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Die Bundesliga in Wort und Witz: "Manchmal hat die Geilheit auf ein Tor gefehlt"

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Roger Schmidt ist der neunte Trainer, der in der laufenden Bundesliga-Saison entlassen wird. (Foto: AP)

Roger Schmidt ist der neunte Trainer, der in der laufenden Bundesliga-Saison entlassen wird.

Roger Schmidt ist der neunte Trainer, der in der laufenden Bundesliga-Saison entlassen wird.

Und während sich Alexander Nouri in Bremen gleichzeitig beim Publikum entschuldigen und bei seiner Mannschaft danken will, ...

... sucht Julian Nagelsmann nach Ideen, wie überhaupt Fan-Massen angelockt werden können.

Thomas Tuchel muss sich mal wieder Abgangs-Gerüchten erwehren ...

… Torsten Frings dagegen über den Abstieg reden - was er gewohnt schnoddrig macht. Der 23. Bundesliga-Spieltag in Wort und Witz:

FC Augsburg – RB Leipzig (2:2)

Die Champions League im Blick und trotzdem mahnt RB-Trainer Ralph Hasenhüttl zur Gelassenheit: "Wenn wir auswärts nicht mehr mit einem Punkt leben können, dann haben wir ein Problem."

Und fügt an: "Ich habe mich schon mehr über ein Unentschieden geärgert als heute. Ich kann damit leben. "

Währenddessen preist Marvin Compper Mitspieler Timo Werner an: "Er hätte noch ein zweites machen können. Aber sein Weg in die Nationalmannschaft ist vorgezeichnet. Es ist nur eine Frage der Zeit."

Und lobt die Augsburger: "Der Gegner hat zwei Torschüsse auf unser Tor gebracht und beide waren drin."

Ausgerechnet ein ehemaliger RB-Salzburg-Spieler feiert besonders: "Es war so geil zu spielen, ich habe meinen Emotionen freien Lauf gelassen", so Martin Hinteregger.

1. FC Köln – Bayern München (0:3)

"Wir sind glücklich, weil es ein wichtiges Ergebnis für uns war", sagt Carlo Ancelotti.

Da alle wieder vom Triple sprechen, bemüht der Bayern-Trainer ein italienisches Sprichwort: "Viel Lob bedeutet später auch viele Probleme."

Sein Kölner Kollege blickt schon nach Europa: "Vielleicht beschäftigen wir uns manchmal wirklich zu viel damit, ob wir Platz sechs holen müssen, ob Platz sieben vielleicht genügt."

Zudem erklärt Peter Stöger die Saison faktisch für beendet: "Sonderlich spannend wird die Saison nicht mehr werden."

Das hofft auch Franck Ribéry: "Im Moment läuft's. Wir müssen nur so weitermachen."

FSV Mainz – VfL Wolfsburg (1:1)

Die Arbeit von Wolfsburgs neuem Trainer Andries Jonker steht im Fokus: "Nach sechs Tagen ist das schwer zu bewerten. Fakt ist, wir haben einen Punkt geholt. Das ist, was zählt. Darauf bauen wir auf", sagt VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe.

Philosophisch wird Jonker dann gleich selbst: "Ein Sieg wäre zu viel gewesen und eine Niederlage unverdient."

Lust auf Süßes hat Mainz-Trainer Martin Schmidt: Die Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte, das sind für uns die Krönungen, das sind unsere Pralinen."

Und während bei Wolfsburg der neue seinen ersten Auftritt hat, fehlt bei Mainz ein alter: Präsident Harald Strutz hat seinen Dienst quittiert …

… "Wir haben es über die Medien mitgeteilt bekommen", kommentiert Danny Latza nüchtern.

Borussia Dortmund – Bayer Leverkusen (6:2)

Diese herbe Niederlage hat Roger Schmidt seinen Job gekostet. Dabei ist er am Samstagabend noch optimistisch: "Ich lasse mich nicht vom Ergebnis blenden."

"Meine Mannschaft hat einen sehr guten Auftritt hingelegt." Doch alles Lob nützt ihm nichts.

"Es war eine desaströse Niederlage. In der Wundertüte war heute eine Niete", sieht Bayer-04-Geschäftsführer Michael Schade es gänzlich anders als sein Trainer. Logisch, dass da eine weitere Zusammenarbeit nicht infrage kommt.

