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Die Bundesliga in Wort und Witz: "Ich glaube nicht, dass er heute Abend noch rausgeht"

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Darmstadt-Trainer Torsten Frings fasst das Spiel treffend zusammen: "Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft. Ich bin überglücklich." (ara) (Foto: imago/Jan Huebner)

Darmstadt-Trainer Torsten Frings fasst das Spiel treffend zusammen: "Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft. Ich bin überglücklich." (ara)

Schneidezahn für den ersten Profitreffer, …

attraktivster Manager der Liga …

und versöhnliche Worte für einen Schiedsrichter. Die Bundesliga in Wort und Witz.

Bayer Leverkusen - FC Bayern München (0:0)

Freude bei den Leverkusenern - sie trotzen den Bayern einen Punkt ab.

Torhüter Bernd Leno freut sich kurz nach seinem Nasenbeinbruch noch über anders: "Ich habe sogar einen Ball auf die Nase bekommen, die hat gehalten. Da bekommt der Arzt, der mich operiert hat, eine Postkarte zu Ostern."

"So kannst du kein Bundesligaspiel gewinnen, darüber sind wir sauer. Ich bin einfach stinkig, dass wir hier kein Tor geschossen haben" - Rohrspatz Thomas Müller.

"Wir haben gekämpft, gefightet und uns in alles reingeschmissen", sagte Abwehrchef Ömer Toprak. Sein Jubel über ein verhindertes Gegentor ist Gold wert.

Rudi Völler über die Leverkusener Tabellensituation: "Wir sind genau in der Mitte."

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt (3:1)

Bundesliga-Spiel eins nach dem Anschlag auf den BVB. Im Stadion herrschte eine besondere Stimmung, …

… die Trainer Thomas Tuchel lobt: "Man sieht, wie die Mannschaft funktioniert, welche tollen Charaktere dabei sind und dass sie sich komplett als Mannschaft sieht."

Dortmunds Verteidiger Sokratis ist nicht für Tore bekannt. "Er hat ausgeholt zum Schuss, da kann alles passieren. Von einem Einwurf für den Gegner bis hin zum Tor" - sein Trainer Thomas Tuchel.

"Ja, ich glaube, das war tatsächlich das schönste Tor meiner Karriere. Ich widme es Marc Bartra und seiner Familie", kommentierte Sokratis seinen fulminanten Treffer.

Nico Kovac, Frankfurts Trainer, gönnt Dortmund den Sieg: "Bei uns waren die Chancen da, die Tore leider nicht. Daher ist Dortmund der verdiente Sieger."

RB Leipzig - SC Freiburg (4:0)

Vier Tore sichern mindestens die Champions-League-Qualifikation für den Aufsteiger RB Leipzig. Freiburgs Trainer Christian Streich gratuliert dem Mitaufsteiger: "Leipzig bewegt sich in der Summe in einer anderen Dimension."

Ein Tor schmerzt allerdings mindestens einen Leipziger. Diego Demme verliert bei seinem ersten Profitreffer einen Zahn.

"Es gibt aber keine Gefahr, dass sein Gebiss in Zukunft noch mehr abbekommt, denn so viele Tore schießt der nicht." - RB-Trainer Ralph Hasenhüttl nüchtern - und mit voller Zahnpracht.

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde - auch Mitspieler Timo Werner lästert: "Ich glaube nicht, dass er heute Abend noch rausgeht - es sieht schon sehr gewöhnungsbedürftig aus."

1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach (5:3)

Verlieren war verboten - für beide Teams. Doch es gibt nur einen Sieger - die Hoffenheimer, die damit die Champions League so gut wie sicher haben.

Alexander Rosen will Glückwünsche dazu noch nicht annehmen, aber: "Ich nehme den Glückwunsch zum attraktivsten Manager der Liga an."

Und weiter: "Kein Akteur hier gibt irgendein Anzeichen dafür, dass er keinen Bock mehr hat, diese Saison so erfolgreich weiterzuspielen."

"Wenn man als neutraler Zuschauer hier war, hatte man einen großen Spaß. Dann war das ein richtig geiles Spiel." - Komisch, Gladbachs André Hahn scheint sich nicht zu freuen.

Dass Schiedsrichter Christian Dingert gleich drei entscheidende Situationen übersieht, wird ihm ausnahmsweise nicht angekreidet.

"Ich mache ihm keinen Vorwurf. Bei dem Tempo muss man Fehlentscheidungen auch mal akzeptieren", sagt der unterlegene Trainer Dieter Hecking.

