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Im letzten Länderspiel des Jahres gegen die Elfenbeinküste konnten nicht alle DFB-Kicker restlos überzeugen - und sich für den WM-Kader empfehlen.
Tim Wiese: Stand erstmals in der Startelf des DFB-Teams - und spielte im 2. Länderspiel zu null. Hatte Glück beim Lattenball von Eboué (13.), …
… klärte per Fußabwehr gut gegen Yaya Touré (17.) und blieb ansonsten beschäftigungslos. Wurde zur Halbzeit für Manuel Neuer ausgewechselt.
Jerome Boateng: Der Youngster vom Hamburger SV konnte als Rechtsverteidiger durchaus überzeugen. In seinem zweiten Länderspiel hatte der 21-Jährige seine Seite insgesamt gut im Griff, mit dem flinken, ballsicheren Cissé aber bisweilen Mühe.
Leistete sich einige Stellungsfehler und wirkte mitunter ungestüm im Zweikampf, empfahl sich aber dennoch für einen Platz im WM-Kader.
Per Mertesacker: Der Bremer spielte in der Innenverteidigung gewohnt solide und bügelte den einen oder anderen Patzer seines Nebenmannes Heiko Westermann aus.
Ging im Zweikampf resolut zu Werke, grätschte meist im richtigen Moment.
War bei hohen Bällen eine Bank.
Heiko Westermann: Spielt sich mit Mertesacker im Abwehrzentrum langsam ein, konnte aber gegen die Elfenbeinküste nicht restlos überzeugen.
Hatte einerseits Pech beim Kopfball, den Boka auf der Linie klärte (25.). Leitete andererseits mit seinem Rückpass unfreiwillig das 1:1 ein und zeigte zudem einige Stockfehler.
Hat noch keinen Stammplatz in der Innenverteidigung sicher.
Philipp Lahm: Der Ersatz-Kapitän hatte in seinem 63. Länderspiel links große Probleme mit Eboué und mit einigen bösen Stellungsfehlern zu kämpfen.
Sein grober Patzer in der 13. Minute gegen Eboue blieb aber unbestraft.
Wirkte insgesamt ungewohnt fahrig und blieb auch offensiv weitgehend wirkunglos. Schwache Leistung.
Thomas Hitzlsperger: Der 27-Jährige tauchte wie auch zuletzt bei seinem Klub VfB Stuttgart größtenteils unter. Eroberte als alleiniger Sechser vor der Abwehr zwar zweikampfstark einige Bälle. Muss sich aber deutlich steigern, um seinen Stammplatz bis zur WM zu behalten.
Bastian Schweinsteiger: Fehlpässe, verlorene Zweikämpfe und fehlende Motivation.
Der Münchner war gegen die Elfenbeinküste ein Ausfall – auch nach der Pause, als er etwas besser ins Spiel fand.
Piotr Trochowski: Der Hamburger spielt in der Nationalelf weiter konstant unauffällig. Auch in seinem 28. Länderspiel machte sich der Mittelfeldspieler nicht unersetzlich.
War auf der linken Seite bemüht, aber nicht effektiv.
Beste Szene: Sein Pfostenschuss in der 44. Minute.
Mesut Özil: Der Spielmacher knüpfte nicht an seine zuletzt sehr starken Leistungen bei der Nationalmannschaft an. Hatte allerdings wegen der Doppelspitze Kießling/Podolski auch weniger Raum zur Entfaltung.
Überzeugte trotz einiger Kunstpausen aber dennoch als Ballverteiler und Vorbereiter und mit guten Standards. Der junge Bremer ist die Entdeckung des Jahres 2009.
Lukas Podolski: Erzielte seine Länderspieltreffer 36 und 37.
Zeigte auch ansonsten deutlich mehr Elan als zuletzt im Trikot des 1. FC Köln.
War immer anspielbar, Antreiber ...
... und bester deutscher Spieler in Gelsenkirchen.
Stefan Kießling: Der Bundesliga-Top-Torjäger stellte bei seinem DFB-Startelf-Debüt seine Fähigkeiten sofort unter Beweis.
Holte den allerdings glücklichen Elfmeter raus, überzeugte zudem mit dem ein oder anderen feinen Zuspiel in die Spitze, legte Bälle ab, suchte selbst den Abschluss.
In der 71. Minute raus mit Applaus.
Manuel Neuer: Kam in der zweiten Halbzeit für Wiese und leistete sich in seinem Heimspiel einen groben Schnitzer.
In der 57. Minute schoss der U21-Europameister nach einem Rückpass von Westermann den Ivorer Eboue an, ...
... von dem der Ball ins deutsche Tor prallte. Beim zweiten Gegentor war Neuer dann chancenlos.
Andreas Beck: Der Hoffenheimer saß zunächst auf der Bank, kam in der 65. Minute für den starken Boateng. Fügte sich auf der rechten Verteidigerposition gut ein, blieb offensiv ohne Akzente.
Mario Gomez: Wurde in der 71. Minute für Kießling eingewechselt und direkt vom Publikum ausgepfiffen.
Nach knapp verzogenem Schuss (81.) aus der Drehung gab's aber Applaus für den Münchner Edelreservisten.
Aaron Hunt: Löw gönnte dem Bremer ein Zehn-Minuten-Debüt im Nationalteam, Hunt kam für den schwachen Schweinsteiger. Viel bewirken konnte der 32. Neuling in der Ära Löw nicht mehr.
Marcel Schäfer: Kam in der 85. Minute nach dem Tor zum 1:2 für Trochowski und damit zu seinem siebten Länderspiel. Mehr ist nicht zu vermerken.
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