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Sonntag, 12. März 2017

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Die Tabelle sieht immer noch beschissen aus"

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"Das Spiel war nach den ersten 45 Minuten verloren." Deprimiert: Manuel Baum, Coach des früh geschlagenen FC Augsburg. (Foto: dpa)

"Das Spiel war nach den ersten 45 Minuten verloren." Deprimiert: Manuel Baum, Coach des früh geschlagenen FC Augsburg.

Rosig sieht es für Darmstadt in der Fußball-Bundesliga immer noch nicht aus, wie könnte es bei "Lilien" auch.

Aber mit dem Sieg gegen Mainz sendet die Frings-Truppe ein Lebenszeichen und beglückt das Phrasenschwein.

Der FC Bayern schlampt sich zum Titel "Gewinner des Spieltags".

Gemeinsam mit der Hertha, ...

... die zufällig den BVB schlägt. Der 24. Spieltag in Wort und Witz.

SV Darmstadt - FSV Mainz 2:1 (2:1)

"Auf die Tabelle zu schauen, bringt nichts. Die sieht immer noch beschissen aus." Torsten Frings, Trainer von Bundesliga-Schlusslicht SV Darmstadt und Realist.

"Wir wissen, dass das ein Berg ist, der höher als der Mount Everest ist, den wir da besteigen müssen. Aber wir werden es versuchen." Frings erbringt erneut den Nachweis, dass er nach seinem Rauswurf in Bremen und vor dem Engagement in Darmstadt eine Ausbildung zum Phrasenschwein absolviert hat.

"Ich habe versucht, meinem Team in Wort, Bild und Videomaterial zu vermitteln, was hier passiert. Aber entweder habe ich undeutlich geredet oder das Team hatte taube Ohren." Mainz-Trainer Martin Schmidt, völlig ironiefrei.

"Die Fans haben es gut gemacht, wir haben es gut gemacht, und der da oben wird sich freuen." Darmstadts Kapitän Aytac Sulu zum besonderen Sieg ...

... in Sondertrikots mit "Du musst kämpfen"-Schriftzug. Mit denen gedachten die "Lilien" an den verstorbenen Jonathan Heimes.

FC Bayern – Eintracht Frankfurt 3:0 (2:0)

"Die erste Halbzeit war schon grenzwertig." Bayern-Kapitän Philipp Lahm redet die anfänglichen Schlampigkeitstendenzen gegen Frankfurt nicht schön.

"Ich muss nicht drum herumreden, das wäre falsche Bescheidenheit. Das Tackling hat mir auch gut gefallen. Das ist für einen Verteidiger wie ein Tor." Mats Hummels im Bezahlfernsehen zu seiner Monster-Grätsche gegen Branimir Hrgota, mit der er in der 19. Minute eine Bestrafung der Bayern-Schlampigkeit verhinderte.

"Wir sind im Flow." Bayern-Torwart Manuel Neuer kennt den Grund für die aktuelle Münchner Erfolgsserie.

Teamkollege Thomas Müller holt Neuer aber Rummeniggeesk wieder down to earth: "Wir haben aber nicht so gut gespielt, dass wir auf Wolke sieben schweben." Könnten die Bayern allerdings durchaus, schließlich haben Leipzig und BVB verloren.

RB Leipzig – VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)

"Ich glaube, eine ganze große Qualität unseres jetzigen Trainers ist die Penetranz." Wolfsburgs Siegtorschütze Mario Gomez erklärt das Erfolgsrezept von Andries Jonker gegen RB Leipzig.

Was Jonker seinem Siegtorero Gomez ganz penetrant mit auf den Weg gegeben hatte, verriet der Niederländer selbst. "Ich habe nur zu ihm gesagt, dass er um Gottes Willen im Strafraum bleiben soll."

Dass es nur 1:0 für Wolfsburg ausging, nahm Daniel Didavi auf seine Kappe: "Wenn ich nicht so blind wäre, wäre es vielleicht ein bisschen ruhiger geworden am Ende."

"Das wird eine geile Busfahrt, das sind die schönsten Auswärtsfahrten." Wolfsburgs Maximilian Arnold kann sich auch am knappen Erfolg erfreuen.

Weniger gut war die Stimmung bei RB nach der zweiten Heimpleite der Saison. "Heute war es ein schwaches Spiel von uns. Die Chancen, die wir hatten, die haben wir einfach nicht genutzt. Das war in der Vergangenheit anders", bilanzierte Abwehrspieler Marvin Compper.

Sein Coach Ralph Hasenhüttl war einverstanden mit Comppers Analyse: "Das ist sicherlich auch ein Lernprozess, den wir als Verein gehen müssen, dass jetzt die Phase kommt, wo nicht mehr alles so leicht von der Hand geht."

Amüsiert war Hasenhüttl über die Journalistenfrage, ob er den Bayern bei jetzt zehn Punkten Vorsprung schon zur Meisterschaft gratuliere. Macht er nämlich nicht, aber: "Dürft ihr gerne machen. Wenn es eine Mannschaft gibt, die auch mit weniger Punkten Vorsprung jetzt schon uneinholbar wäre, dann wäre das der FC Bayern. Und wenn sie dann noch zehn mehr haben, wird es noch schwerer."