FSV Mainz - Hertha BSC (1:0)

Besonders Gläubige gibt es offenbar in Mainz. "Wir haben lange gefastet. Gut, dass diese Fastenzeit vorbei ist. Es ist ein neuer Glauben entstanden", sagt Trainer Martin Schmidt zum Sieg über Hertha BSC.

Sportdirektor Rouven Schröder ist berauscht: "Die Erleichterung ist riesengroß. Einen Sieg kann nichts ersetzen. Und wir wollen jetzt mehr davon, das ist wie eine kleine Droge."

Hertha-Trainer Pal Dardai zeigte sich im Sky-Interview dagegen als schlechter Verlierer. "Solche Fragen brauchen Sie nicht stellen. Das ist eine unkorrekte Frage. Kommen Sie ein bisschen runter. Und fangen Sie an, vernünftige Fragen zu stellen und nicht zu provozieren", raunzt er den Reporter an.

Es ist die achte Auswärtsniederlage in Folge für die Berliner: "Der Rekord ist ein wunderschöner Rekord, das nehme ich auch mit, das gehört zum Leben", kommentiert Dardai ironisch.

FC Augsburg - 1. FC Köln (2:1)

Doppelter Platzverweis bei Augsburg. Doch warum? Das ist auch einen Tag später unklar.

"Ich habe noch keinen gefunden, der mir sagen kann, warum es Rot gab. Das ist mir ein Rätsel" - Manager Stefan Reuter zum Platzverweis für Alfred Finnbogason.

Doch während die Augsburger nur rätseln, wollen die Kölner viel Unangenehmeres: "Wenn man so ein Spiel anbietet, könnte man nur noch im Strahl kotzen", sagt Kölns Kapitän Matthias Lehmann zur Niederlage.

Sein Trainer Peter Stöger ist so gar nicht zufrieden: "Es ist eine bittere Niederlage. Wir haben selbst unseren Teil dazu beigetragen. Wir haben uns von der Hektik anstecken lassen und in der ersten Halbzeit zu viele Fehler gemacht."

VfL Wolfsburg - FC Ingolstadt (3:0)

Ingolstadts Trainer Maik Walpurgis: "Es war eine absolut verdiente Niederlage. Jetzt müssen wir sehen, dass wir unsere Leistung wieder auf den Platz bringen. Das haben wir heute nicht getan."

Wieder ein Treffer von Mario Gomez im Wolfsburg-Trikot - seine Premiere gegen Ingolstadt.

Er freut sich über die drei Punkte. Und lobt die VfL-Fans: "Wir haben zwar vielleicht weniger Fans als andere, aber die, die wir haben, sind sehr gut."

Werder Bremen - Hamburger SV (2:1)

Dem Blick Richtung Europa erteilte Werders Sportchef eine klare Absage. "Wir schauen jetzt nicht nach oben oder unten, sondern nur auf uns. Wir sind weder theoretisch noch praktisch gerettet", so Werders Sportchef.

"Wir freuen uns jetzt zwei Tage lang und konzentrieren uns dann auf Ingolstadt. Wenn wir da gewinnen, sollte es das gewesen sein." - Max Kruse über den Klassenverbleib.

Keine gute Rückkehr war es für Aaron Hunt, der 13 Jahre lang bei Werder Bremen spielte. "Werder hat verdient gewonnen, weil es die bessere Mannschaft war. Von uns war das zu wenig."

Nicht ganz sauber waren einige Werder-Fans, die den Mannschaftsbus des HSV vor dem Spiel mit Farbbeuteln bewarfen. Und das in dieser Woche. "Man hat schon ein wenig ein blödes Gefühl, wenn es auf einmal knallt von allen Seiten", sagte HSV-Coach Markus Gisdol.

SV Darmstadt 98 - FC Schalke 04 (2:1)

Ohne Sieg kein Hoffen auf den Klassenerhalt - dann siegt man eben mal gegen den FC Schalke.

Jerome Gondorf erlöst Mannschaft und Fans in der 93. Minute.

"Wir haben heute alles getan, um die Konkurrenz-Situation weiter aufrechtzuerhalten", sagte der Sieg-Torschütze (Mitte).

"Wir haben hier mehrere Hundertprozentige liegengelassen", schimpfte dagegen Schalke-Trainer Markus Weinzierl. "So verlierst du ein Spiel, das du eigentlich gar nicht verlieren kannst."

Darmstadt-Trainer Torsten Frings fasst das Spiel treffend zusammen: "Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft. Ich bin überglücklich." (ara)

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