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Leichtathletik-EM in Barcelona: Die packendsten Gold-Duelle

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Die Eröffnungsfeier war farbenfroh, ... (Foto: AP)

Die Eröffnungsfeier war farbenfroh, ...

Die Eröffnungsfeier war farbenfroh, ...

... der erste Titel ist auch schon vergeben, an den russischen Geher Stanislaw Emeljanow über 20 Kilometer.

Die großen Duelle, wie zwischen den Hochspringerinnen Ariane Friedrich und Blanka Vlasic ...

... stehen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona aber noch aus.

Ein Überblick über die prickelndsten Medaillenentscheidungen.

Weltmeister Robert Harting gegen den Rest der Diskus-Welt.

Seit einem Jahr ist Robert Harting der Gejagte.

Da wurde er in seiner Heimatstadt Berlin Weltmeister.

Er besiegte den starken Piotr Malachowski aus Polen und Olympiasieger Gerd Kanter (r.) aus Estland.

Altmeister Virgilijus Alekna aus Litauen war ebenfalls chancenlos - in Barcelona möchte nun jeder von ihnen zurückschlagen.

Aber Harting scheint sich rechtzeitig zur EM aus einem kleinen Tief herausgekämpft zu haben: "Ich hatte mit der Technik zu kämpfen und ein bisschen den Glauben verloren. Doch jetzt ich bin heißer denn je."

Sein großer Traum ist der EM-Triumph mit einem 70-Meter-Wurf. Es wäre jeweils eine Premiere.

Ariane Friedrich gegen Blanka Vlasic

Das Hochsprung-Duell des vergangenen Jahres. Erst gewann die Frankfurterin die Hallen-EM, dann sprang sie einen deutschen Rekord (2,06 Meter).

Doch als es darauf ankam in Berlin, wurde die Kroatin Blanka Vlasic erneut Weltmeisterin.

Friedrich sprang auf den Bronze-Platz.

Bei der EM will sie nun Revanche.

Aber: Die 26-Jährige hatte große Verletzungsprobleme zu Beginn des Jahres, brach sogar die Hallen-Saison ab.

Aber auch Vlasic zeigte 2010 schon Schwächen.

Beim Meeting von Barcelona verlor sie gegen Chaunté Lowe (USA).

In der Weltjahresbestenliste sind beide bislang fast gleichauf: Vlasic übersprang schon 2,03 Meter, ...

... Friedrich meisterte 2,02 Meter.

Dwain Chambers gegen Christophe Lemaitre

Schon vor dem 100-Meter-Finale sind sie zwei schillernde Figuren: Christophe Lemaître aus Frankreich blieb als erster weißer Sportler auf dieser Strecke unter 10 Sekunden.

Dwain Chambers (Großbritannien) wurde der EM-Titel 2002 aufgrund seiner Dopingvergehen aberkannt.

Jetzt heißt es: Chambers ...

... oder Lemaître. Aber im Gegensatz zu ihren meist vollmundigen Kollegen aus den USA oder Jamaika heizen die beiden dieses Duell nicht an.

Chambers hat sich nach seiner Dopingsperre sehr zurückgezogen, fährt aber als Hallen-Weltmeister über 60 Meter nach Barcelona.

Und der Franzose erinnert jeden zunächst an sein Alter. Das Credo des 20-Jährigen ist: "Ich bin noch jung und muss noch vieles lernen."

Zu frisch ist wohl noch die Erinnerung an die WM 2009 in Berlin, als er wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde.

Beim Stabhochsprung lautet die Frage: Wer folgt auf Jelena Issinbajewa?

Die Russin hat eine große Lücke hinterlassen. Die mehrfache Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin will erst 2011 wieder antreten.

In diese Lücke drängen mehrere Springerinnen: Die Polin Anna Rogowska fliegt als Überraschungs-Weltmeisterin nach Barcelona.

Sie profitierte 2009 in Berlin vom kapitalen Aussetzer Issinbajewas, die ohne Medaille blieb.

Aber auch Swetlana Feofanowa (Russland) möchte nach 2003 endlich wieder einen Titel gewinnen.

Und Europas Jahresbestenliste führen zwei Deutsche an: Carolin Hingst (4,72 Meter) ...

... sowie die deutsche Meisterin Silke Spiegelburg (4,71). Medaillen sind folglich nicht ausgeschlossen.

Ebenfalls zwei ernsthafte Medaillenanwärter schicken die deutschen Hochsprung-Herren ins Rennen. Youngster Raphael Holzdeppe ...

... und der deutsche Meister Malte Mohr überquerten in diesem Jahr bereits 5,80 Meter.

In den Kampf um Gold dürften sie damit aber nicht eingreifen können. Das scheint an Topfavorit Renaud Lavillenie aus Frankreich vergeben. Seine beste Höhe 2010: 5,94 Meter.

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