Hertha BSC - Borussia Dortmund 2:1 (1:0)

"Auch wenn es ein wenig hochnäsig klingt: Wir haben auf Sieg gespielt." Herthas Trainer Pal Dardai nach dem Berliner Triumph über Borussia Dortmund.

"Foto bitte sofort löschen! (...) Ich distanziere mich klar!" Herthas Siegtorschütze Marvin Plattenhardt zu einem AfD-Tweet, der ihn nach dem Spiel mit einem Abgeordneten der Partei zeigt.

"So ist es halt, vielleicht ist es ja nur Zufall." BVB-Coach Thomas Tuchel zur Frage, wieso seine Borussia nach einem Champions-League-Sieg erneut in der Liga eine Niederlage kassierte.

FC Ingolstadt - 1. FC Köln 2:2 (1:1)

"Wenn man in Ingolstadt zweimal führt, dann sollte man das Spiel gewinnen können. Aber es war ein richtiger Schweinskick." Kölns Trainer Peter Stöger, deprimiert vom eigenen Team.

"Es war sehr, sehr viel Palaver auf dem Platz und auf den Bänken. Es kam einem manchmal vor wie bei Raufszenen in der Kneipe." Kölns Kapitän Matthias Lehmann über die Hektik im Duell mit den Ingolstädtern.

"Es ist natürlich schade, wenn ein Ball das Spiel kaputt macht und es am Ende zwei Punkte kostet. (…) Es war einfach ein Fangfehler, das kann immer mal passieren." FC-Keeper Timo Horn, der erstmals nach vier Monaten wieder im Tor stand - und prompt entscheidend patzte.

SC Freiburg - 1899 Hoffenheim 1:1 (0:0)

"Ich bin wirklich sehr zufrieden und finde, dass das Ergebnis gerecht ist. (...) Hoffenheim war ein Stück besser, aber das dürfen sie auch sein. Ich bin sehr, sehr froh, wie die Mannschaft aufgetreten ist." SC-Trainer Christian Streich über einen erfreulichen 24. Spieltag.

"Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht und waren dem Gegner in allen Belangen überlegen. Wir können das Spiel schon gewinnen." 1899-Coach Julian Nagelsmann brachte die Partie nicht ganz so viel Freude.

Immerhin räumte Nagelsmann ein: "Tabellarisch zerbreche ich mir nicht den Kopf. Ich kann damit leben."

Zumal es von Streich noch ein Lob gab für die Nagelsmänner: "Für mich gibt es vier Mannschaften, die besser sind als die anderen. Und das sind die vier, die vorne stehen." 1899 ist derzeit Vierter hinter dem FC Bayern, RB Leipzig und Dortmund.

Bayer Leverkusen - Werder Bremen 1:1 (1:0)

"Das Ergebnis ist unter dem Strich gerecht. Wir hatten aber noch mal die Chance, verschießen den Elfmeter. (...) Das ist gerade eine Phase, die nicht ganz einfach ist." Tayfun Korkut war mit seinem Bayer-Debüt nicht zufrieden, fütterte aber noch das Phrasenschwein: "Wir müssen weiter arbeiten. Dann bin ich sicher, dass wir auch die Erfolge einfahren." Fan fact: Korkut ist seit 14 Bundesligaspielen ohne Sieg.

"Wir haben einfach ein gutes Spiel gemacht, in der zweiten Halbzeit viele Chancen kreiert. Es war schon das eine oder andere Mal in der Saison so, dass wir spät bestraft worden sind." Alexander Nouri, einfach nur glücklich.

"Ich war mir ziemlich sicher, dass ich den reinmache. Leider hat es nicht geklappt." Leverkusens Ömer Toprak zum Elfmeter in der 95. Minute, den Bremens Keeper Felix Wiedwald ziemlich sicher gehalten hatte.

Wiedwald wiederum lobte Bremens Ausgleichstorschützen Claudio Pizarro, der in seinem 200. Spiel für Werder zum Endstand traf: "Er bringt eine Ausstrahlung auf den Platz, vor der jeder Gegner Angst hat."

Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach 2:1 (1:1)

"Das war ein verdienter Sieg für meine Mannschaft und unser bestes Pressing-Spiel seit meiner Zeit beim HSV. Wir müssen aber ruhig und demütig bleiben. Dann schaffen wir es und holen die nötigen Punkte." Markus Gisdol, siegreicher HSV-Trainer und Meister der Demut.

"In der ersten Halbzeit hatten wir die beiden klarsten Möglichkeiten des Spiels, da müssen wir das 2:0 bzw. das 3:1 machen. In der zweiten Hälfte war der HSV aber das klar bessere Team. Da waren wir oft nur noch zweiter Sieger und sind zu oft in Konter gelaufen." Gladbachs Coach Dieter Hecking als fairer Verlierer.

FC Schalke - FC Augsburg 3:0 (3:0)

"Ein dickes Kompliment an die Mannschaft für diese Leistung." Schalke-Coach Markus Weinzierl in Loblaune.

"Das Spiel war nach den ersten 45 Minuten verloren." Deprimiert: Manuel Baum, Coach des früh geschlagenen FC Augsburg.

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