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Der 31. Spieltag in Wort und Witz: "Ich glaube, ich habe keinen Sprachfehler"

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Noch rollt der Ball, aber nicht mehr lange. Der 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga steht ganz im Zeichen des Abstiegskampf.  Der 31. Spielttag, die Bundesliga in Wort und Witz. (Foto: picture alliance / dpa)

Noch rollt der Ball, aber nicht mehr lange. Der 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga steht ganz im Zeichen des Abstiegskampf. Der 31. Spielttag, die Bundesliga in Wort und Witz.

Noch rollt der Ball, aber nicht mehr lange. Der 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga steht ganz im Zeichen des Abstiegskampf. Der 31. Spielttag, die Bundesliga in Wort und Witz.

Eines der Bilder des Tages. Ordner des FC Bayern München jagen einer Flitzerin hinterher, die sich auf dem Spielfeld ihr Oberteil vom Leib riss. Wollte sie mit jemandem das Trikot tauschen? Man weiß es nicht. Doch so heiter geht es fast nur in München zu. Die Teams im Tabellenkeller haben andere Sorgen.

Werder Bremen zum Beispiel. Die Mannschaft von Thomas Schaaf gerät nach dem 0:1 in Leverkusen immer näher an die Abstiegsplätze. Zumal die Kellerkinder punkten konnten. Augsburg zum Beispiel.

Die Schwaben siegten gegen die anderen Schwaben aus Stuttgart mit 3:0. VfB-Trainer Bruno Labbadia gefiel das gar nicht.

Ob es an den erstklassigen Fans der Augsburger lag?

Die wussten jedenfalls, wem sie den Sieg zu verdanken haben. Sascha Mölders machte in der 63. Minute das erlösende 1:0 für die Augsburger.

Mölders im Kopfballduell mit Georg Niedermeyer, Torwart Lars Ullreich schaut zu. "Jetzt haben wir noch drei Wochen harte Arbeit vor uns. Und wenn wir am 34. Spieltag unser großes Ziel erreicht haben, trinke ich eine Woche durch", gab der Augsburger Stürmer zu Protokoll.

So sieht harte Arbeit aus. Augsburgs Andre Hahn (l). geht dahin, wo es weh tun könnte - mit dem Kopf zu Cristian Molinaros Fußspitze.

Am Ende stand es 3:0. Was für ein Erfolg!

Stuttgarts Georg Niedermeyer wirkte nach dem Abpfiff fassungslos.

Augsburgs Verteidiger Jan Ingwer Callsen-Bracker strotzte hingegen vor Selbstbewusstsein. "Wir bleiben in der Klasse, das ist klar. Wie - das werden wir sehen", tönte er nach dem Spiel.

Der Sieg war offenbar fest eingeplant: "Die Ergebnisse hat erst der Stadionsprecher oder der Typ von der Technik (auf der Videowand) abgespielt. War uns aber total latte, was die anderen machen", so Callsen-Bracker. Die Nehmerqualitäten, die er hier beim Tritt von Mike Hanke zeigt, dürften im weiteren Abstiegskampf hilfreich sein.

In Freiburg hat man sehr genau beobachtet, was die Augsburger da machen. "Auch wenn es komisch klingt,", sagte Freiburgs Mittelfeldspieler Cedrick Makiadi (l.) nach der 0:1-Niederlage bei Bayern München, "Augsburg wird für uns ein schwierigeres Spiel als heute."

Na klar, was hat man als SC Freiburg schon bei den Über-Bayern zu verlieren? Auch wenn die Roten nur mit dem zweiten Anzug antraten, waren sie überlegen. Freiburg spielte nicht schlecht, ...

... doch dann jubelten wieder die Münchener.

Can hatte nach einer Ecke von Shaqiri das 1:0 gemacht. Obwohl man das Tor gut und gerne auch Shaqiri hätte gutschreiben können.

Die Chefetage um Rummenige, Döpfner und Hoeneß sah aber nicht nur einen Sieg ihrer Mannschaft.

Auch diese Dame erregte Aufmerksamkeit.

Für einen Moment. Bayern gelingt alles. Aber wie hat sich Konkurrent Borussia Dortmund gemacht?

Dieses Gesicht sagt alles. Fortuna Düsseldorfs Axel Bellinghausen nach dem Spiel gegen den BVB.

Schwarz-gelber Jubel. Jakub Blaszczykowski traf in der 70. Minute zum entscheidenden 2:0 für die Borussen.

Dabei hatte Fortunas Trainer Norbert Meier gezeigt, wo es lang geht.

Randnotiz: Seine Brille ähnelt...

... derjenigen seines Gegenübers Jürgen Klopp. Doch das scheint keinen Einfluss auf Erfolg und Misserfolg zu haben.

