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Die skurrilen Ansichten des F1-Patriarchen: Ecclestone lobt Hitler und lästert über Frauen

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Ein Macher ist, beziehungsweise war er ja, dieser Bernie Ecclestone, ... (Foto: picture alliance / dpa)

Ein Macher ist, beziehungsweise war er ja, dieser Bernie Ecclestone, ...

Ein Macher ist, beziehungsweise war er ja, dieser Bernie Ecclestone, ...

... aber auch ein Macho, Machtmensch und Vertreter komischer Weltsichten.

Immer wieder hat der nun entmachtete Formel-1-Boss die Welt mit fragwürdigen Meinungen und Sprüchen überrascht.

So sagte er einst über Frauen: "Ich habe eine dieser wundervollen Ideen: Frauen sollten immer ganz in Weiß gekleidet sein, wie all die anderen Küchengeräte."

Und er lästert weiter über das weibliche Geschlecht: "Ich glaube nicht, dass eine Frau die körperlichen Voraussetzungen hätte, um ein Formel-1-Auto schnell zu fahren. Und sie würde auch sicher nicht ernst genommen."

Leichter tut sich der Engländer da offenbar schon mit den Alphatieren seines eigenen Geschlechts.

Über den russischen Präsidenten Wladimir Putin sagt er: "Ich bin sein größter Fan." Das ist freilich noch harmlos, im Gegensatz zu dem, was er sich sonst so aus den Hirnwindungen schraubt.

Und auch zum ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein hat Ecclestone eine Meinung, die er vermutlich exklusiv hat: "Man braucht jemanden, der den Lichtschalter an- und ausknipst. Saddam Hussein war jemand, der den Schalter ausgeknipst hat. ...

... Er hat aus dem Irak ein stabileres Land gemacht. Das ist doch bewiesen, oder? Wir haben etwas Schreckliches gemacht, als wir die Idee unterstützten, ihn loszuwerden."

Deutlich schwachsinniger sind seine Eingebungen zu Adolf Hitler: "Ich vermute, es ist schrecklich, das zu sagen, aber - abgesehen von der Tatsache, dass Hitler mitgerissen und überredet wurde, Dinge zu tun, von denen ich nicht weiß, ...

... ob er sie tun wollte oder nicht - konnte er viele Menschen führen und war fähig, Dinge zu erledigen."

Ecclestone wütet rhetorisch auf allen denkbaren Feldern, so sagt er auch solche Dinge: "Ich denke, mit Demokratie bringt man den Laden nicht zum Laufen." ...

... oder so etwas wie zur Menschenrechtssituation beim umstrittenen Grand Prix in Bahrain: "Ich denke, jeder, der wirklich über Menschenrechte reden möchte, sollte vielleicht mal nach Syrien gehen."

Und auch von den Fahrern in der Formel 1 hält er offenbar wenig: "Die Fahrer sind Windbeutel. Sie können sagen, was sie wollen. Sie können nichts machen."

Kaum geringschätziger ist seine Meinung zu den Olympischen Spielen: "Das einzig Gute an Olympia sind die Eröffnungs- und die Schlussfeier. Das ist eine tolle Show. Ansonsten ist es völliger Quatsch."

Von sich selbst ist er hingegen durchaus angetan. Über seine Kritiker sagt er: "Jedes Mal, wenn die denken, die hätten mich an den Eiern, stellen sie fest, dass ihre Hände dafür nicht groß genug sind."

Angst davor, Menschen mit seinen Sprüchen so zu verletzen, dass sie sich an ihm rächen könnten, hat er übrigens nicht: ...

... "Warum sollte ich Bodyguards nehmen? Von der einzigen Person, die mich unter Druck setzt, bin ich jetzt geschieden."

Außerdem hat er ja für den Fall der Fälle eine Granate auf seinem Schreibtisch liegen. Für wen die bestimmt ist? Nun: "Es war noch nicht der richtige Besucher da, um sie zu zünden."

Max Mosley, der ehemalige Weltverbandschef kann sich offenbar sicher sein, dass Ecclestone sie nicht in seiner Nähe zünden wird. Denn zu ihm pflegt der 86-Jährige ein fast familiäres Verhältnis: "Wir sind nicht so etwas wie die Mafia, sondern wir sind die Mafia. Ich würde auch als Blumenhändler versuchen, so gut wie möglich abzukassieren. Doch mein Herz hängt am Motorsport."

Die "Verbrecher"-Veranlagung trägt Ecclestone schon lange mit sich rum - wie er selbst fast stolz zugibt: ...

... "Ich habe schon früh mit allem gedealt und gehandelt, was mir nur in die Finger kam. Zuerst Kaugummi gegen Radiergummi, dann Farbstifte gegen Schulhefte, später Fahrradpumpen gegen Fußbälle. Ich habe immer alles verkauft oder getauscht."

Nun, nach 40 Jahren an der Spitze der Formel 1, ist der Patriarch entmachtet.

Ob das die Welt aber vor weiteren fragwürdigen Ergüssen schützt?

Abwarten. Schlecht wär's sicher nicht.

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