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Sonntag, 10. April 2016

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Ihr braucht einen Psychologen"

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Hertha BSC - Hannover 96 2:2 (1:1) (Foto: imago/Matthias Koch)

Hertha BSC - Hannover 96 2:2 (1:1)

Hertha BSC - Hannover 96 2:2 (1:1)

"Ihr braucht einen Psychologen." Ein genervter Berliner Trainer Pál Dárdai zu den Journalisten auf die Frage, ob seine Spieler dem Druck als Dritter der Bundesliga auf einem Champions-League-Rang nicht standhalten würden.

"Ihr redet über die Dinge und das ärgert mich, das sind eure Probleme. Ihr redet seit einem halbem Jahr davon, mich belastet das nicht. Ihr kommt mit der Situation nicht klar." Dárdai legt nach.

"Wir sind schon so weit, dass das Publikum zur Halbzeit pfeift. Wir können nicht mal mehr einen Querpass spielen." Mit den Zuschauern ist er auch nicht zufrieden.

Und mit seiner Mannschaft auch nicht: "Das war nicht zielstrebig, das war vogelwild. Wenn man zwei Tore zu Hause schießt, muss man gewinnen. Ein Top-Team tut das."

Eintracht Frankfurt - TSG Hoffenheim 0:2 (0:0).

"Nadiem war on fire." Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann nach dem Sieg in Frankfurt über seinen Joker und Torschützen Nadiem Amiri.

"Fußball kann manchmal grausam sein und heute hat die bessere Mannschaft verloren." Frankfurts Trainer Niko Kovac mit einer weitgehend exklusiven Einschätzung.

"Was soll ich machen? Soll ich jetzt schon in den Urlaub fahren?" Frankfurts Mittelfeldspieler Stefan Aigner über die immer schlechter werdenden Aussichten im Abstiegskampf.

FC Ingolstadt - Borussia M'gladbach 1:0 (0:0)

"Wir haben immer von 40 Punkten gesprochen. Aber ich glaube, auch mit 39 werden wir nicht mehr klar absteigen." Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl.

"Ich weiß, dass das jetzt eigentlich reicht. Aber wir hören trotzdem nicht auf zu spielen." Hasenhüttl bleibt defensiv.

"Jetzt wollen wir oben angreifen." Ingolstadts Torjäger Moritz Hartmann denkt schon etwas weiter als sein Trainer. Oder besser: Er spricht drüber.

"Es ist zum Kotzen, dass du wieder ohne Punkte nach Hause fährst." Gladbachs Manager Max Eberl nach dem achten sieglosen Auswärtsspiel der Borussia.

"Man kann hier in Ingolstadt einfach kein Fußball spielen. Die kriegen den Ball und kloppen den dann nach vorne in unsere Hälfte. Dann machen sie unsere Hälfte ziemlich dicht und da konnten wir spielerisch nicht viel machen." Mönchengladbachs André Hahn ist bedient.

Hamburger SV - SV Darmstadt 98 1:2 (0:1)

"Ich könnte, auf gut Deutsch gesagt, kotzen." HSV-Torwart René Adler nach der Heimniederlage.

"Wir haben jetzt 32 Punkte und müssen da noch ein bisschen was draufpacken, um am 14. Mai auch etwas zum Feiern zu haben." Darmstadts Trainer Dirk Schuster bleibt ruhig.

"Ich will das gar nicht weiter kommentieren, um solchen Gipsköpfen nicht noch eine Plattform zu bieten." Schuster über den Bierdosenwurf auf den Bus seiner Mannschaft.

Werder Bremen - FC Augsburg 1:2 (1:0)

"Ich bin fix und fertig und froh, wenn ich im Flieger nach Hause sitze. So einen Dreckssieg haben wir gebraucht." Augsburgs Abstiegskämpfer Daniel Baier nach dem doch etwas glücklichen Sieg in Bremen.

"Diese Effektivität haben wir trainiert." Markus Weinzierl, Trainer des FC Augsburg, scheint das Erfolgsrezept gefunden zu haben. In Bremen machten die Gäste aus zwei Chancen zwei Tore.

