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Donnerstag, 29. Juni 2017

Mexiko sagt "do svidaniya": "König" Leon regiert DFB-Elf ins Confed-Cup-Finale

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Kunstpause gegen Kamerun, Megashow gegen Mexiko: Leon Goretzka entwickelt sich immer mehr zum großen Gewinner im Perspektivteam von Bundestrainer Joachim Löw beim Confed Cup. (Foto: dpa)

Kunstpause gegen Kamerun, Megashow gegen Mexiko: Leon Goretzka entwickelt sich immer mehr zum großen Gewinner im Perspektivteam von Bundestrainer Joachim Löw beim Confed Cup.

Kunstpause gegen Kamerun, Megashow gegen Mexiko: Leon Goretzka entwickelt sich immer mehr zum großen Gewinner im Perspektivteam von Bundestrainer Joachim Löw beim Confed Cup.

Die im Gruppenfinale gegen den Afrikameister von Löw verordnete Auszeit tat dem 22-Jährigen sichtlich gut.

Mit seinem Blitz-Doppelpack innerhalb von 109 Sekunden (6./8.) gegen den Gold-Cup-Sieger ebnet der "königliche" Schalker der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beim 4:1 (2:0)-Erfolg in Sotschi den Weg ins Finale.

Erst verwertet Goretzka ein Zuspiel von Benjamin Henrichs von der Strafraumgrenze überlegt, ...

... dann behält er nach einem tollen Pass von Timo Werner vor Mexikos Schlussmann Guillermo Ochoa die Nerven.

Mit seinen Turniertreffern zwei und drei setzt sich Goretzka ...

... gemeinsam mit Teamkollege Timo Werner an die Spitze der Torjägerliste der Mini-WM.

In der Gunst von Löw steht Goretzka ein Jahr vor der WM in Russland ohnehin ganz weit oben.

"Er hat es bislang hervorragend gemacht, wirklich überzeugend gespielt. Er stellt schon in jungen Jahren eine gute Persönlichkeit dar", hatte Löw bereits vor der Begegnung im Fischt-Stadion erklärt.

Die glänzende Leistung der jungen Wilden gegen die Mexikaner begeisterte auch die etablierten Weltmeister daheim. "Fiiiiiiinnaaaaalleeeeee! 4:1! Super gemacht", schrieb Thomas Müller kurz nach dem Abpfiff bei Twitter.

Dem Druck des zwischenzeitlich klar überlegenen Gold-Cup-Siegers widerstand die junge deutsche Elf vor 37.923 Zuschauern mit Leidenschaft und Kampfgeist.

Nach dem frühen Doppelpack von Goretzka macht der stets gefährliche Werner alles klar (59.). Marco Fabián (89.) von Eintracht Frankfurt gelingt der Ehrentreffer für Mexiko, Amin Younes (90.+1) trifft zum Endstand.

Noch nie hatte die deutsche Nationalmannschaft ein Endspiel der "Mini-WM" erreicht - Löw trat in seinem sechsten Halbfinale beim sechsten Turnier als Bundestrainer an, dies zu ändern.

Er überraschte gegen Mexiko mit der Berufung von Benjamin Henrichs in die Startelf, dem jüngsten Spieler im 21er-Kader.

Weltmeister Shkodran Mustafi saß auf der Bank, Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger und unerwartet auch Matthias Ginter verteidigten.

Seine Spieler seien gegen diese mexikanische Mannschaft von "anderem Kaliber" als Kamerun und Australien "heiß und hungrig", hatte Löw gesagt.

Er behielt recht, und das trotz der geringen Erfahrung: Nur drei Spieler seiner Startelf waren älter als der jüngste Mexikaner Néstor Araujo (25).

Das hielt die deutsche Mannschaft allerdings nicht davon ab, bei gegnerischem Ballbesitz scharf zu attackieren.

Nach Ballgewinn wurde schnell umgeschaltet - wie vor dem 1:0 schulmäßig vorgeführt.

Mexiko hatte den doppelten Tiefschlag nach 20 Minuten weggesteckt und startete seinerseits gefährliche Angriffe. Doch Marc-André ter Stegen war stets zur Stelle.

Erstmals rettete die Nummer eins des FC Barcelona in der 33. Minute, nachdem Leverkusens Stürmerstar Chicharito auf Giovani dos Santos durchgesteckt hatte.

Zwei Minuten später scheiterte Chicharito selbst alleine vor ter Stegen. Mexiko war nun klar überlegen, traf aber das Tor nicht.

In der zweiten Halbtzeit war es wieder ein Duell auf Augenhöhe.

Die deutsche Mannschaft hatte sich wieder geordnet und lauerte auf die Entscheidung, die Werner (52.) allein vor Ochoa verpasste, weil er ins Straucheln kam.

Der K.o. für Mexiko kam dennoch kurz darauf: Werner musste nach Vorarbeit Jonas Hectors nur noch den Ball ins leere Tor schieben, ...

... sehr zum Ärger des mexikanisches Coaches.

Für Juan Carlos Osorio war's ein Abend zum Verzweifeln.

Ganz anders als für Leon Goretzka und seine Kollegen. Wir sehen uns wieder - im Finale. Am Sonntag. Gegen Chile.

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