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Zebec, Happel, Trappatoni & Co: Guardiolas meisterliche Vorgänger

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In der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte feierten sechs ausländische Trainer insgesamt zehn Deutsche Meisterschaften. Mit Pep Guardiola betritt erstmals ein Spanier die deutsche Trainerbühne. Sein Auftrag: Meister werden wie diese Vorgänger hier: (Foto: dpa)

In der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte feierten sechs ausländische Trainer insgesamt zehn Deutsche Meisterschaften. Mit Pep Guardiola betritt erstmals ein Spanier die deutsche Trainerbühne. Sein Auftrag: Meister werden wie diese Vorgänger hier:

In der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte feierten sechs ausländische Trainer insgesamt zehn Deutsche Meisterschaften. Mit Pep Guardiola betritt erstmals ein Spanier die deutsche Trainerbühne. Sein Auftrag: Meister werden wie diese Vorgänger hier:

Max Merkel - Der Österreicher führte 1860 München 1964 zum Pokalsieg, 1965 ins Europapokalfinale der Pokalsieger und wurde 1966 mit den Löwen sogar Meister.

Er selbst ging nach einem Spieleraufstand gegen seine Methoden schon ein halbes Jahr später nach Nürnberg, wo er 1968 das Kunststück wiederholte.

Branko Zebec - Der Jugoslawe aus Zagreb kam 1968 in die Bundesliga zum FC Bayern und gewann 1969 das Double - bis dahin unerhört in Deutschland. Mit ihm bekamen die Bayern einen harten Hund. "Unter ihm hatten wir zum ersten Mal ein geordnetes Training", sagte Franz Beckenbauer über ihn. "Er hat uns den nötigen Ernst beigebracht und uns gelehrt, wie es im Profifußball zugeht."

Ernst Happel - Der Österreicher ist eine Trainerlegende. Wo Happel war, war Erfolg. Nur eine Ausnahme bestätigt die Regel. In Sevilla verstanden die Spieler den Wiener nicht, ein spanischer Übersetzer brachte seine Anweisungen nicht annähernd so an den Mann, wie eben nur er es vermochte.

Bei seinen sieben anderen Vereinen in vier Ländern sammelten Happels Spieler dagegen 19 Titel ein. Von 1981 bis 1987 trainierte er den Hamburger Sportverein. Die Bilanz: zwei deutsche Meisterschaften und ein Sieg im Europapokal der Landesmeister.

Doch nicht nur im Bezug auf seine Trainerarbeit gehörte Happel zu den Großen seines Fachs, auch sein Mundwerk und Sprüche waren legendär. "Ich habe nie gesagt, Rauchen ist verboten. Ich habe nur gesagt, ich will keinen rauchen sehen" war so ein unvergessener Happel-Satz.

Pal Csernai: Der Ungar konnte perfekt Deutsch. Unter Gyula Lorant war er Co-Trainer bei Bayern, dessen Ablösung Ende 1978 war seine Chance.

Unter ihm blühten die Weltstars Paul Breitner und Karl-Heinz Rummenigge auf. Rummenigge hält ihn noch immer für "meinen besten Trainer". Nach sechs Jahren Ebbe holte Bayern unter Csernai 1980 wieder die Schale an die Säbener Straße, 1981 wurde sie verteidigt.

Csernais Kredit war aber bald verbraucht und als der FC Bayern in der Saison 1982/1983 leer ausging und sich Sponsoren an der Unnahbarkeit des Ungarn störten, sagte der Klub "Servus".

Giovianni Trappatoni - Der Italiener kam 1994 als Star nach München und verließ die Bayern als Publikumsliebling. Mit Juventus Turin und Inter Mailand hatte er zwischen 1977 und 1993 fünf Europapokale geholt.

In München durfte er zwei Mal ran. Beim zweiten Versuch gewann er die deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal und den Liga-Pokal.

Legendär und unvergessen seine Sprüche: "Flasche leer", "Ich habe fertig", "Was erlauben Strunz?"

Huub Stevens - Der Niederländer, bekannt als der "Knurrer aus Kerkrade", war zwar 2001 nur für vier Minuten Meister, führte den FC Schalke 04 aber zu zwei Pokalsiegen und dem legendären Uefa-Cup-Gewinn 1997. Eine Leistung, die in dieser Galerie gewürdigt werden soll.

Louis van Gaal - Der Niederländer kam 2009 als erklärter Wunschkandidat der Bayern-Bosse nach München. Nach einem durchwachsenen Start gewannen die Münchner schon im ersten Jahr das Double, zum Triple fehlte nur ein Sieg im CL-Finale gegen Inter Mailand.

Im zweiten Jahr gab es nichts mehr zu feiern, nun sahen die Verantwortlichen in Van Gaal nur noch das Biest. Van Gaal sagte zu Beginn, die bayerische Lebensart passe ihm "wie ein warmer Mantel", Uli Hoeneß saß daneben und lachte. Als Hoeneß nicht mehr lachte, musste Van Gaal gehen.

Von Van Gaal stammt außerdem der Satz: "Müller spielt bei mir immer."

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