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Michael Schumacher, der Rekordweltmeister: Ein ganz Großer wird nicht mehr gebraucht

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Formel-1-Rekordweltmeister  Michael Schumacher muss seinen Platz bei Mercedes ... (Foto: dapd)

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher muss seinen Platz bei Mercedes ...

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher muss seinen Platz bei Mercedes ...

… für Lewis Hamilton räumen.

Nun steht er nach dieser Saison ohne Dienstwagen da. Was bei Autorennen ein fundamentaler Nachteil ist.

"Ich hatte drei schöne Jahre beim Mercedes-F1-Team, die leider sportlich nicht so gelaufen sind, wie wir uns das alle gewünscht hatten", sagte Schumacher.

"Ich wünsche Lewis alles Gute und der gesamten Mannschaft den Erfolg, für dessen Aufbau wir so hart gearbeitet haben. Jetzt werde ich mich auf die kommenden Rennen konzentrieren."

Schumacher war 2010 nach einer dreijährigen Pause in die Königsklasse des Motorsports zurückgekehrt, …

… doch seine Hoffnungen auf weitere große Erfolge erfüllten sich nicht.

Statt um Siege und möglicherweise sogar um seinen achten WM-Titel zu kämpfen, fuhr der Kerpener meist hinterher …

… und konnte sich auch im teaminternen Duell mit Nico Rosberg nicht durchsetzen.

Dennoch ist und bleibt er der Rekordweltmeister. Und damit einer der ganz Großen seiner Zunft.

Keiner war besser auf vier Rädern.

Michael Schumacher hat in seinem ersten Formel-1-Leben, also vor seinem Comeback, Maßstäbe gesetzt.

Keiner gewann so viele WM-Titel wie und sicherte sich den WM-Titel so zeitig in der Saison.

Die Zahl seiner Grand-Prix-Siege ...

... und Freudensprünge ist unerreicht.

Ein Überblick über seine Rekordbilanz:

WM-Titel: Sieben an der Zahl sind es. Und mehr werden es wohl auch nicht werden.

Sein erklärtes Ziel, im Silberpfeil ist Titel Nr. 8 zu holen, hat er nicht erreicht.

Aber auch so hat Schumacher zwei Titel mehr eingefahren als der Zweite der ewigen Rangliste, ...

... Juan Manuel Fangio.

Der 1995 verstorbene Argentinier ist der bis dato letzte Triumphator in einem echten Mercedes-Silberpfeil (1955).

Mit vier WM-Titeln ist Alain Prost aus Frankreich der Dritte in der Liste der erfolgreichsten Formel-1-Piloten.

Nach deutlicher als bei den WM-Titeln liegt Schumacher bei den Grand-Prix-Siegen vorn. Seine Bilanz: 91 Triumphe.

Sebastian Vettel hat sich mit seinem Sieg jüngst in Singapur unter die Top Ten der ewigen Formel-1-Bestenliste geschoben.

Dort liegt Schumacher 40 Siege vor Alain Prost, der 51 Karriereerfolge vorweisen konnte.

Dem 1994 verunglückten Ayrton Senna waren 41 Siege gelungen.

Den Brasilianer hat Schumacher auch bei der Zahl der Pole Positions abgehängt.

69 Mal nahm er ein Rennen von Startplatz eins in Angriff.

Den Senna-Rekord mit 65 Pole Positions stellte er in Bahrain 2006 ein. "Das war wie eine Zäsur", bekannte Schumacher später, denn nach dem Qualifying dachte er erstmals ans Aufhören.

Zwar sei es gar nicht sein Ziel gewesen, so lange zu fahren, bis er die 65 geknackt habe: "Aber als es dann passiert ist ...

... und ich auch noch wusste, dass wir eine gute Saison haben würden, hatte ich einfach das Gefühl, dass jetzt ein guter Zeitpunkt zum Aufhören sei."

Er trat zurück. Und war vier Jahre später wieder da.

Seit 2010 startet er für das Mercedes-Team.

Sekt nach einem Rennen gab es für Schumacher insgesamt 155 Mal.

Das bisher letzte Mal gelang ihm mit Platz drei in Valencia am 24. Juni 2012 ....

... der Sprung aufs Treppchen.

Schumachers einziger zählbarer Erfolg nach seinem Comeback.

Dennoch: Was bleibt, das bleibt.

Bei wie erwähnt 91 euphorischen Siegessprüngen bedeutet das, dass er häufiger als Gewinner denn als erster Verlierer oder gar Dritter auf dem Treppchen stand.

Wer am Ende oft vorn dabei, ist auch im Rennen zwangsläufig oft vorn.

Zum Vergleich: Alain Prost verbuchte 106 Podestplatzierungen, Ayrton Senna 80.

Schumacher fuhr in der Formel 1 bisher 24.109 Kilometer lang vorneweg - das reicht für eine halbe Erdumrundung.

Auf diesem Bild sehen Sie Michael Schumacher in der Saison 2002, die aus seiner Sicht ebenso erfolgreich wie langweilig geriet. Schon nach 11 von 17 Rennen war die Fahrerkrone damals vergeben – natürlich an Schumacher.

Auf der Piste gelang ihm 2002 alles. Abseits gab es kleine Missgeschicke: Der Versuch, seinen Siegersekt auf Ex zu leeren, scheiterte zum Beispiel.

Acht der ersten elf Rennen gewann Schumacher 2002 und holte damit 96 von 110 möglichen Punkten. In der WM-Wertung lag er damit nach umgerechnet 64,71 Prozent der Saison 62 Zähler vor dem Zweitplatzierten Juan Pablo Montoya ...

... und wäre deshalb bei noch sechs ausstehenden Rennen auch dann nicht mehr einzuholen gewesen, wenn er für den Rest der Saison sein Dienstfahrzeug gewechselt hätte.

Nun muss er sich tatsächlich ein neues Auto suchen.

Und wenn er lange genug nachdenkt, fällt ihm vielleicht auch etwas ein.

Peter Sauber, Teamchef des gleichnamigen Rennstalls, ließ jedenfalls schon verlauten: "Ich würde ihn sofort nehmen."

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