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Montag, 19. Juni 2017

Pflichtsieg beim Confed Cup: Leno ist der Verlierer unter Gewinnern

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Gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner lautet das Ergebnis 3:2 (2:1). (Foto: REUTERS)

Gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner lautet das Ergebnis 3:2 (2:1).

Sieg gegen Australien: Das unerfahrene deutsche Perspektivteam startet erfolgreich in den Confed Cup.

Gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner lautet das Ergebnis 3:2 (2:1).

Dazwischen Minuten voller Überlegenheit, aber auch Patzer und Bedrängnis.

Deswegen ist Bundestrainer Joachim Löw erleichtert: "Mit einem Sieg können wir gut leben. Ich bin sehr zufrieden. Man spürt, dass die Jungs fokussiert und hungrig sind, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten", so Löw im ZDF.

"Das Wichtige war, dass wir das Auftaktspiel gewinnen. Wir stehen mit drei Punkten da, und das ist erst mal gut", sagt Kapitän Julian Draxler. Aber: "Gegen Chile müssen wir wirklich besser spielen."

Nur 28.605 Zuschauer sehen die Tore von Lars Stindl, Julian Draxler und Leon Goretzka im Fischt-Stadion in Sotschi.

Genauso viele sehen aber auch, wie Torwart Bernd Leno gleich zweimal hinter sich greifen muss. Er patzt beim Distanzschuss von Tomas Rogic (41.) und beim Abstauber von Tomi Juric (56.).

Der Sieg der Deutschen gerät am Ende aufgrund guter Chancen der Australier sogar noch in Gefahr. Leno ist der Verlierer unter den Siegern.

Der erste gefährliche Angriff im Spiel führt nach einer sehenswerten Kombination zum Führungstreffer. Mit einem überlegten Schuss schließt der Gladbacher Lars Stindl sein erstes Länderspieltor ab.

Vor allem über die rechte Seite funktioniert das Zusammenspiel des agilen Leon Goretzka mit dem schnellen Julian Brandt immer wieder sehr gut.

Sandro Wagner vergibt gleich mehrere Chancen - per Kopf (16.) ...

... und aus spitzem Winkel nach Zuspiel von Goretzka (23.). Beide Male geht der Ball extrem knapp am Tor vorbei.

Doch dann gerät das DFB-Team unerwartet in Bedrängnis: Tomas Rogic lässt Leno schlecht aussehen, weil der Ball unter dessen Körper durchrutscht.

Kurz darauf bietet sich aber bereits die Chance zur erneuten Führung. Und Kapitän Draxler nutzt sie: Er verwandelt den fälligen Elfmeter zum 2:1. Es ist das 100. Elfmeter-Tor der deutschen Länderspiel-Geschichte.

Mit einer verdienten Führung geht es in die Pause. Offenbar hellwach ist die deutsche Elf danach - nur drei Minuten nach Wiederanpfiff gelingt auch Leon Goretzka sein Premierentor für die Nationalmannschaft.

Danach aber schleichen sich Unsicherheiten und vor allem Unkonzentriertheiten ein.

Leno lässt einen Ball nach vorn abprallen, Tomi Juric netzt zum 3:2 ein.

Der Treffer wird erst nach dem Videobeweis wegen des Verdachts auf ein Handspiel gegeben.

Bei Chancen von James Troisi (73.), Kruse (79.) und Juric (80.) kann sich Leno nach seinem unglücklichen Auftritt doch noch hervortun.

Löw bringt in der 58. Minute Timo Werner für Wagner und wenig später Niklas Süle für Brandt.

Eine Viertelstunde vor Schluss darf auch noch Emre Can für Stindl auf den Platz.

Nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel: "Gegen Chile dürfen wir uns nicht so viele Fehler erlauben. Wir müssen voll konzentriert sein und vorne effizienter werden", sagt Joshua Kimmich. Recht hat er. (ara/dpa)

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