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Sonntag, 26. Februar 2017

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Ein schlimmer Tag, ein ganz schlimmer Tag"

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FC Bayern - Hamburger SV 8:0 (3:0) (Foto: imago/MIS)

FC Bayern - Hamburger SV 8:0 (3:0)

FC Bayern - Hamburger SV 8:0 (3:0)

"Mein Ziel sind 2000 Spiele." Bayern-Trainer Carlo Ancelotti nach seinem 1000. Pflichtspiel als Trainer.

"Das 0:8 spiegelt die Zwei-Klassen-Gesellschaft wider." HSV-Torwart René Adler nach der Klatsche in München.

"Wir haben mit dem Arsch eingerissen, was wir uns in den letzten Wochen aufgebaut haben." Nochmal Adler.

"Ein schlimmer Tag, ein ganz schlimmer Tag." HSV-Sportdirektor Jens Todt (l.) nach dem 0:8 in München.

SC Freiburg - Borussia Dortmund 0:3 (0:2)

"Wir hätten heute auch 8:0 gewinnen können. Das wäre noch nicht mal in irgendeiner Weise zu hoch gewesen." Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc nach dem Auftritt in Freiburg in Anspielung an den Bayern-Kantersieg.

"Der Fehler lag bei mir, das ist ja klar." Freiburgs Trainer Christian Streich nimmt den chancenlosen Auftritt seines zu offensiv eingestellten Teams gegen Dortmund auf seine Kappe.

"Wir haben schon vorher auf der Bank geflachst, dass Auba mal ein Tor aus einem halben Meter braucht, damit es wieder losgeht. Und so war es dann auch." BVB-Coach Thomas Tuchel zum Doppelpack von Starstürmer Pierre-Emerick Aubameyang, den zuvor Ladehemmung gequält hatte.

RB Leipzig - 1. FC Köln 3:1 (2:0)

"Wir haben es geschafft, den Gegner zu stressen, bis er sich das Ding selbst reindrückt." Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl mit Blick auf den zweiten RB-Treffer durch ein Kölner Eigentor.

"Wir haben die komplette erste Halbzeit verschlafen. Viele Mannschaften haben schon gesehen, was hier in Leipzig los ist. Wir haben komplett geschlafen." Kölns Jonas Hector (Zuschauer Mitte), selbstkritisch.

"In Köln findet Rosenmontag trotzdem statt." Trainer Peter Stöger vom 1. FC Köln nach der verdienten Pleite in Leipzig.

"Weiß ich nicht, ich habe nie in der Champions League gespielt." Leipzigs Kapitän Willi Orban antwortet Stöger-esk auf die Frage, ob vor allem die erste Halbzeit gegen Köln Champions-League-Reife gehabt habe.

SV Darmstadt - FC Augsburg 1:2 (0:0)

"Dazu ist der Boba da, und dafür ist er auch bekannt: Dass er 90 Minuten und mehr Gas gibt und dann die entscheidenden Tore schießt." Augsburgs Trainer Manuel Baum über Siegtorschütze Raul Bobadilla.

"Was soll ich denn machen? Den Kopf abreißen? Wir werden darüber reden, werden es analysieren und dann hoffen, dass so was nicht noch mal passiert." Darmstadts Coach Torsten Frings über den unbeholfen verschuldeten Elfmeter von Abwehrspieler Alexander Milosevic, der die Wende im Spiel einleitete.

"Was sollen wir denn jetzt machen? Das Fußballspielen einstellen? Wir spielen sowieso, um jedes Spiel zu gewinnen - egal ob wir 18. oder 5. sind. Das werden wir auch die nächsten Spiele machen." Nochmal Frings. Diesmal zur Tatsache, dass Darmstadt statistisch schon abgestiegen ist.

"Glauben, glauben, glauben, arbeiten, arbeiten, arbeiten - das sind die Stichwörter." Darmstadts Mittelfeldspieler Hamit Altintop über die Zielvorgabe für die nächsten Spiele.

"Ich gehe davon aus, dass ich hierbleiben darf, weil morgen höchstwahrscheinlich frei ist. Dann gehen wir schön zu Abend essen und ich werde ihn ein bisschen aufbauen müssen." Augsburgs Halil Altintop kündigt ein Trostprogramm für Zwillingsbruder Hamit an.

VfL Wolfsburg- Werder Bremen 1:2 (1:2)

"Wir haben alles getan, um jeden Zentimeter gekämpft. Unter dem Strich hatten wir hinten Pech und vorne kein Glück." Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio zur unglücklichen Niederlage.