Klopp gelingt im Moment sowieso alles. Gegen Fortuna konnte er zunächst sogar auf Robert Lewandowski verzichten - den von Bayern München umworbenen Top-Stürmer.

Die Spieler aus der zweiten Reihe schafften es auch allein - zum Beispiel Nuri Sahin, der in der 20. Minute zum 1:0 traf.

Es hat nicht sollen sein. Die Fortunen verabschieden sich von ihren Fans. Fortuna steht jetzt auf Platz 15, punktgleich mit dem FC Augsburg.

Jubel dagegen in Hoffenheim. Mit 2:1 schlugen sie den 1. FC Nürnberg.

"Ich habe das Spiel vorher fünfmal gespielt, bevor ich auf dem Platz stand", sagte Hoffenheims Stefan Thesker, der sein Debüt in der Bundesliga feierte. Hier nimmt er Tobias Weis in Empfang, der ihn jubelnd nach seinem Treffer zum 1:0 anspringt. "Wir leben noch", sagte der später.

Dafür gab's auch Applaus von Hoffenheims Trainer Markus Gisdol.

Am nächsten Spielttag geht es gegen Werder Bremen - mittlerweile ein direkter Konkurrent im Kampf gegen den Abstieg. Es lauert also ein sogenanntes "Sechs-Punkte-Spiel". Fabian Johnson (l.) kontert solche Überlegungen mit einer schlichten Wahrheit: "Wir hatten schon so viele Spiele der Spiele, wir müssen unsere Spiele sowieso gewinnen".

Für Bremens Trainer Thomas Schaaf wird die Luft dünner. 0:1 verlor seine Mannschaft in Leverkusen - spielte allerdings nicht schlecht.

Die Bremer kämpften...

... doch am Ende jubelten wieder einmal die Leverkusener - dank eines Treffers von Stefan Kiesling in der 35. Minute.

Der neue Werder-Manager Thomas Eichin bleibt ruhig. Thomas Schaaf wird nicht in Frage gestellt. "Ein Trainerwechsel wäre in dieser Situation so oder so Nonsense", sagte er.

Auch der Manager des Gegners, ein alter Bremer, stimmt zu: "Werder hat das jahrzehntelang sensationell gemacht, jetzt haben sie eine kleine Durststrecke. Solange sie nicht absteigen, ist alles gut", sagte Rudi Völler.

Auch Leverkusens Coach Sascha Lewandowski spendete Trost. Schaaf reagierte nach dem Spiel genervt auf Journalistenfragen nach seiner Zukunft. "Ich glaube, ich habe keinen erkennbaren Sprachfehler", brummte er, nach wiederholten Fragen, ob er seinen bis Ende kommender Saison laufenden Vertrag erfüllen werde.

Wenn es nur wieder wie zu ihren besten Zeiten laufen würde. Klaus Allofs und Thomas Schaaf bei der Begegnung ihrer beiden Klubs vergangene Woche.

Ex-Werder-Manager Allofs steht mit seinem neuen Klub Wolfsburg besser da als Werder.

Diego zeigt an, ...

... Olic weiß Bescheid ...

... und schon klingelt es in der Kiste.

Mit 3:1 schickte Wolfsburg Mönchengladbach nach Hause. Peniel Mlapa, Patrick Herrmann und Mike Hanke konnten es nicht verhindern.

Auch er gehört zu den Verlieren des Spieltages. Rafael van der Vaart verlor auf Schalke mit 1:4.

Sein Landsmann Klaas-Jan Huntelaar machte den Hamburgern fast im Alleingang den Garaus. Er traf dreimal.

HSV-Trainer Thorsten Fink war fassungslos.

Ratlosigkeit auch in Mainz. Chinedu Ede schlägt nach Abpfiff die Hände über dem Kopf zusammen. 0:0 stand es am Ende im Derby gegen Eintracht Frankfurt.

Nicht nur Shawn Parker scheiterte am Frankfurter Keeper Oka Nikolov.

Zweikämpfe gab es genug - vielleicht fehlte ein Stürmer wie Adam Szalai, der verletzungsbedingt nicht mitspielen konnte.

Für Fürth ist das Kapitel Erste Liga in drei Wochen beendet. Am Freitag verloren die Franken mit 2:3 gegen Hannover - wieder einmal zuhause. Damit ist der Abstieg besiegelt.

Es gab zwar auch Hoffnung - immerhin schafften die Fürther zwei Treffer.

Doch Hannover siegte trotzdem.

Nikola Djurdjic konnte es nicht fassen.

Die Fans blieben gelassener als es dieses Bild glauben macht.

Jetzt haben sie noch einen Wunsch: endlich einen Heimsieg schaffen. Am 33. Spieltag haben sie die letzte Chance darauf - dann spielen sie gegen den SC Freiburg.

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