es nicht anders geht, dann muss halt auch das sein."

In Nürnberg war Trainer Dieter Hecking erleichtert, nachdem er öffentlich schon in die Riege der Rauswurfkandidaten eingereiht worden war. Gegen den VfL Wolfsburg glückte jedoch ein 1:0-Sieg, was Hecking angenehm fand. Denn: "Wir haben eine Zeit hinter uns, die nicht angenehm war."

Das galt auch für Wolfsburg, solange der Trainer dort noch Felix Magath hieß. Nach dessen Entmachtung und der Übergabe des Trainerjobs an Lorenz-Günter Köstner gab es zwei Siege in zwei Spielen - dann kamen Heckings Nürnberger. Überrascht, Herr Köstner? "Es war klar, dass Rückschläge kommen werden." Achso.

In Hannover freute sich Sportdirektor Jörg Schmadtke über die Arbeitseinstellung von Stürmer Mame Diouf: "Er scheut sich nicht, auch mal schmutzige Wege zu gehen."

Grund für das Lob: Diouf hatte gegen den FC Augsburg blitzsauber das 1:0 erzielt.

Bei Eintracht Frankfurt gab es nach dem 1:1 gegen Greuther Fürth personelle Verwirrung, die zu personellen Veränderungen führen könnte. "Armin Kraaz, bitte das Fazit aus der Eintracht-Sicht", bat Eintracht-Pressesprecher Carsten Knoop seinen Coach. Allerdings heißt der Veh mit Nachnamen. Herr Kraaz leitet das Nachwuchs-Leistungszentrum der Hessen.

Veh nahm das Ganze mit Humor: "Ich weiß nicht, ob der Herr Knoop morgen noch da ist."

Ganz ernst meinte er dagegen, was er über den Endstand zwischen seinen Drittplatzierten Frankfurtern und Kellerkind Fürth sagte, nämlich: "Wir haben Fürth auf Distanz gehalten. Das ist kein Witz. Das meine ich ernst."

Fürths Trainer Mike Büskens war derweil um sein Äußeres besorgt. "Wenn ich gleich ins Hotel komme, werde ich mich vor den Spiegel stellen und schauen, ob die ersten Haare grau sind", kommentierte er die ausbaufähige Chancenverwertung beim 1:1 gegen die Frankfurter.

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