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Dienstag, 07. November 2017

Köln-Legende und Held von 1954: Fußball-Weltmeister Hans Schäfer ist tot

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Er ist immer ein gern gesehener Gast. Vizepräsident Toni Schumacher hätte gern mit ihm zusammen auf dem Platz gestanden, sagt er. (Foto: imago/Horstmüller)

Er ist immer ein gern gesehener Gast. Vizepräsident Toni Schumacher hätte gern mit ihm zusammen auf dem Platz gestanden, sagt er.

Eine Legende besucht ihren Verein: Bis zuletzt ist Hans Schäfer, Fußball-Weltmeister von 1954, so oft es geht im Stadion.

Er ist immer ein gern gesehener Gast. Vizepräsident Toni Schumacher hätte gern mit ihm zusammen auf dem Platz gestanden, sagt er.

Schäfer prägt die legendären Zeiten des 1. FC Köln, mit ihm gelingen zwei Deutsche Meisterschaften (1962 und 1964).

Bei der ersten darf selbstverständlich der Autokorso nicht fehlen.

Bereits acht Jahre zuvor wird Hans Schäfer Weltmeister. Im Finale von 1954 duelliert er sich mit Ungarns Torhüter Gyula Grosics.

Hans Schäfer ist damals 26 Jahre alt.

Begeistert werden die Weltmeister zurück aus Bern in der Heimat empfangen. Dabei will Schäfer nie als "Held" verehrt werden.

Als Kapitän fährt er 1962 zur Fußball-WM nach Chile (hier vor dem Spiel gegen die Schweiz, das Deutschland mit 2:1 gewinnt).

Hans Schäfer - der Dirigent.

Privat gibt er sich lässig ...

... seine freie Zeit genießt er mit seiner Frau Isis und den beiden Töchtern Stefanie und Regine.

Früh denkt er an die Zukunft: Schäfer probiert sich hier am Zapfhahn seines Kollegen und Tankstellenbesitzers Hans Sturm (l.) aus. Später eröffnet er selbst eine Tankstelle.

Auf dem Platz aber lässt er es krachen, wie hier im Jahr 1964 gegen den VfB Stuttgart.

1969 besiegelt der 1. FC Köln mit einem 3:0-Sieg über den amtierenden Deutschen Meister 1. FC Nürnberg dessen Abstieg - was nicht spurlos an Schäfer und FC-Trainer Hans Merkle vorbei geht.

Nach der Karriere steht Schäfer weiter gern auf dem Platz: Für den FC Schmiere, einer Mannschaft von Kabarettisten, die mit Profis kicken, spielen auch die Weltmeister (hier mit Helmut Rahn (l.)).

Fritz Walter (l.) bekommt an seinem 50. Geburtstag das Bundesverdienstkreuz - da darf Hans Schäfer (r.) natürlich nicht fehlen.

1982 muss sich Mit-Weltmeister Ottmar Walter einer Operation an der Halswirbelsäule unterziehen - unter den Krankenbesuchern ist auch Hans Schäfer.

Sein ganzes Leben spielt der Kölner für seinen Heimatklub.

Die Kölner Südkurve feiert ihre Ikone bis heute.

Stets ist Schäfer Teil der Fans.

Bereits 1977 verstarb der ehemalige Nationaltrainer Sepp Herberger. Seine Weltmeister erweisen ihm die letzte Ehre.

Auch seinen Meistertrainer Fritz Pott muss Schäfer im Jahr 2015 beerdigen.

Nun ist Horst Eckel (l.) der letzte Lebende der WM-Mannschaft von 1954. "Ich fühle mich jetzt auch allein", sagt er zum Tod von Schäfer.

"Ich bin sehr traurig und werde Hans Schäfer für immer als größten Kölner Spieler und tollen Menschen in Erinnerung behalten", schreibt der langjährige Köln-Profi Lukas Podolski.

Köln-Präsident Werner Spinner (l.) sagt: "Als Weltmeister und größte Ikone dieses Klubs ist Hans Schäfer unsterblich." Schumacher ist sicher, dass "die FC-Familie mit ihm einen Kölner Giganten" verliert. (ara)

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