Den BVB tröstet der Sieg nicht über die Verletzung von Marco Reus hinweg. "Er zieht momentan unseren Karren richtig gut", so Michael Zorc.

Unzufriedenheit trotz einem halben Dutzend Tore – Sokratis schafft es: Gegen Benfica müsse die Mannschaft "300 Prozent besser spielen".

Tuchel zu Barca? "Das ist legendär. Ich spreche kein Wort Spanisch. Ich kann Bruchstücke Französisch und einigermaßen Englisch. Das war es."

Werder Bremen – SV Darmstadt (2:0)

"Für die erste Halbzeit muss ich mich beim Publikum entschuldigen, für die zweite Halbzeit bei der Mannschaft bedanken", so Alexander Nouri.

Torsten Frings zeigt sich gewohnt motzig: "Manchmal hat die Geilheit auf ein Tor gefehlt."

Und hisst schon die weiße Fahne: "Wir sind zu Recht da unten."

Sein Spieler Marcel Heller nimmt sich ein Beispiel an Andi Brehme: "Wenn man unten drinsteht, hat man eben die Scheiße am Fuß."

Max Kruse dagegen sieht bei seinen Bremern viel Potenzial: "Wir haben einen anderen Anspruch."

1899 Hoffenheim – FC Ingolstadt (5:2)

Doof gelaufen für Ingolstadt oder, Maik Walpurgis? "Fünf Minuten der Unkonzentriertheit haben gereicht, um das Spiel komplett kippen zu lassen", klagt dieser.

"Das tut weh, auf einmal hat die ganze Mannschaft nicht mehr funktioniert", so der gebrochene Torschütze Almog Cohen.

In Hoffenheim dagegen ist alles rosig: "Au! Ich glaube, wir können für eine weitere Erstliga-Saison planen", sagte Sportchef Alexander Rosen.

Doch an etwas fehlt es dem Klub: an Fans. "Die Region ist nicht gerade strukturschwach, mehr Spiele gewinnen kann man nicht. Aber vielleicht müssen wir ja zwölf Tore schießen", fabuliert Trainer Julian Nagelsmann.

Der in die Startelf gerückte Adam Szalai kann sich feiern lassen – zwei Tore sprechen für ihn – und seine Einstellung. "Ich habe schon 100 mal gesagt und sage es gerne zum 101. Mal: Ich hatte nie den Eindruck, dass er sich hängen lässt", erklärte Nagelsmann.

Borussia Mönchengladbach – FC Schalke (4:2)

Frischgebackener Papa, frischgebackener Doppeltorschütze. Da könnte man abheben. Nicht so Fabian Johnson: "Der Trainer hat mir ans Herz gelegt, offensiver zu spielen. Das hat ganz gut geklappt." …

… "Zum Glück war es ein Abendspiel, da konnte ich mich vorher noch ein wenig ausruhen."

"Wir haben die ersten fünf Saisonspiele verloren. Wir wissen, wo wir herkommen", kommentiert Markus Weinzierl die Situation von Schalke …

… "Es ist klar, dass wir die Tabelle in beide Richtungen im Auge haben."

Eintracht Frankfurt - SC Freiburg (1:2)

"Es ist Wahnsinn, was wir an Rückschlägen wegstecken müssen", sagt Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner: "Die entscheidenden Szenen wurden gegen uns gepfiffen."

"Uns ist ein reguläres Tor aberkannt worden, und wir haben ein Abseitstor gegen uns bekommen", sagt Mittelfeldspieler Danny Blum und schimpft: "Es ist jede Woche dasselbe Theater mit den Schiedsrichtern."

In dieselbe Kerbe schlägt auch sein Trainer. Schon vor Kurzem ereiferte sich Niko Kovac, dass seine Mannschaft nicht unfair spielen würde. Heute setzt er noch eins drauf: "Ich habe ein bisschen das Gefühl, Frankfurt hat die meisten Gelben und Roten Karten, also pfeifen wir mal gegen sie."

Die Freiburger haben natürlich eine ganz andere Sicht auf das Spiel: "Wir haben brutal Moral gezeigt. Wir sind einfach eine geile Truppe", sagte Florian Niederlechner.

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