Die Gastgeber hatten die Begegnung trotz einer Torschussbilanz von 27:7 und einem Eckballverhältnis von 13:1 verloren - und verloren letztlich auch Trainer Valerien Ismael.

"Mit jedem Sieg werden wir stabiler. Das schweißt uns alle zusammen und gibt uns Kraft für die nächsten Spiele." Bremens Doppelpacker Serge Gnabry freut sich über den Duselsieg.

Oder über den "schmutzigen Sieg, der uns sauberer dastehen lässt", wie es Werder-Trainer Alexander Nouri formulierte.

Bayer Leverkusen - FSV Mainz 0:2 (0:2)

"Wir haben Aufs und Abs - das ist eine Vorstellung, die man so nicht abliefern kann." Leverkusens Kapitän Lars Bender hadert mit der Pleite gegen Mainz und dem Saisonverlauf insgesamt.

"Einige müssen die Tage mal in den Spiegel schauen. Das war definitiv zu wenig." Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, hörbar bedient.

Seine Diagnose: "Wir sind nicht stabil und im Moment leider ein bisschen eine Wundertüte."

Die Diagnose von Bayer-Keeper Bernd Leno: "Wir waren geistig nicht auf der Höhe."

"Wir hatten einen Plan - das musste nicht der schönste sein, aber ein erfolgreicher. Wir haben uns heute mit einer kämpferischen Leistung belohnt." Mainz-Coach Martin Schmidt, erfolgreicher Matchplaner.

FC Ingolstadt - Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:0)

"Der Ball geht mir an die Brust, an die Hand und dann ins Tor. Es war eine schwierige Situation, aber es war auf jeden Fall keine Absicht. Es war nicht ganz astrein, aber auch kein Regelverstoß." Gladbachs Handballer Lars Stindl erklärt sein 1:0 für regelkonform, kann aber "die Proteste natürlich nachvollziehen".

"Ich will ihm überhaupt keine Absicht unterstellen. Er kann sich sicher nicht gegen das Handspiel wehren. Aber es ist unzweifelhaft, dass es ein Handspiel ist und insofern Freistoß für uns. In dieser Konstellation geht es nicht um Absicht, sondern um Hand ja oder nein." FCI-Coach Maik Walpurgis kommentiert Stindls Handtor mit verständnisvollem Unverständnis.

"Wenn wir den Fußball jetzt noch mit weichen und harten Regeln bestücken - dann viel Spaß." Nochmal Walpurgis, diesmal durchaus zynisch zur Aussage von Gladbachs Coach Dieter Hecking, die Regelauslegung sei bei Stindls Handtor "weich" gewesen.

FC Schalke - 1899 Hoffenheim 1:1 (1:0)

"Wir müssen mit dem Punkt leben. Der Führungstreffer hat uns keine Sicherheit gegeben, wir hätten mehr Risiko gehen müssen. Hoffenheim hatte mehr Spielanteile." Schalke-Coach Markus Weinzierl war stellvertretend für seine Spieler semiglücklich mit dem Heimpunkt.

"Der Ansatz war da, aber wir konnten es nicht richtig umsetzen." Schalkes Holger Badstuber nach dem glücklichen Remis gegen Hoffenheim.

"Ich bin ein bisschen genervt, weil wir genug Situationen hatten. In der zweiten Halbzeit war es extrem laut und hektisch, da haben wir uns zehn Minuten anstecken lassen. Die Zeit haben wir verschenkt. Wenn wir zehn Minuten mehr haben, dann gewinnen wir das Spiel." 1899-Coach Julian Nagelsmann ist der erste Hoffenheimer Auswärtspunkt auf Schalke seit 2011 zu wenig.

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 2:0 (0:0)

"Wir haben jetzt sechs Platzverweise und sind die Tretertruppe Nummer eins in Deutschland (...) Wir schaden uns selbst, machen uns das kaputt, was wir uns in der Hinrunde aufgebaut haben." Eintracht-Coach Niko Kovac zur Roten Karte für Haris Seferovic, der sich in Berlin eine Tätlichkeit geleistet hatte.

"Unser Manager hat wahrsagerische Fähigkeiten gezeigt." Hertha-Trainer Pal Dardai über Manager Michael Preetz, der vor dem 2:0 gegen Frankfurt prognostiziert hatte, dass Vedad Ibisevic wieder treffen wird.

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