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Freitag, 13. Juni 2014

Wembley-Tor, "Hand Gottes", Rijkaard-Lama: Die größten WM-Skandale

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Alle vier Jahre lacht das Herz der Fußballfans besonders. Eine Weltmeisterschaft bringt die großen Superstars zusammen, ... (Foto: REUTERS)

Alle vier Jahre lacht das Herz der Fußballfans besonders. Eine Weltmeisterschaft bringt die großen Superstars zusammen, ...

Alle vier Jahre lacht das Herz der Fußballfans besonders. Eine Weltmeisterschaft bringt die großen Superstars zusammen, ...

... verspricht einen Monat lang Weltklasse-Fußball, dazu Emotionen auf der ganzen Bandbreite - von Jubel, ...

... über Kampf und Spannung bis hin zu ...

... Frust und Enttäuschung, zum Beispiel über Schiedsrichter-Entscheidungen. Im Laufe der WM-Geschichte gab es eine Menge von Fehl-Pfiffen, die bis heute umstritten sind.

Der Inbegriff der Fehlentscheidung, das Wembley-Tor: In der 101. Minute des WM-Finals 1966 zwischen England und Deutschland schießt der Engländer Geoff Hurst den Ball an die Latte des deutschen Tores. Von dort prallt der Ball auf den Boden - nach Meinung von Schiedsrichter Gottfried Dienst ...

... hinter der Linie. Der Schweizer gibt das Tor zum 3:2, das Spiel endet schließlich 4:2.

England ist Weltmeister - obwohl Zeitlupen und sogar eine wissenschaftliche Studie zu dem Schluss kommen, dass der Ball die Linie nicht vollständig überschritten hatte.

Bei der WM 1986 steht erneut England im Mittelpunkt: Vor dem WM-Viertelfinalspiel im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt geben sich die Kapitäne Diego Maradona und Peter Shilton noch betont sportlich die Hand.

Was der kleine Dribbler während des Spiels veranstaltet, ist jedoch alles andere als fair. In der 51. Minute lupft Maradona den Ball mit der Hand über den englischen Keeper zum 1:0 ins Tor.

Argentinien gewinnt das Spiel mit 2:1 gegen England, Maradonna spricht nach dem Spiel von der "Hand Gottes".

Durch den Sieg ziehen die Argentinier ins Halbfinale und später auch ins Finale ein, wo sie durch ein 3:2 gegen Deutschland Weltmeister werden. Ob es genauso gekommen wäre, wenn Maradonas Tor nicht gezählt hätte?

Wir springen ins Jahr 1990, Deutschland gegen die Niederlande.

In dem WM-Achtelfinalspiel steht schnell fest: Rudi Völler und Frank Rijkaard werden wohl keine Freunde mehr.

Zunächst zieht der Niederländer den Deutschen am Ohr, ...

... dann spuckt er ihn an wie ein Lama. Obwohl es vor allem Rijkaard ist, der immer wieder negativ auffällt, schickt der Schiedsrichter schließlich beide vom Feld.

Ewige Feindschaft? Nein. Später vertragen sich die beiden Streithähne öffentlichkeitswirksam bei Kaffee, Croissant und vermutlich frisch gepresstem Orangensaft.

Der Südkorea-Pfusch im Jahr 2002: Im WM-Achtelfinale gegen den Gastgeber bekommen die Italiener kein Bein auf den Boden. Schuld daran ist auch Schiedsrichter Byron Moreno.

Ein reguläres Tor wird vom Mann aus Ecuador aberkannt, ...

... eine Tätlichkeit gegen Alessandro Del Piero übersehen.

Dann zückt der Unparteiische plötzlich eine lächerliche Rote Karte für Francesco Totti.

Südkorea und Trainer Guus Hiddink gewinnen ...

... mit 2:1 in der Verlängerung und ziehen ins Halbfinale ein.

Vier Jahre später, bei der WM 2006 in Deutschland, erlebt Hiddink, inzwischen Trainer von Australien, eine der größten Fehlentscheidungen - diesmal jedoch zu seinen Ungunsten.

Bis zur fünften Minute der Nachspielzeit steht es zwischen Italien und Australien torlos unentschieden. Hiddinks Team schnuppert an der Sensation.

Doch dann zieht Italiens Fabio Grosso in den Strafraum, ...

... fädelt ein und fällt.

Schiedsrichter Luis Medina Cantalejo pfeift und entscheidet auf Elfmeter.

Die Australier sind fassungslos, aber das Lamentieren nutzt nichts.

Francesco Totti läuft an und verwandelt den Strafstoß, der eigentlich keiner war.

Italien überwindet den Außenseiter mit größter Mühe - und wird knapp zwei Wochen später Weltmeister.

WM 2010, Viertelfinale Deutschland gegen England: Deutschland führt vor der Halbzeit mit 2:1, da hämmert Englands Frank Lampard den Ball aus der Distanz unter die Latte. Der Ball kommt deutlich sichtbar hinter der Linie auf, ...

... aber Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay verweigert dem Treffer die Anerkennung. Ist es die späte Revanche für das Wembley-Tor von 1966?

Am Ende jubeln die Deutschen und gewinnen mit 4:1.

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