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Montag, 15. August 2016

Stimmungskanone, Torjäger, Teamspieler: Die DFB-Karriere des Lukas Podolski

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Nun also doch: Weltmeister Lukas Podolski beendet nach 39 Tagen Bedenkzeit seine Karriere in der Fußball-Nationalmannschaft. (Foto: dpa)

Nun also doch: Weltmeister Lukas Podolski beendet nach 39 Tagen Bedenkzeit seine Karriere in der Fußball-Nationalmannschaft.

Nun also doch: Weltmeister Lukas Podolski beendet nach 39 Tagen Bedenkzeit seine Karriere in der Fußball-Nationalmannschaft.

Nach zwölf Jahren, sieben Welt- und Europameisterschaften und insgesamt 129 Länderspielen beendet der 31-Jährige das Kapitel DFB-Team.

"Ich habe dem Bundestrainer gesagt, dass ich ab sofort nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werde ...

... Ich trete kürzer und widme mich mehr anderen Dingen. Am meisten natürlich meiner Familie", schreibt Podolski bei Facebook.

Zweieinhalb Wochen nach dem Rücktritt von Kapitän Bastian Schweinsteiger zieht somit auch dessen bester Kumpel einen Schlussstrich unter das Kapitel Nationalmannschaft.

Bei Twitter bedankt sich Podolski bei seinen Fans für die langjährige Unterstützung: "Danke Fans! 129 Spiele, 12 Jahre. Es war gigantisch, es war großartig. Und es war mir eine Ehre!"

Der Spaß-Fußballer …

… und Publikumsliebling …

… zieht mit dem Rücktritt letztendlich auch die Konsequenzen aus zuletzt vier enttäuschenden Jahren in der Nationalmannschaft, …

… der er in den 12 Jahren zuvor ein Gesicht gegeben hatte.

Dabei hatte Podolski noch nach dem Halbfinal-Aus bei der EM gegen Gastgeber Frankreich versichert, "auf jeden Fall" weitermachen zu wollen.

"Ich stehe voll im Saft, auch wenn ich eine drei vorne habe. Ich muss mich vor keinem verstecken. Das habe ich bei dieser EM wieder gesehen Und der Trainer kann das bestätigen", hatte der Weltmeister gesagt.

Nun zieht er sich doch zurück und erspart sich damit wohl einen Zwangs-Abschied. Zwar schätzt Bundestrainer Joachim Löw ihn sehr, …

… doch seit 2012 ist Podolski im DFB-Team allenfalls Ergänzungsspieler.

Seine Nationalmannschaftskarriere beginnt am 6. Juni 2004 noch unter Teamchef Rudi Völler in Kaiserslautern beim 0:2 gegen Ungarn.

Es folgen vier EM-Teilnahmen …

… und drei WM-Teilnahmen - inklusive Sommermärchen 2006 in Deutschland …

… sowie natürlich dem Weltmeistertitel 2014 in Brasilien, der Krönung seiner Nationalmannschaftskarriere.

Seit er bei der EM 2012 nach der Vorrunde aus dem Team gerutscht ist, kommt Podolski noch in 30 Länderspielen zum Einsatz.

Doch der Kölsche Jung ist kaum mehr als ein Ergänzungsspieler.

Seinen letzten Einsatz im DFB-Trikot hat Podolski bei der EM 2016 beim 3:0 im Achtelfinale gegen die Slowakei, allerdings erst ab der 72. Minute.

Wegen seines Reservistendaseins verspotten ihn einige als Gute-Laune-Onkel und Maskottchen im DFB-Team, …

… was er als "respektlos" bezeichnet.

Bei den deutschen Fans - insbesondere aus seiner Heimat Köln - erfreut sich Podolski trotz schwindender Einsatzzahlen ungebrochener Beliebtheit.

Nicht nur deshalb wird Podolski als Gesicht der Nationalmannschaft in Erinnerung bleiben.

Mit 129 Länderspielen belegt er Rang drei der ewigen Länderspielliste hinter Lothar Matthäus und Miroslav Klose (hier bei seiner ersten Einwechslung im Jahr 2004).

Zudem ist Podolski mit 48 Toren viertbester Torschütze hinter Klose (71), Gerd Müller (62) und dem ehemaligen DDR-Torjäger Joachim Streich (55).

Der Abschied von der Nationalmannschaft fällt dem Stürmer von Galatasaray Istanbul schwer.

"Für mich ist dieser Abschied sehr emotional. Ich bin stolz darauf, was ich mit dem DFB erleben durfte. Nichts kann mir ersetzen, was mir die Zeit mit dem DFB-Team an Freude, Leidenschaft und Zusammenhalt gegeben hat", bekennt er bei Facebook, …

… "vom zweijährigen polnischen Jungen, der quasi nur mit einem Ball unter dem Arm nach Deutschland kam, zum Weltmeister - das ist mehr, als ich mir erträumen konnte."

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