"Ich kämpfe in der Bundesliga gegen 17 Fußballmannschaften und eine Medienmannschaft." Bremens Trainer Viktor Skripnik.

VfB Stuttgart - FC Bayern München 1:3 (0:1)

"Also, trainieren tun wir das nicht." Trainer Jürgen Kramny zum bereits sechsten Eigentor seines VfB Stuttgart in dieser Saison.

"Der Sieg ist gut für den Kopf vor dem Spiel am Mittwoch in Lissabon." Bayerns Franck Ribéry zur einigermaßen geglückten Generalprobe für die Champions League.

"Wir brauchen jetzt noch drei Siege und ein Unentschieden, um etwas ganz Spezielles zu erreichen, was noch nie eine Mannschaft in Deutschland geschafft hat." Die Hochrechnung von Trainer Josep Guardiola für den vierten Meistertitel des FC Bayern in Serie.

"So gefährlich wie er oftmals aussieht und so extrem wie er manchmal Fußball spielt - Arturo ist ein ganz Lieber. Er will immer spielen." Münchens Sportvorstand Matthias Sammer bei über Arturo Vidal, der sich nach seiner frühen Auswechslung sichtlich verärgert neben die Bayern-Bank gesetzt hatte.

"Für das Spiel gegen Lissabon ist er hoffentlich wieder zu 100 Prozent auf dem Platz." Münchens Franck Ribéry zu Arturo Vidal.

VfL Wolfsburg - FSV Mainz 1:1 (0:0)

"Wenn wir unsere Spiele nicht gewinnen, brauchen wir keine Fragen zu Europa beantworten." Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking deutlich verärgert, nachdem sein Team zum sechsten Mal in Folge nach einem Auftritt in der Königsklasse anschließend in der Liga nicht gewinnen konnte.

"Wir sind mit dem Punkt nicht zufrieden. Wir sind hergekommen, um zu gewinnen. Wir wären heute der verdiente Sieger gewesen." Der Mainzer Christian Clemens hadert mit dem Resultat in Wolfsburg.

"Da gibts Feuer. Es sitzt jetzt schon jeder in der Kabine, fängt bereits mit der Regeneration und dann sind wir alle am Dienstag zu 100 Millionen Prozent bereit. Da werden wir um unser Leben rennen." Wolfsburgs André Schürrle gewährt vor dem Champions-League-Spiel bei Real Madrid seltene Einblicke in das VfL-Team.

FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 2:2 (0:0)

"Wir sind zweimal in Rückstand geraten, sind aber zurückgekommen und haben große Moral gezeigt. Wir hatten am Ende noch die Chance auf den Siegtreffer. Deshalb bin ich zufrieden. Es hat ja kaum einer damit gerechnet, dass wir gegen eine Topmannschaft punkten. Auf dem Trainerteam und die Mannschaft wird ja sonst nur rumgetreten." Schalkes Trainer André Breitenreiter zeigt sich versöhnlich mit der Heimleistung seines Teams im 170. Revierderby.

"Wir haben das gezeigt, was wir haben vermissen lassen in Ingolstadt: Echte Männer zu sein." Torwart Ralf Fährmann verrät das maskuline Erfolgsgeheimnis seiner Schalker Mannschaft.

"Wir haben ein bisschen gebraucht, um uns zu finden, was auch normal ist. Dann haben wir das Spiel dominiert. Zweite Halbzeit fand ich uns klar besser, und wir lagen zweimal verdient in Führung. Wir haben es ganz gut gemacht." Dortmunds Trainer Thomas Tuchel legt Wert auf die positiven Dinge nach der wohl letzten vergebenen Chance auf den Meistertitel.

"Das ist ein sehr realistisches Szenario, dass die Bayern Meister werden. Die ganz große Aufholjagd - ich weiß nicht, ob's die noch gibt." Tuchel realistisch.

"Die Spiele werden immer weniger, die Bayern gewinnen immer weiter, wir sind doch alle Realisten." BVB-Sportchef Michael Zorc hält Realismus auch für eine gute Sache.

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