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"Das Spiel wird nicht 5:5 ausgehen" : Die Bundesliga in Wort und Witz

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Am besten wäre ohnehin ein Unentschieden, folgt man Augsburgs Keeper Mohamed Amsif. Schließlich ist es ja so: "Für Fürth wird es um Leben und Tod gehen und für uns genauso." (Foto: dapd)

Am besten wäre ohnehin ein Unentschieden, folgt man Augsburgs Keeper Mohamed Amsif. Schließlich ist es ja so: "Für Fürth wird es um Leben und Tod gehen und für uns genauso."

"Ich würde jetzt als Dortmunder Spieler mit 14 Punkten Rückstand nicht mehr von der Meisterschaft reden", lästerte der Münchner Spieler Thomas Müller am 16. Spieltag.

Seine Bayern hatten beim FC Augsburg im Schongang 2:0 gewonnen ...

... und nebenbei den nächsten Bundesligarekord geknackt. Weil Augsburg trotz guten Spiels und guter Chancen ohne Treffer blieb, blieb es bei einem Auswärtsgegentor für Bayern-Keeper Manuel Neuer in der Hinrunde. Ein neuer Spitzenwert.

Meister und Bayern-Angstgegner BVB hatte hingegen eine 2:3-Heimschlappe gegen den VfL Wolfsburg kassiert und liegt nun schon aussichtslose 14 Zähler hinter den Münchnern zurück.

Was Müller bei seiner kecken Ansage Richtung Dortmund nicht wusste: Beim BVB ...

... sprach nach dem Spiel überhaupt kein Spieler.

BVB-Coach Jürgen Klopp, einer der eloquentesten Vertreter der Trainerzunft, hatte seinen Spielern ein Interviewverbot auferlegt.

Grund dafür war nicht etwa Ärger über seine geschlagenen Profis, sondern über den Grund für die allgemeine schwarz-gelbe Niedergeschlagenheit.

Schiedsrichter Wolfgang Stark.

Der hatte in der 35. Minute Dortmunds Marcel Schmelzer zu Unrecht mit Rot vom Platz gestellt ...

... sowie Elfmeter für Wolfsburg gegeben und damit aus einem Spiel, das der BVB dominierte und in dem er führte, eines gemacht, ...

... das Dortmund noch mit 2:3 verlor.

"Die haben sich die Seele aus dem Leib gelaufen und sollen anschließend vor dem Mikrofon die richtigen Dinge sagen. Das ist ja auch kein Kindergeburtstag", begründete Klopp den Maulkorb später im WDR.

Und verteilte gleich noch einen Preis an Unglücksrabe Schmelzer, der nach kurzem Protest schweigend vom Platz geschlichen war: "Wie Marcel mit dem Platzverweis umgegangen ist, dafür müsste man ihn für den Friedensnobelpreis vorschlagen."

Ansonsten fand Klopp zur spielentscheidenden Szene noch: "Abhacken müssen die Jungs die Dinger noch nicht, um kein Handspiel zu begehen."

Auch in Freiburg hatte der Heimtrainer Grund zur Klage, obwohl sein Team einen Heimsieg gefeiert hatte. Was Christian Streich erzürnte ...

... waren jene Fans, die ihm nicht wohlgesonnen waren und mit pfiffigen Plakaten huldigten.

Sondern sein Team trotz des 1:0-Erfolgs über Fürth auspfiffen. Also schimpfte er: "Die 20, die da gepfiffen haben, denen kann man nicht helfen. Vielleicht pfeifen die daheim ihren Hunden hinterher."

Streichs pragmatische Problemlösung: "Am besten wir denken, wir sind nicht gemeint."

Fürths Gerald Asamoah war nach der erneut unglücklichen Niederlage erneut frustriert und schwieg deshalb lieber. Es ist ja so: "Ich weiß auch nicht mehr, was man jede Woche erzählen soll."

Zum Hinrundenabschluss am kommenden Wochenende misst sich Ligaschlusslicht Fürth übrigens mit dem punktgleichen Vorletzten aus Augsburg, beide Teams haben bislang in 16 Spielen magere acht Punkte gesammelt.

Den Teams von FCA-Coach Markus Weinzierl ...

... und Fürths Mike Büskens mangelt es vor allem an Toren.

FAC-Manager Jürgen Rollmann stellte deshalb vorab die kühne These auf: "Das Spiel wird wahrscheinlich nicht 5:5 ausgehen."

Am besten wäre ohnehin ein Unentschieden, folgt man Augsburgs Keeper Mohamed Amsif. Schließlich ist es ja so: "Für Fürth wird es um Leben und Tod gehen und für uns genauso."

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