Bilderserie

Sturmlauf durch die Champions League: Dortmunds Rausch geht weiter

Bild 1 von 44
Die Spieler? (Foto: dapd)

Die Spieler?

Die Spieler?

Selig.

Die Fans?

Verzückt.

Der Trainer?

Begeistert.

Sehr begeistert sogar.

"Das ist ein außergewöhnlicher Moment, die gesamte Champions-League-Saison läuft wie geschnitten Brot", schwärmte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Schachtjor Donez ...

... und bekam dieses Grinsen einfach nicht aus dem Gesicht.

"Es war über 80 Minuten ein unglaubliches Spiel von uns."

Und es endete mit 3:0 (2:0) für den BVB, so deutlich wie noch kein Dortmunder K.o.-Spiel zuvor in der "Königsklasse".

Nicht nur der BVB-Coach dürfte nach dem Sturmlauf von Borussia Dortmund gegen Schachtjor Donezk mitten hinein ins erste Champions-League-Viertelfinale seit 1998 ins Schwärmen geraten.

Auch die Konkurrenz dürfte beeindruckt und gewarnt sein, denn der BVB zeigte sich wie in den sieben Champions-League-Partien zuvor von seiner besten Seite – und meldete sich endgültig in Europas Beletage zurück.

Gegen den vom milliardenschweren Oligarchen Rinat Achmetow gepäppelten Uefa-Cup-Sieger von 2009 setzte der BVB die Reihe seiner beeindruckenden Auftritte in der Königsklasse fort und darf sich als Bonus auf weitere Millionen-Einnahmen zusätzlich zu den bisherigen 40 Millionen Euro freuen.

Und sportlich, so scheint es, sind den national doppelt entthronten Dortmundern nach oben zumindest in der "Königsklasse" keine Grenzen gesetzt.

Auf Grundlage des 2:2 in Donezk sorgten Felipe Santana (31.), …

… Mario Götze (37.) und …

… Jakub Blaszczykowski (59.) für ein weiteres schwarzgelbes Fußballfest mit rauschhaften Phasen.

Die drei Tore als i-Tüpfelchen auf eine weitere starke Leistung machten den 65.413 schon vor dem Anpfiff begeisterten Zuschauern noch mehr Appetit auf die Runde der letzten Acht, die am 2./3. und 9./10. April ausgespielt wird.

Sportdirektor Michael Zorc zeigte sich "sehr erleichtert" ...

... und fand: "Das war mehr als verdient."

Besonders freute ihn, dass ausgerechnet der zuletzt viel kritisierte Felipe Santana "die Truppe auf die Siegerstraße gebracht" hatte.

Bis zu Santanas 1:0 nach 31 Minuten hatte die Borussia versucht, den Gegner mit kontrollierter Offensive in Schach zu halten.

Das gelang auch deshalb gut, weil die Gäste überraschend defensiv auftraten.

Lediglich in einigen Aktionen deutete Schachtjor seine gefürchteten Konter an, ...

... vorwiegend über ihre technisch versierten und schnellen Brasilianer wie den 15 Millionen Euro teuren Winter-Einkauf Taison.

Die BVB-Abwehr wirkte gut organisiert, obwohl sie zum dritten Mal in Folge auf ihren Chef Mats Hummels verzichten musste. Für den Innenverteidiger wäre der Einsatz nach seinem grippalen Infekt zu früh gekommen.

Ihn vertrat einmal mehr Santana, und das diesmal nicht nur wegen seines Tores tadellos.

In der Offensive sorgte Lewandowski für reichlich Unruhe bei den Ukrainern, die dem Spiel der Dortmunder zunächst nur wenig entgegenzusetzen hatten.

Ihre spielerischen Defizite versuchten sie mit teilweise überharten Aktionen zu kompensieren.

Als druckvollere Mannschaft präsentierte sich die Borussia, die sich schließlich mit dem Kopfballtreffer von Santana ...

... nach einem Eckball von Götze belohnte.

Götze selbst traf in der 38. Minute ...

... zum Pausenstand.

Lewandowski hatte per Flanke die Vorlage gegeben.

Nach der Pause folgten zunächst die erwartet aggressiven Angriffe der von Mircea Lucescu trainierten Gäste.

Ein Warnschuss des eingewechselten Douglas Costa (48.) verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter.

Doch das Aufbäumen von Schachtjor entpuppte sich schnell als Strohfeuer.

Anschließend brannte es im Donezk-Strafraum mehr denn je, weil der BVB auf die Entscheidung drängte.

Diese gelang durch den Abstauber von Blaszczykowski, ...

... der einen Fehler des Donezk-Keepers ...

... gedankenschnell ausnutzte.

Götze und Reus verpassten anschließend nach starken Einzelaktionen weitere BVB-Treffer.

Wer Dortmund in der bisherigen Champions-League-Saison verfolgt hat, muss aber zu dem Schluss kommen: Weitere Tore hat sich der BVB lediglich für die nächste Runde aufgehoben.

weitere Bilderserien