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Freitag, 18. August 2017

Die neuen Bundesliga-Trikots: FC Bayern verpasst die Design-Meisterschaft

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Auf Platz 1 wartet der Champions-League-Debütant: Der explosionsartige Aufdruck auf der Schulter spiegelt in den Augen der Studenten die Kraft und den Optimismus der jungen Mannschaft wider. Dank einer schlichten Schnittführung gibt es keinen unnötigen Schnickschnack. "Alles konzentriert sich allein auf das, was wirkt: die Leidenschaft der Farbe." (chr) (Foto: imago/Nordphoto)

Auf Platz 1 wartet der Champions-League-Debütant: Der explosionsartige Aufdruck auf der Schulter spiegelt in den Augen der Studenten die Kraft und den Optimismus der jungen Mannschaft wider. Dank einer schlichten Schnittführung gibt es keinen unnötigen Schnickschnack. "Alles konzentriert sich allein auf das, was wirkt: die Leidenschaft der Farbe." (chr)

Anfang Juli haben die meisten Fußball-Bundesligisten mit ihrer Vorbereitung begonnen.

Doch die Zeit des intensiven Einspielens ist nun vorbei, der erste Spieltag steht vor der Tür.

Zeit also, die Trainingsleibchen auszuziehen und in die Trikots zu schlüpfen.

Doch wer hat die schönsten? Studenten der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf haben ihre Entscheidung getroffen. Ihre Kriterien waren der Gesamteindruck, die Visualität, die Funktionalität des Materials sowie erstmals auch das Preis/Leistungsverhältnis.

Die rote Laterne vergeben die Studenten an Borussia Mönchengladbach: "Sehr reduziertes Design in Schwarz-Weiß. So kommt das fette gelbe Sponsorenlogo auf der Brust noch mehr zur Geltung! Sehr unfertig, hier fehlt absolut der Kick", lautet ihr Urteil.

Auf Platz 17 sehen sie den FC Augsburg. Durch die grünen Nadelstreifen auf weißem Grund und roten Kontrasten an Ärmeln und Halsausschnitt wurden alle Vereinsfarben untergebracht. Das Design überzeugt trotzdem nicht.

Den 16. Platz belegt der VfB Stuttgart. Wie gewohnt treten die Schwaben mit rotem Brustring an. Doch schwarze Akzente an Hals und Ärmeln wirken traurig. Außerdem wird die fehlende Innovation bemängelt: "Die Knopfleiste und die Waffelstruktureinsätze über den Schultern wirken altbacken."

Es folgt der FSV Mainz 05. Dort haben die Trikotdesigner zur neuen Saison Rot durch Rot-Weiß ersetzt; statt Polokragen gibt es einen Rundhalsausschnitt. Einen Punktgewinn verteilen die Studenten für das umweltbewusste Recyclingmaterial, Abzüge für den zu femininen Strickkragen.

Hannover 96 landet auf dem 14. Platz. Die Studenten meinen: Klassischer Look, traditionelle Nüchternheit mit einem Schuss rotem Farbverlauf. Sie bemängeln allerdings, dass der weiße Polokragen und das Herstellerlogo auf beiden Schultern zu dominant wirken. Minuspunkte verteilen sie auch für das zu stark glänzende Material.

Auf Platz 13 kommt Hertha BSC in blau-weißen Trikots daher. Passend zum 125. Geburtstag kommen goldene Elemente ins Spiel. Als Jubiläumsbonbon ist auf der Innenseite des Vereinslogos "125 Jahre Hertha BSC" aufgedruckt. Minuspunkte gab es für die Materialauswahl.

Auch der HSV auf Platz 12 hat in seinen Erinnerungen geschwelgt und läuft mit einem 1980er Jahre Design auf. Rote Querstreifen, V-Ausschnitt und Ärmelbündchen lassen die Stimmung alter Zeiten aufkommen. Gut abgestimmt sind wie immer die Logos. Das Design wirkt auf die Studenten aber nicht wirklich inspirierend.

Die Optik von 1899 Hoffenheim auf Platz 11 finden die Studenten spannend und neu. Das Fischgrätmuster im blauem Farbverlauf erinnert die Studenten ein wenig an ein Herren-Sakko. Etwas zu viel finden sie den sehr feminin wirkenden Strickstehkragen.

Auf Platz 10: Der VfL Wolfsburg. Das V-Design des Sponsors wurde dezent in die Streifen mit eingearbeitet, Königsblau als Akzent finden die Studenten gut. Sie halten den Look aber in keiner Weise für fernsehtauglich, da die Streifen auf dem Rasen wenig Kontrast zeigen und vor dem Fernseher eher flimmern.

Einen Eyecatcher sehen die Studenten auf Platz 9 durch die drei roten Längsstreifen, die vom großen Sponsorenlogo auf der Brust unterbrochen werden. Liebe zum Detail wurde ihrer Meinung nach beim 1. FC Köln auch im unteren Teil der Streifen bewiesen. Punkte gibt es für den guten Endpreis.

Das Trikot des FC Bayern auf Platz 8 erinnert die Studenten an die glorreichen 1970er. Die weißen, schmalen Netzstreifen auf rotem Grund und die farblich sehr gut integrierten Logos überzeugen auf alle Fälle.

Auch der FC Schalke tritt im Retrolook auf. Nachdem sie im letzten Jahr noch Dritter der Trikot-Meisterschaft wurden, bleibt dieses Mal nur Platz 7. Auch hier bewerten die Studenten das recycelte Polyestermaterial als sehr positiv.

Platz 6 für Werder Bremen: Neongrüne Farbblitzer am Halsausschnitt, an den Seiten und im Logo frischen das Trikot auf. Auch die neongrünen Stutzen funktionieren gut, meinen die Studenten. Der funktionelle Netzeinsatz im Rücken kommt ebenfalls gut an. Leider dominiert das Sponsorenlogo auf der Brust etwas zu stark.

Den fünften Platz sichert sich die Werkself: Schwarzes Trikot mit elf roten, die Mannschaft symbolisierenden Diagonalstreifen. Funktioneller Netzrücken. Am Polokragen mit dem Akzenteinsatz scheiden sich die Geister. Die Logos auf beiden Schultern bewerten aber alle Studenten als zu dominant.

Auf Platz 4 präsentiert sich der SC Freiburg Ton in Ton: Die Silhouette des Schwarzwaldes auf der Brust der Spieler schafft somit eine Verbindung zum großen Brustlogo des Sponsors. Das Material mit seiner leichten Karostruktur wirkt angenehm im Griff.

Der dritte Platz geht an den klassisch, eleganten Schwarz-Weiß-Look von Eintracht Frankfurt. Rote Steppnähte als Akzent im Seiteneinsatz peppen die geschmackvolle Schlichtheit auf.

Platz 2: Borussia Dortmund. Die Studenten finden die raffiniert von Schwarz nach Gelb verlaufenden Blockstreifen super. Fein abgestimmt auf das Design sind die Logos und die Details. Überzeugend ist auch die Wirkung im TV.

Auf Platz 1 wartet der Champions-League-Debütant: Der explosionsartige Aufdruck auf der Schulter spiegelt in den Augen der Studenten die Kraft und den Optimismus der jungen Mannschaft wider. Dank einer schlichten Schnittführung gibt es keinen unnötigen Schnickschnack. "Alles konzentriert sich allein auf das, was wirkt: die Leidenschaft der Farbe." (chr)

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